Duravit hat ökologisch verantwortungsvolles Handeln seit jeher im Leitbild festgeschrieben. Nach ISO 14001 ist die Duravit AG für ihr Öko-Engagement als umweltbewusstes Unternehmen zertifiziert. Auf Produktseite reduzierte Duravit bereits in den 80er Jahren den Spülwasserverbrauch von damals 9 bis 14 Litern auf 6 Liter. Heute bietet Duravit bereits WCs an, die mit nur 4,5 Litern hygienisch einwandfrei spülen.
Bei Duravit werden in der Entwicklungsphase neue Modelle bereits intensiv geprüft, um spätere Probleme zu vermeiden. Bild: Duravit
Zusätzlich spart die Dual-Flush-Taste wertvolles Wasser. Mit dem Urinal McDry beweist der Hersteller sogar, dass es auch ganz ohne Wasser geht. Alternativ spült zum Beispiel das Urinal Architec automatisch mit nur einem Liter. Bei allen Bemühungen, den Wasserverbrauch zu reduzieren, muss selbstverständlich auch die Funktion garantiert sein. Die europäische Norm EN 997 gibt vor, welche Prüfkriterien die Hersteller bei WCs regelmäßig überprüfen müssen und welche Anforderungen dabei zu erfüllen sind. Nur so ist gewährleistet, dass auch im Alltagsgebrauch - ob zuhause oder in öffentlichen und halböffentlichen Anlagen – der sparsame Umgang mit Wasser durch eine einwandfreie Spülleistung und Funktion tatsächlich gewährleistet ist.
Laut Norm sind pro Halbjahr eine Funktionsprüfung sowie einmal jährlich zwei Belastungsprüfungen für jedes Modell vorgesehen. Duravit geht sogar noch einen Schritt weiter: Analog zum prozentualen Anteil an der gesamten Jahresproduktionsmenge werden von jedem einzelnen Modell entsprechend Stichproben pro Jahr geprüft. Diese entnimmt der Prüfer bei Duravit in regelmäßigen Abständen aus der laufenden Produktion und unterzieht sie einer detaillierten Prüfung nach EN Norm 997. So wird die Vorgabe um ein Vielfaches überschritten.
In einem eigens dafür eingerichteten Prüfraum – der sogenannten Spülstation – wird bei Duravit der detailliert vorgegebene Prüfvorgang Schritt für Schritt von einem erfahrenen Mitarbeiter durchgeführt. Pro Tag werden allein im Stammwerk Hornberg durchschnittlich 5 – 6 Prüfungen unterschiedlicher Modelle durchgeführt, mit einem jeweiligen Zeitaufwand von ca. 2,5 Stunden.
Dabei beginnt die eigentliche Prüfphase schon lange bevor das Produkt überhaupt in Produktion geht: In der Entwicklungsphase werden die neuen Modelle bereits intensiv geprüft, um spätere Probleme zu vermeiden. Nur wenn die Modelle diese Tests 100%ig bestehen, gehen sie auch in Nullserie. Andernfalls werden an der WC-Geometrie so lange Änderungen vorgenommen, bis alles genauestens passt. Die Tests nach EN997, die auch regelmäßig von externen Prüfern kontrolliert werden, laufen immer nach dem gleichen, standardisierten Schema ab. Sämtliche Funktionstests werden je fünf Mal durchgeführt, der Nachlaufwasser-Test beim WC sogar 10 Mal. Alle Prüfergebnisse werden detailliert dokumentiert.
1. Wand-WC/ Stand-WC
Am Anfang steht die Maßprüfung (Technische Zeichnung): Alle in der Zeichnung angegebenen Maße dürfen um maximal +/- 5 mm abweichen. Für die Normmaße (z. B. Zulauf, Abgang usw.) sind die Toleranzen in der Norm festgelegt.
Danach folgt der Belastungstest: Das WC wird an der Wand befestigt und mit 400 kg eine Stunde lang belastet. (Beim Stand-WC entfällt dieser Test).
Beim anschließenden Funktionstest werden vier Prüfkörper und 12 Blatt WC-Papier, deren Eigenschaften klar definiert sind, durch eine Schablone in das WC eingeworfen. Das Becken muss beim Spülvorgang komplett ausgespült werden.
In jedem Prüfkörper befindet sich zudem ein Metallring. Bei der Nachlaufmengenprüfung wird über ein Magnetventil ermittelt, wie viel Liter Wasser nach Ausspülen der Prüfkörper noch nachläuft. Dieser Test ist enorm wichtig, um Rohrverstopfungen zu vermeiden und wird sowohl mit Spülmengen von 4,5 als auch mit 6 Litern durchgeführt.
Bei der Prüfung der Flächenspülung wird das WC-Becken mit 20 Gramm feinem Holzsägemehl ausgestreut. Laut Norm dürfen nach fünf Prüfungen im arithmetischen Mittel maximal 50 cm2 der Fläche unbespült bleiben. Bei Duravit liegt die Meßlatte sogar noch höher: Es werden maximal 20 cm2 unbespülte Fläche „toleriert“.
Die Spritzprüfung erfolgt mittels einer Schablone, die an das WC angelegt wird: Im Radius von 20 cm dürfen pro Spülvorgang maximal drei Wasserspritzer mit einer Größe von 2 mm erkennbar sein.
2. Waschtisch
Am Anfang steht auch hier die Maßprüfung (Technische Zeichnung): Alle in der Zeichnung angegebenen Maße dürfen um maximal +/- 5 mm abweichen. Auch hier gibt es Normmaße die zu beachten sind. Danach folgt der Belastungstest: Der Waschtisch wird an der Wand befestigt und mit 150 kg eine Stunde lang belastet.
Bei der Funktionsprüfung des Überlaufs wird der Waschtisch bei geschlossenem Ventil 2 Minuten lang mit Wasser befüllt (0,25 l/sec). Das Wasser muss dabei gut durch den Überlauf abfließen.
3. Urinal
Am Anfang steht auch hier die Maßprüfung: Alle in der Zeichnung angegebenen Maße dürfen um maximal +/- 5 mm abweichen. Danach folgt der Belastungstest: Das Urinal wird an der Wand befestigt und mit 150 kg eine Stunde lang belastet. Bei der Funktionsprüfung müssen mit 1 und 2 Litern Spülmenge jeweils drei Kunststoffkugeln und eine Hand voll Sägemehl vollständig ausgespült werden.
4. Bidet
Am Anfang steht auch hier die Maßprüfung (Technische Zeichnung): Alle in der Zeichnung angegebenen Maße dürfen um maximal +/- 5 mm abweichen. Auch hier gibt es Normmaße die zu beachten sind. Danach folgt der Belastungstest: Das Wandbidet wird an der Wand befestigt und mit 400 kg eine Stunde lang belastet. Beim Standbidet entfällt dieser Test. Bei der Funktionsprüfung des Überlaufs wird das Bidet bei geschlossenem Ventil 2 Minuten lang mit Wasser befüllt (0,25 l/sec). Das Wasser muss dabei gut durch den Überlauf abfließen. Es gibt außereuropäische Länder, die eigene Prüftests haben und verlangen, so z.B. die Schweiz, USA, Canada, Australien, Mexiko, Malaysia, um nur einige zu nennen. Die Prüfer für diese Länder bringen zum Teil eigenes Prüfmaterial mit (Papier oder Prüfkörper) und testen dann im Duravit - Prüfraum.