In den Rechtsverordnungen zum Gesetz zur Einsparung von Energie in Gebäuden (EnEG, 1976, 1980) wurde die raumweise Temperaturregelung von Pumpen-Warmwasserheizungen gefordert. Für Heizkörper gilt zudem die Forderung der Nachrüstung von Heizungsanlagen. Für Fußbodenheizungen wurde erst ab der Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlVO) aus dem Jahr 1994 die raumweise Temperaturregelung gefordert.
Informationen, Interviews, Berichte und Fachbeiträge rund um die Wärmeerzeugung und -verteilung. Heizen mit konventionellen und alternativen Energieträgern. Über all dieses informiert das neue Heizungsjournal. Bild: Heizungsjournal GmbH
Von 1989 bis 2003 wurden 5,62 Mio. Wohneinheiten (WE) fertig gestellt, davon ca. 2,8 Mio. WE in Einfamilienhäuser (EFH) und Zweifamilienhäuser (ZFH) und 1,2 Mio. eigentümergenutzte WE in Mehrfamilienhäuser (MFH). Hieraus ergibt sich konservativ abgeschätzt ein Potenzial von rund 2 Mio. Wohneinheiten mit Warmwasser-Fußbodenheizungen. Summarisch ergibt sich ein Potenzial von etwa 1 Mio. Warmwasser-Fußbodenheizungsanlagen für die Nachrüstung mit raumweisen Temperaturreglern.
Im Auftrag des Bundesverbandes Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V. (BVF) wurden an der Technischen Universität Dresden die energetischen Einsparpotentiale von Einzelraumregelungen für Flächenheizungen ermittelt. Ziel der Untersuchungen war dabei die Charakterisierung der Einsparpotentiale mit Einzelraumregelverfahren im Vergleich zu Systemen, die raumseitig nicht geregelt sind. Die Untersuchungen wurden dabei an einem typischen Einfamilienhaus vorgenommen. Als System wurde bei den Untersuchungen eine nassverlegte Fußbodenheizung nach DIN EN 1264 verwendet (16mm Rohr plus 45mm Estrichüberdeckung mittels Zementestrich). Das Wärmeschutzniveau des Gebäudes orientiert sich an den Verhältnissen der Wärmeschutzverordnung von 1977 (WSVO77).
Mehr zu diesen interessanten Untersuchungen findet sich im ausführlichen Fachbeitrag von
Dipl.-Ing. Joachim Plate, Geschäftsführung Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V. (BVF), im aktuellen Heft des Heizungsjournals.
Weitere Inhalte im neuen Heft:
Kraftwerkstechnik
kann man sich klein, aber fein mit dem BHKW, dem Blockheizkraftwerk, nach Hause holen. Ganz klein als Mini- oder Micro-BHKW sogar in den kleinen Keller im Eigenheim. Aber man sollte sich nicht verrechnen, wenn es um die Betriebskosten geht.
Rohrverbindungstechnik
ist gerade derzeit ein ganz heißes Eisen, heißt es doch nach „Löten“ und „Pressen“ jetzt „schlank Pressen“ oder „schlicht Stecken“ – oder sich alles Stecken gleich „Klemmen“? Man muss auf jeden Fall ganz schön fit sein, heute beim Fitting.
Elektrotechnik
ist endlich aus dem Schatten der Steckdose auf den Glanz der Straße getreten: zumindest cellulär im rein elektrisch angetriebenen E Cell-Transporter, der idealerweise das Fachhandwerk erst elektri- und dann spannungsgeladen mobilisiert.
Solartechnik
kann trotz Schlagregen am Förderhimmel ganz schön sonnig sein – auch wenn viel Licht und viel Schatten naturgemäß dicht beieinander liegen. Hat jetzt die Solarmesse „intersolar“ unter´m weiß-blauen bajuwarischen Himmelszelt bewiesen.
Heizungstechnik
war gestern. Morgen zählt vielmehr Schutz. Aber nicht der Schutz der Sicherheitstechnik, sondern der vor Wärmeeinstrahlung. Denn viel Glas an der Fassade heißt auch „viel warm im Raum“ – wovor man sich technisch geplant aber schützen kann.
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