Die gravierende Entwicklung der Rohstoffpreise zwingt Armacell zu einer erneuten Preiserhöhung. Die Preise für Armacell Produkte werden kurzfristig zwischen 7,5 und 10 Prozent steigen.
Massive Kostensteigerungen bei Rohstoffen zwingt Armacell zu Preiserhöhungen bei den Produkten. Bild: Armacell
Massive Preissteigerungen auf dem Rohstoffmarkt führten in den vergangenen Monaten in der gesamten Kunststoffindustrie zu einem starken Anstieg der Produktionskosten. Nach erheblichen Preiserhöhungen in 2010 musste Armacell auch in den vergangenen Monaten erneut deutliche Preissteigerungen für seine Basis-Rohstoffe hinnehmen. Seit September des vergangenen Jahres hat sich Nitrilkautschuk (NBR), das Basismaterial für die Mehrzahl der Armaflex-Produkte um rund 15 Prozent verteuert, der Preis für Polyethylen (PE) ist um 20 Prozent gestie¬gen. Noch drastischer ist die Preisentwicklung bei den Flammschutzmitteln: Hier war ein Preisanstieg von 170 bis zu 300 Prozent zu verzeichnen. Diese signifikanten Preissteigerungen der Rohmaterialien sind nicht durch aktuelle Spekulationen auf den Rohstoffmärkten getrieben, sondern lassen sich auf den anhaltend hohen Bedarf im Markt und auf die Ölpreisentwicklung zurückführen. Das derzeit weltweit knappe Angebot an Kunststoffen wird auch in den kommenden Monaten zu einer weiter steigenden Nachfrage führen.
„Die exorbitanten Preissteigerungen unserer Basis-Rohstoffe waren Ende des vergangenen Jahres in dieser Brisanz für uns nicht abzusehen. Wir erleben derzeit den wohl stärksten Preisanstieg für Rohmaterialen, den unsere Industrie je verzeichnet hat. Die weiterhin hohe Nachfrage wird dazu führen, dass sich die derzeitige Entwicklung der Rohstoffpreise fortsetzen und es auf absehbare Zeit keine Stagnation oder gar Preissenkungen geben wird. Daher sehen wir uns gezwungen, zumindest einen Teil unserer spürbar gestiegenen Materialkosten an unsere Kunden weiterzugeben. Selbstverständlich sind wir gleichzeitig bemüht, unsere Gesamtkosten durch weitere Spar- und Optimimierungsmaßnahmen zu senken“, erläutert Dr. Ulrich Wellen, COO der Armacell International, die aktuelle Preiserhöhung. „Trotz steigender Materialkosten werden wir auch zukünftig in die Qualität und Weiterentwicklung unserer Produkte investieren. So gewährleisten wir auch im Interesse unserer Kunden unsere technologische Führerschaft und ein nachhaltiges Wachstum.“