Während für Bergsteiger-Ass Reinhold Messner bei seiner Besteigung aller Achttausender ohne Sauerstoff der Weg das Ziel war, steht für viele Fachhandwerker der Sanitärbranche immer noch das Ziel im Vordergrund aller Bemühungen. Ein Ziel, das in der Regel vom Endverbraucher vorgegeben wird und das es ohne Umwege und Verzögerungen möglichst punktgenau zu erreichen gilt. Und da hat sich mittlerweile die Erkenntnis durchgesetzt, dass man mit der Systemtechnik der Hersteller nicht nur auf der sicheren Seite ist, sondern auch wesentlich schneller und damit kostengünstiger arbeitet.
Das Sanitärjournal schließt den Themenkreis von Materialien und Systemen über Produkte, Normen und Regelwerke bis hin zu Designtrends und Marktentwicklungen.
Dabei beinhaltet moderne Systemtechnik heute weit mehr als regelkonforme Lösungen und das perfekte Zusammenpassen einzelner Teile. Noch weitgehend unbeachtet, „verbergen“ sich darin hervorragend vermarktungsfähige Mehrwertangebote, die den Endverbrauchern, die auf hohe Qualität ihrer Badausstattung setzen, allerdings erst ins Bewusstsein gerufen werden müssen, um überzeugend wahrgenommen zu werden.
Jeder, der sich beruflich dem Bad, seiner Installation und Gestaltung widmet, kennt das Problem: Der Renovationszyklus von Bädern liegt nach einer auf dem 4. VDS-Badforum vorgestellten Untersuchung der Unternehmensberatung „market-first“ bei zurzeit 30 Jahren. Gelänge es, diesen Zyklus um nur ein Jahr zu verkürzen, würde der Markt für Badsanierung nach Angaben der Unternehmensberatung um drei Prozent wachsen. Den weiteren Ausführungen zur Folge ergäben sich Chancen für mehr Aufträge vor allem aus vermehrten Angeboten für Endkunden zur Badrenovation aus einer Hand, d.h., von der Sanitärtechnik über das Fliesen legen, die Elektrotechnik bis hin zu Malerarbeiten und einem eventuellen Schreinereinsatz soll mög lichst alles koordiniert sein. Und doch ist dies nur eine Möglichkeit für das Sanitär-Handwerk, mehr Umsatz zu generieren. Der Wunsch nach einer modernen Gestaltung mit zeitgemäßen Sanitärprodukten ist bei vielen Endkunden zwar der Ansatz für eine Badrenovierung, aber welcher Endkunde weiß schon um die fundamentalen Anforderungen an die Trinkwasser- und Abwasserinstallation oder an modernen Schall- und Brandschutz allein unter den Gesichtspunkten Sicherheit und Komfort bzw. wie sich die getroffenen Maßnahmen später im Badbetrieb auswirken. Genau hier gilt es anzusetzen und Endkunden durch Beratungsleistungen den eindeutigen Mehrwert, den moderne Systemtechnik bietet, deutlich vor Augen zu führen. Das bietet insbesondere den Vorteil, dass man einen fairen Preis für eine erstklassige Handwerkerleistung verlangen kann, ohne dass der Gewinn in Preisdiskussionen auf der Strecke bleibt. In einem Fachbeitrag im neuen SanitärJournal wird über diesen Mehrwert, den moderne Systemtechnik bietet, berichtet.
Weitere interessante Beiträge im neuen Heft:
- Mit Gefühl für die Umwelt – En vogue: nachhaltige Armaturen für Spüle und Waschtisch
- Der Installateur als Bewährungshelfer – Mit novellierter TrinkwasserV können Hauseigentümer schnell zu Straftätern werden
- Erfolgsfaktor Dialogmarketing - Die persönliche Kundenansprache ist heute ein wichtiger Erfolgsfaktor. Gelegenheiten zum Dialog bieten beispielsweise Firmenjubiläen, Messen oder Veranstaltungen wie ein Tag der offenen Tür.
- Grauwassernutzung wird wirtschaftlich – Wichtiger Baustein in der „grünen“ Gebäudetechnik: Wasser-Recycling
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