Eine Premiere konnte jetzt die Zertifizierung Bau e.V. feiern: Anlässlich des 2. Deutschen Bauwirtschaftstages in Berlin erhielt erstmals ein klassisches Straßen- und Tiefbauunternehmen die Zertifizierung als „Entsorgungsfachbetrieb - verwerten“. Damit wird dem Unternehmen Stutz GmbH Tief- und Straßenbau aus dem hessischen Kirchheim ganz hochoffiziell bestätigt, dass Verfüllung an Bauwerken mit Einbau von Recyclingmaterial im Straßenbau bei wechselnden Baustellen unter allen abfallrechtlichen Vorgaben vorgenommen werden können.
Anlässlich des 2. Deutschen Bauwirtschaftstages in Berlin: Geschäftsführer der Zertifizierung Bau e.V. Gerhard Winkler mit Mitarbeiterin Nora Dahle und Hans-Georg Stutz, Geschäftsführer des Unternehmens Stutz GmbH Tief- und Straßenbau (von links)
Quelle: Zertifizierung Bau e. V.
Mineralische nicht gefährliche Abfälle wie Beton, Ziegel oder Gemische aus Beton, Ziegel, Fliesen, Keramikfliesen und Keramik werden wiederverwendet und durch den Einbau bei temporären Baumaßnahmen verwertet.
Ein Schritt in die richtige Richtung, davon ist jedenfalls Gerhard Winkler von der Zertifizierung Bau e.V. überzeugt: „Mit Etablierung dieses Fachzertifikates werden die Qualitätsstandards im Bereich der Entsorgung und Überwachung eindeutig angehoben, wir erhöhen die Effizienz der Überwachung und ebenso wird die Zuverlässigkeit von Entsorgungsunternehmen überwacht.“
Und welche Vorteile bieten sich andererseits durch die Efb-Zertifizierung für das Unternehmen? Dazu erläutert Hans-Georg Stutz: „Wir sind überzeugt, unsere Stellung am Markt damit festigen und ausbauen zu können, denn für unsere Kunden ist die Zertifizierung ein wichtiges Kriterium.“ Keine Frage, dass damit der betriebswirtschaftliche Nutzen im Fokus steht. Dass mit der Zertifizierung auch behördlich anerkannte Erleichterungen, zum Beispiel der Verzicht auf eine Transportgenehmigung oder Vermittlungsgeschäfte mit Abfällen nach § 51 KrW-/AbfG und vor allem Erleichterungen bei der Nachweisführung bei gefährlichen Abfälle verbunden sind, versteht sich von selbst. Kosteneinsparungen durch geringere Behördengebühren und durch eine verbesserte Organisation lassen sich darüber hinaus als Pluspunkt vermerken.
„Alles in allem bietet das Efb-Zertifikat für Unternehmen unschlagbare Vorteile, denn eines ist gewiss: Die Marktsituation in der Entsorgungsbranche ist durch einen hohen Preisdruck, ein Überangebot und den verstärkten Marktzutritt von kommunalen Entsorgungsunternehmen geprägt,“ erläutert Nora Dahle, Dipl. Ing., zuständig für Zertifizierungsverfahren von Entsorgungsfachbetrieben bei der Zertifizierung Bau e.V.. Vor diesem Hintergrund ist der Entsorgungsfachbetrieb gerade für den Mittelstand von großer Bedeutung. Erkannt hat das der Unternehmer Stutz, der anlässlich der Zertifikatsübergabe in Berlin verdeutlichte: „Die Efb-Zertifizierung erhöht unsere Rechtssicherheit, das ist in heutigen Zeiten ein wichtiges Kriterium und trotz der Kosten bin ich überzeugt, dass wir eine deutliche Steigerung der betriebswirtschaftlichen Bilanz erfahren werden, denn die Arbeitsabläufe verbessern sich automatisch, die genehmigungsrechtlichen Erleichterungen sind erkennbar und daher bin ich zuversichtlich, dass mein Unternehmen zukünftig noch stärker bei der Vergabe attraktiver Aufträge berücksichtigt wird.“