Moderne Ölheiztechnik im Verbund mit erneuerbaren Energien ermöglicht schon heute die Umsetzung anspruchsvoller Energiesparziele der Zukunft. Ein derart saniertes Zweifamilienhaus in Trier überzeugte auch die Jury des rheinland-pfälzischen Effizienzwettbewerbs „Unser Ener“. Das mit einer Öl-Hybrid-Heizung ausgestattete Gebäude belegt den ersten Platz in der Kategorie „Modernisierung“. In der Energiespar-Initiative „Unser Ener“ prämiert das Landesumweltministerium alljährlich zukunftsweisende energetische Gebäudekonzepte mit Vorbildcharakter.
Das sanierte Gebäude unterschreitet die Effizienz-Anforderungen eines vergleichbaren Neubaus um 15 Prozent. Neben der energetischen Qualität
bewertete die Wettbewerbsjury auch die architektonische Umsetzung als vorbildlich, beispielsweise die in das Dach integrierten Solarkollektoren.
Ein 650-Liter-Schichtenspeicher bevorratet die von den drei Energie quellen erzeugte Wärme. Eingebunden in das Hybrid-Heizsystem sind ein Öl-
Brennwertgerät, eine Solarthermieanlage und ein Holzpelletofen. Bilder: IWO
Der Primärenergiebedarf des 42 Jahre alten Hauses verringerte sich nach
der energetischen Komplettsanierung um fast 83 Prozent, der Heizölverbrauch sank auf fünf Liter pro Quadratmeter und Jahr. Damit erfüllt das Gebäude die Anforderungen des „KfW-Effizienzhauses 85“. Der Primärenergiebedarf unterschreitet also die Anforderungen eines vergleichbaren Neubaus um 15 Prozent. Aufgrund dieser guten Werte war das prämierte Gebäude bereits vom Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) im Sanierungswettbewerb „Aktion Energie-Gewinner“ unterstützt worden.
Neben der energetischen Qualität bewertete die Jury des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums auch die architektonische Ausführung der Sanierung. Besondere Anerkennung fand die Einbindung der Solarkollektoren. “Der Clou der solarthermischen Anlage“, so heißt es in der Begründung zur Preisverleihung, „ist die einheitliche Außenansicht: In das Dach integrierte Kollektoren wechseln sich mit den Fenstern der Dachgeschosswohnung ab.“
Die Solarthermieanlage mit rund 15 Quadratmetern Kollektorfläche ist Bestandteil des neu installierten Öl-Hybrid-Heizsystems. Dazu gehören neben der Solaranlage ein sparsamer Öl-Brennwertkessel und ein wasserführender Holzpelletofen. Bevorratet wird die Wärme der drei beteiligten Wärmeerzeuger in einem zentralen 650-Liter-Schichtenspeicher.
Zusätzlich zur Heizungserneuerung wurde der Wärmeschutz des gesamten Gebäudes verbessert: Fassadendämmung, durchgehende Dreifach-Wärmeschutz-Verglasung, Dämmung von Dachflächen und Kellerdecke sowie der Einbau einer wärmegedämmten Haustür tragen ebenfalls zu der Reduzierung des Primärenergiebedarfs bei.
Jetzt Kunden zur Modernisierung anregen
Hausbesitzer, die planen, ihr Gebäude energetisch auf Vordermann zu bringen, können sich bis Ende 2011 als „Energie-Gewinner“ beim Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) bewerben und haben damit die Chance auf eine zusätzliche Förderung: Pro jährlich eingesparter Kilowattstunde (kWh) Primärenergie winken einmalig 25 Cent Zuschuss. Die Marktpartner aus dem SHK-Fachhandwerk sind aufgerufen, ihre Kunden auf die Aktion aufmerksam zu machen.
Alle Infos auf www.oelheizung.info/energiegewinner