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News vom 26.10.2010

Durchblick: Fenster richtig einbauen, hilft Wärmeverluste zu vermeiden

Sommertage rufen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten an den eigenen vier Wänden auf den Plan. Dazu gehört auch der Austausch von Fenstern. Professionelle Sorgfalt und genaue Überlegungen sind dafür unumgänglich, um vor allem Wärmebrücken zu vermeiden. Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH fasst zusammen, worauf Sie als Bauherr zu achten haben.

Der Plan macht’s:
Bevor Sie Ihre Baumaßnahme beginnen, sollten Sie sich von einem Sachverständigen (z. B. Energieberater) beraten lassen, der mögliche Stellen für Wärmebrücken1 im Fensterbereich erkennen kann. Überlegen Sie auch, ob Ihr Budget eine komplette energetische Sanierung der Außenhülle mit einem Wärmedämmverbundsystem zulässt, dies vereinfacht den wärmebrückenfreien Einbau von Fenstern. Überprüfen Sie zudem, ob Ihre Fensterbaufirma den Einbau nach der RAL-Montage der DIN-Norm 4108-7 („Luftdichtheit von Gebäuden, Anforderungen, Planungs- und Ausführungsempfehlungen sowie –beispiele“) vornimmt. Die RAL-Montage beschreibt den normgerechten Einbau von Fenstern und Außentüren unter Verwendung von speziellen Klebe- und Dichtbändern für den dauerhaften, luft- und winddichten Abschluss. Ein alleiniges Ausschäumen mit Montageschaum ist nicht zulässig!
 
Schwachstellen aufdecken:
Kandidaten für Wärmebrücken sind der gesamte Fensterrahmen und der Fensterstock2, da sie einen höheren Wärmeverlust als die Verglasungen aufweisen. Weitere Schwachstelle ist die Anschlussfuge zwischen Fensterstock und Fensterlaibung der Außenwand.

Wärmebrücken am Fenster erkennen:
Wärmebrücken werden sichtbar, durch Ausfall von Tauwasser an kalten Bauteiloberflächen, z.B. an der Verglasung, auf der innenliegenden Fensterbank oder es kommt zu Stock- und Schimmelflecken in den Eckanschlüssen der Innenlaibung. Abhilfe schafft in diesem Fall eine Auswechslung mit neuen Energiesparfenstern und eine nachträgliche Überdämmung der problematischen Stellen.

Wärmebrücken am Fenster reduzieren:
Auf Fenster im Haus kann nicht verzichtet werden. Es gilt die Mindestbelichtung für Wohnräume nach Vorschriften der sächsischen Landesbauordnung. Der Einbau, der Ersatz oder die grundsätzliche Erneuerung der Fenster muss nach der Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV) erfolgen. Diese sieht als Höchstwerte einen Wärmedurchgangskoeffizienten3, den U-Wert ≤ 1,30 W/(m²K) für außenliegende Fenster und Fenstertüren, vor.

Ideal ist der Einbau von Fenstern im Zusammenhang mit der Erneuerung der thermischen Gebäudehülle. Hier kann durch das Wärmedämmverbundsystem der Transmissionswärmeverlustes4 H’T stark verringert werden.

Der Fensterstock ist zu überdämmen. Die beste Lösung ist der Einbau des Fensters in der Dämmebene, d. h. der neue Fensterstock wird an den Mauerrand montiert, um die Wärmebrückenbildung des Anschlusses stark zu minimieren. Die gesamte Dämmstoffdicke sollte mindestens 3 cm über den Stock gezogen werden. Der Dämmstoff ist außen stets mit einem Anschlussprofil oder einer dauerelastischen Fuge anzubinden.

Kommt kein Wärmedämmverbundsystem zum Einsatz, sollte die Laibung mit mindestens 3 cm Dämmstoff überdämmt werden. Dies ist auch der Fall, wenn der Innenbereich beim Fenstertausch unverändert bleiben soll (z. B. die Fenster werden nicht nach außen ausgebrochen).

Nach der RAL-Montage wird im Fensteraußenbereich ein selbstklebendes diffusionsoffenes (atmungsaktives) Kompriband für die Abdichtung gegen Schlagregen verwendet. Das Abkleben der Innenseite des Fensterstockes hat am bestehenden Mauerwerk zu erfolgen und muss nachträglich überputzt oder mit einer Wandbauplatte (z.B. Gipskarton) geschützt werden, um die Bildung von Kondensat in der Anschlussfuge zu vermeiden.

Fensterbänke oder Fensterbleche müssen direkt unterdämmt, ggf. noch zusätzlich mit Mineralwolle ausgestopft werden. Es gibt viele Hersteller von gedämmten Fensterbank- Anschluss-Systemen, die z. B. ausgedämmte Aluminiumbleche anbieten. Bei massiven Fensterbänken hilft die Verwendung extra gedämmter Fensterstöcke. Prinzipiell muss eine thermische Trennung der Außen- und Innenfensterbank erfolgen.

Die SAENA empfiehlt den Einbau von Fenstern mit einer hochwertigen 3-fach- Isolierverglasung, weil sie die Energieverluste stark reduzieren und die Wärmebrückenwirkung gegenüber der Außenwand fast völlig aufheben. Höhere Investitionskosten gegenüber 2-fach-verglasten Fenstern lassen sich aufgrund der stark steigenden Energiepreisentwicklung schnell amortisieren.

Ihre Fragen zum energetischen Einbau von Fenstern beantwortet Ihnen die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH gerne. Sie erreichen uns über unser Beratertelefon unter 0351 – 4910-3179 montags bis donnerstags von 8.30 bis 17.30 Uhr und freitags von 8.30 bis 15.00 Uhr.


Glossar:
1 Wärmebrücke: Die Wärmebrücke ist ein Bereich im Bauteil, durch den die Wärme schneller nach außen transportiert wird, als durch andere Bereiche im Haus. Dies bewirkt eine Erhöhung des Energieverbrauchs und den damit verbundenen Heizkosten, verursacht Tauwasser- oder ruft Schimmelbildung hervor. Das führt zu einer Gefährdung der Gesundheit und der Bausubstanz.

2 Fensterstock: Der Fensterstock ist der Teil der Fensterkonstruktion, der im Mauerwerk verankert ist, an dem ein oder mehrere Flügelrahmen beweglich angebracht sind.

3 Wärmedurchgangskoeffizient: Der Wärmedurchgangskoeffizient (auch U-Wert genannt) beschreibt den Wärmestromdurchgang durch die gesamte Wandkonstruktion, wenn sich die Temperatur auf der Innenseite um 1 Grad Kelvin von der auf der Außenseite unterscheidet. Er hängt im Wesentlichen von der Wärmeleitfähigkeit und der Dicke des Stoffes ab. Je kleiner der U-Wert eines Stoffes ist, umso höher ist die Dämmwirkung.

4 Transmissionswärmeverlustes H’T: Er beschreibt die Wärmemenge, die ein Gebäude durch seine wärmeübertragende Umfassungsfläche (thermische Hülle) bei einer Temperaturdifferenz von innen nach außen an seine Umgebung abgibt.
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Mala1986 schrieb: Hej Gunar, danke für deine Antwort! Du machst mir Mut das DOM bald wieder auftaucht! Ich habe echt keine Ahnung was Sache ist und was der Techniker da bei mir jetzt umgestellt hat, aber sicher ist...
Sockenralf schrieb: Hallo, das passiert, weil die Therme gar nicht weiß, wie warm es in den Räumen wirklich ist, sie DENKT sich das nur Hast du dich schonmal mit deiner Anlage und deiner Regelung beschäftigt Wie...
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