
Die Entwicklung der börsennotierten NORDWEST Handel AG, Europas Händler für den Händler, ist trotz der momentanen Lage im Bauhauptgewerbe zufriedenstellend. Per Ende September liegt der Gesamtumsatz mit 1.701,2 Mio. Euro um 2,3 Prozent über dem Vorjahr und 0,5 Prozent über der Planung. Das Auslandsgeschäft ist mit einem Gesamtergebnis von 89,4 Mio. Euro um 4,5 Prozent zum Vorjahr gewachsen und unterstreicht die Bedeutung der Europastrategie des Systemverbundes. Auch die Entwicklung des NORDWEST-Lagersortiments beweist mit einem Umsatzplus von 8,2 Prozent einen erfreulichen Quartalsabschluss.
Der Bereich Beschläge/Bauelemente erwirtschaftet einen Umsatz von 322,1 Mio. Euro und liegt damit um 8,3 Prozent unter dem Vorjahr. Der Bereich Stahl liegt mit +9,4 Prozent (416,1 Mio. Euro) und der Bereich Haustechnik mit +7,0 Prozent (614,6 Mio. Euro) über dem Vorjahresergebnis. Ein Umsatzminus von 1,2 Prozent auf 338,5 Mio. Euro verzeichnet der Bereich Werkzeuge / Baugeräte / Industriebedarf / Arbeitsschutz / Technische Produkte.
Der Hauptbereich Haustechnik erlebt zurzeit eine deutliche Sonderkonjunktur. Mit einem Umsatzplus von 7 Prozent auf 614,6 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr, liegt er 7,1 Prozent über Plan. Diese erfreuliche Entwicklung hat mehrere Gründe. Einerseits regulieren seit Anfang Juli die ehemaligen VGH-Großhändler (Vereinigung von Großhändlern für Haustechnik, Marketing & Vertrieb GmbH & Co. KG, Brühl) über die NORDWEST Handel AG. Dieser Umsatzzuwachs schlägt sich nun im Zentralregulierungsvolumen nieder. Andererseits konnte der Hauptbereich Haustechnik seit der NW-Kommunikations- und Informationsbörse in erfolgreicher Weise seine neuen Handelsmarkenprodukte platzieren. So kann man erkennen, dass die Lagerumsätze in Höhe von 6,8 Mio. Euro um erfreuliche 15,6 Prozent über dem Vorjahr und 14,4 Prozent über der Planung liegen. Die neuen Handelsmarken, insbesondere Delphis-Vita und Delphis-Therm-Solar, finden offensichtlich die Akzeptanz der NORDWEST-Kunden. Die Verbundgruppe geht davon aus, dass sich diese erfreuliche Entwicklung bis zum Jahresende fortschreiben wird. Focus der Aktivitäten im letzten Quartal ist die Fertigstellung der Datenbank / Preisliste, mit der NORDWEST ihre Händler für das Jahr 2002 in erheblichem Maße von Kosten entlasten will.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fällt im Berichtszeitraum mit 6,4 Mio. Euro deutlich niedriger aus als im Vorjahreszeitraum und erreicht derzeit 96 Prozent der Planung. Zurückzuführen ist der Ergebnisrückgang vorwiegend auf den Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwandes und der Abschreibungen. Der Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwandes beruht neben den Kosten einer Kreditversicherung für die 20 umsatzstärksten NORDWEST-Kunden auf dem Anstieg der Pauschalwertberichtigungen für Kundenforderungen. Dieser ergibt sich zwangsläufig aus der Umsatzausweitung im letzten Quartal. Die Abschreibungen steigen im Wesentlichen durch Anschaffungskosten für E-Commerce-Anwendungen, Multimedia-Datenbanken und Lagereinrichtungen für ein neues Außenlager planmäßig um rund 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum an. Der Zinssaldo des Vorjahreszeitraumes enthält die zeitanteilige Teilwertabschreibung auf eigene Anteile in Höhe von 1.050 Tausend Euro. Bereinigt um diese außerordentliche Belastung ergibt sich für den Vorjahreszeitraum ein Zinssaldo in Höhe von 1.676,7 Tausend Euro. Aus heutiger Sicht ist mit einer weiteren Abwertung der Aktien für das laufende Geschäftsjahr nicht zu rechnen. Der im dritten Quartal eingetretene deutliche Umsatzanstieg läßt für das Gesamtjahr 2001 einen Jahresüberschuss auf Planniveau erwarten.