Wenn der Modernisierungsstau im Heizungsmarkt anhält und die Nachfrage bei den erneuerbaren Energien weiter rückläufig ist, werden die Klimaziele 2020 nicht erreicht! Um diesen Negativtrend zu stoppen, muss die Austauschgeschwindigkeit alter Heizkessel verdoppelt werden.
Informationen, Interviews, Berichte und Fachbeiträge rund um die Wärmeerzeugung und -verteilung. Heizen mit konventionellen und alternativen Energieträgern. Über all dieses informiert das neue Heizungsjournal.
Im neuen Heft des Heizungsjournals befragt die Redaktion des Heizungsjournal Alfred Gaffal, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wolf GmbH, Vorstandsmitglied der Centrotec Sustainable AG, und Vorstandsmitglied des Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH), zur aktuellen Situation im Heizungsmarkt:
"Wenn es uns nicht gelingt, den Modernisierungsstau im Heizungsmarkt in Deutschland zu lösen und die Austauschgeschwindigkeit zu verdoppeln, werden die Klimaziele 2020 nicht erreicht", warnt Alfred Gaffal. "Im Fokus stehen die über 25 Jahre alten Heizkessel, die noch nicht über Niedertemperaturtechnik verfügen. Doch in diesem Jahr ist die Marktnachfrage, besonders auch bei erneuerbaren Energien, statt zu wachsen, weiter zurückgegangen."
Auszüge aus dem Interview:
Heizungsjournal:
Herr Gaffal, wie hat sich der Weltmarkt für Heiztechnik nach dem Dämpfer vom vergangenen Jahr in 2010 entwickelt?
Gaffal:
Die Entwicklung ist auf niedrigem Niveau etwas stabiler. Europaweit hat der Gesamtmarkt um etwa 3 % zugelegt. Doch auch wenn allmählich die Anzeichen wieder auf Wachstum stehen, ist die Krise im deutschen Heizungsmarkt noch nicht überstanden. In Deutschland ist der Gesamtwärmeerzeugermarkt in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 3 % zurückgegangen. Deshalb verlassen wir uns bei Wolf nicht alleine auf den Markt, sondern vor allem auf unsere eigene Stärke. Wir konnten uns auch 2010 gegen den negativen Trend behaupten und in allen Marktbereichen – also im Inlandsgeschäft und im Export – Marktanteile hinzugewinnen. Möglich ist das nur mit leistungsfähigen und effizienten Produkten, wie unsere Testsieger, der Wolf Ölbrennwertkessel COB oder die Gasbrennwert-Zentrale CGS 20 / 160.
Heizungsjournal:
Das Exportgeschäft gewinnt für die deutschen Hersteller insgesamt an Bedeutung?
Gaffal:
Ja. Der Europäische Markt ist besonders wichtig für die deutschen Hersteller, da wir hier über rund 60 % Marktanteil verfügen. Erinnern Sie sich an das Jahr 2007, als der deutsche Heizungsmarkt um 30 % eingebrochen ist. Hier hat der Export der deutschen Branche geholfen, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Das war auch bei Wolf der Fall.
Das
ganze Interview lesen Sie in der neuen Ausgabe des Heizungsjournals. Weitere spannende Themen bietet das neue Heft wie zum Beispiel:
Im Fokus: Abgas
Längst ist der Schornstein nicht mehr nur ein einfacher, gemauerter Schacht im Haus, sondern ein anspruchsvolles High-Tech-Systembauteil. Im Verbund mit der Feuerstätte beeinflusst es Sicherheit und Umweltqualität. Dies wurde jetzt beim Zukunftsforum Abgastechnik in Bissendorf schnell deutlich.
Im Fokus: Systeme
Kombiniere, kombiniere … Energieeinspar- und CO2-Minderungspotenziale lassen sich nur durch erneuerbare Energien in Verbindung mit hocheffizienten Heizsystemen erschließen. Daher bestehen moderne Heizungssysteme heute aus aufeinander abgestimmten Systemen.
Im Fokus: Energie
Der Respekt vor der Natur wird in der Nobel-Herberge Royal Spa in Kitzbühel groß geschrieben – auch in puncto Heiztechnik. So wurde in der Heizungszentrale der Umwelt zuliebe nur sparsame und saubere Energietechnik installiert.
Im Fokus: Pumpen
Keine Vermutung, sondern schwarz auf weiß geschrieben: Wärmepumpen werden auch künftig im Heizungsmarkt eine dominierende Rolle spielen. Das jedenfalls behauptet die aktuelle „Analyse des deutschen Wärmepumpenmarktes“ des Internationalen Geothermiezentrums.
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