Die Erzeugung von Energie durch Photovoltaik Anlagen, nimmt immer mehr zu. Im immer größerem Maße, werden auch Industrieanlagen, damit ausgerüstet. Eine der willkommensten Eigenschaften von Solarzellen ist, dass sie unaufhörlich Strom produzieren, wenn genügend Licht vorhanden ist. Im Falle eines Brandes kann von einer Photovoltaik Anlage eine sehr große Gefahr für die Einsatzkräfte der Feuerwehr ausgehen. Das Ingenieurbüro für anlagentechnischen Brandschutz Knopf bietet für diesen Fall eine Löschanlage für Photovoltaik Anlagen und informiert hier in einem Fachbeitrag dazu.
Die Erzeugung der elektrischen Energie durch die Photovoltaikmodule basiert auf dem photovoltaischen Effekt. Sonnenlicht wird dabei direkt in elektrischen Gleichstrom umgewandelt. bestehen aus mehreren Siliziumzellen, die miteinander verbunden sind. Diese Siliziumzellen sind in einem Aluminiumrahmen zusammengefasst und mit Spezialglas gegen äußere Einflüsse geschützt. Mehrere dieser Module werden zusammengeführt und erzeugen dann eine Gleichspannung bis 1.000 Volt. Genau diese hohe Spannung, ist sehr gefährlich. Für die eigene Nutzung der erzeugten Energie und eine Weiterleitung in das öffentliche Netz ist ein Wechselrichter erforderlich. Dieser Wechselrichter wandelt den produzierten Gleichstrom in Wechselstrom um. Für einen Wechselrichter gibt es keinen vorgeschrieben Standort im Gebäude. Er kann sich direkt bei der Photovoltaikanlage befinden, aber auch in einem Keller des Gebäudes oder auch weiter von der PV-Anlage entfernt sein. Daraus können erhebliche Einsatzgefahren im Brandfall resultieren.
Genau diese Eigenschaft ist es, die den Feuerwehren zu schaffen macht, wenn es einmal brennt.
Im Falle eines Brandes kann von einer Photovoltaik Anlage eine sehr große Gefahr für die Einsatzkräfte der Feuerwehr ausgehen.
Auch wenn es bei Feuer gelingt, die Solarmodule über einen Schalter am Wechselrichter vom Netz zu trennen, erzeugen die Module auf dem Dach weiterhin Energie.
Deshalb kann die Feuerwehr, Häuser oder Industrieanlagen mit PV-Anlagen nicht wie gewohnt löschen. Kommt einer der Einsatzkräfte mit den Solarmodulen in Berührung, kann es zu einem gefährlichen Stromschlag kommen. Es besteht auch immer ein Risiko, dass die Konstruktion der Solaranlage vom Dach rutscht oder die Solarmodule bei starker Hitzeeinwirkung zersplittern können.
Bei einem Dachstuhlbrand, der durch einen Blitzeinschlag oder andere Ereignisse ausgelöst wird, wie ein Regenschirm wirken. Das heißt, dass das Löschwasser von den Solarmodulen abgefangen wird und den Brandherd nicht erreicht. In diesem Fall würden die Einsatzkräfte, normaler Weise die Dachziegel abnehmen und gezielt darunter löschen. Das wird durch Photovoltaikanlagen natürlich erschwert.
Das Schlimmste, was sich ein Hausbesitzer, Manager oder Verwalter vorstellen kann: Mein Haus brennt!
Auch wenn die Feuerwehr in wenigen Minuten vor Ort ist kann es vorkommen, das sie das Haus "kontrolliert abbrennen" läßt, wenn darauf eine Photovoltaik Anlage installiert ist. Sie wird hauptsächlich die umliegenden Gebäude und Anlagen schützen. Zwar ist die Feuerwehr nicht nur verpflichtet, jeden auch noch so großen Brand zu löschen, aber wenn es um die Gesundheit oder das eigene Leben geht, steht der Erhalt von Sachwerten nur an zweiter Stelle.
Unvorstellbar??? Dies ist keine Utopie, sondern Realität.
Der DFV fordert deshalb, dass die Branche technische Lösungen schafft, um die Gefahr einzudämmen.
Um dies zu verhindern, haben wir dazu eine passende Lösung projektiert. Diese Lösung funktioniert an Häusern, egal welcher Größenordnung, als auch bei komplexen Solarsystemen (Photovoltaik Systemen).
Funktionsprinzip – Photovoltaik Löschanlage:
Im Keller oder unter dem Dach, wird eine oder mehrere
Druckluftflaschen ( 1 ), ein Kompaktschaumbehälter
( 3 ) und ein Steuerventil
(2 ) aufgestellt. (Dies kann auch als kompakte Löschanlage geliefert werden)
Die Auslösung der Photovoltaik Anlage erfolgt über ein, untern den Solarpanelen verlegte Auslöseleitung ( 6 ). Diese steht unter Druck und erwärmt sich, wenn darüber die Temperatur über einen definierten Wert steigt und löst über ein Auslöseventil ( 2 ), den Löschvorgang aus.
Dabei wird von den Druckgasflaschen der Weg zu einem Wasserbehälter und zu den Kompaktschaumbehälter freigegeben.
Über ein Mischventil, wird ein Wasser-Schaumgemisch erzeugt, welches zu den Kompaktschaumdüsen geleitet wird, welche über den Solarpanelen montiert sind.
Der Kompaktschaum wird dann über die Solarmodule sowie dem Dach verteilt und decken diese großflächig ab. Durch die kohäsive Eigenschaft des Kompaktschaumes, haftet dieser auch an Schrägdächern und an Glasflächen.
Durch die Abdeckung der Solar Module mit dem Schaum, wird die Produktion von Strom durch die Solarzellen, auf fast NULL, heruntergefahren.
Dieser Kompaktschaum enthält nur 5% Wasser und kann bis 30 Kilovolt gefahrlos verwendet werden. Die Gefahr eines elektrischen Schlages, ist damit unwahrscheinlich.
Bei Notwendigkeit, kann diese Löschanlage auch mit einer Brandmeldezentrale gekoppelt und/oder, ausgelöst werden.
Diese Löschanlage kann mit geringstem technischen Aufwand installiert und betrieben werden. Wie bei allen Feuerlöschanlagen, ist aber eine vorausschauende Planung zwingend notwendig, um den Löscherfolg garantieren zu können.