Ewald W. Schneider und sein Partner Uwe Wenzel – bisher vor allem durch ihre erfolgreichen Vertriebs- und Personalberatungsaktivitäten bekannt – haben ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld entdeckt. Sie planen, Inhabern von SHK-Fachbetrieben beim Verkauf ihrer Unternehmen verstärkt unter die Arme zu greifen. Ihr Ziel: Orientierungshilfe geben, um einen komplexen Prozess frühzeitig, professionell und aktiv gestalten zu können.
„Aus der Vielzahl von Projekten
kennen wir die Situation der
Unternehmer und wir verstehen
auch die Zusammenhänge
und Zwänge, weil wir den
Markt kennen, betriebswirtschaftliche
Fachkenntnisse einbringen und anerkannte Verfahren der Unternehmensbewertung nutzen. Der entscheidende Vorteil bei uns ist die integrierte Betrachtung von Status Quo und Zukunft“, erläutert Ewald W. Schneider die neuen Aktivitäten.
„Unsere Leistung besteht, kurz gesagt, darin, gemeinsam mit dem Unternehmer einen »Roten Faden« zu entwickeln. Dabei begleiten wir unsere Mandanten fachlich und methodisch bei der Vorbereitung, Umsetzung und Abwicklung ihres Verkaufsvorhabens“, so Uwe Wenzel.
Die Voraussetzungen, mit dieser
Dienstleistung für potenzielle
Kunden erfolgreich zu sein, sind
gut, denn der Verkauf eines
Unternehmens ist ein aufwendiger
Prozess. Ein schlüssiges
Konzept zu entwickeln und eine
angemessene Darstellung,
beispielsweise durch Kaufpreisfestlegung,
Werbemaßnahmen,
Interessentenansprache und Bearbeitung,
Fehlversuche, Neuansprache,
Gesprächsrunden
und Verhandlungen zu erreichen,
nimmt oft Monate in
Anspruch, und kaum ein Unternehmer
kann diese Arbeit
neben seiner Hauptaufgabe bewältigen.
Gut, wenn man dann auf
professionelle Partner seines
Vertrauens zurückgreifen kann,
die diese Arbeit übernehmen,
und darüber hinaus auch ihr
Know-how zur Verfügung stellen
und den Unternehmer und
seinen Nachfolger bis zum Verkaufsabschluss
begleiten. Dabei
gilt es zunächst – insbesondere
bei eigentümergeführten Unternehmen
– das Bewusstsein
zu schaffen, sich vor allem frühzeitig
mit dem Thema „Nachfolgereglung“
auseinander zu
setzen. Den Unternehmensberatern
geht es dabei nicht darum,
Nachhilfe zu geben, sondern
sie wollen Orientierungshilfen
anbieten, um einen komplexen
Prozess frühzeitig und
mit der notwendigen Professionalität
aktiv gestalten zu
können.
Unternehmen, in denen jährlich Nachfolger gesucht werden werden,
gibt es viele: Das Institut
fürMittelstandsforschung spricht
von rund 70.000 jährlich, und
mehr als 600.000 Arbeitsplätzen
sind von Nachfolgeregelungen
betroffen. Nur bei 44 Prozent
dieser Unternehmen ist die
Nachfolge familienintern geregelt.
Der Handlungsbedarf ist
also groß. Aktuelle Hinweise
auf verschiedenen Unternehmensbörsen
haben zudem gezeigt,
dass bundesweit ca.
1.600 Unternehmen allein im
Ausbaugewerbe zum Verkauf
stehen.
Fehler vermeiden
Neben dem meist unterschätzten
zeitlichen Aufwand bei der
Suche nach einem Nachfolger
können viele weitere Fehler
gemacht werden. Um Fehlerquellen
zu nennen und zu verstehen,
muss man sich das
Besondere der Situation vor Augen
führen. Nüchtern betrachtet
handelt es sich beimVerkauf
eines Unternehmens um eine
Ware, für die es einen Markt
gibt. Die erfolgreiche Vermarktung
setzt ein entsprechend
marktkonformes Verhalten voraus.
Bevor aber die Verkaufsentscheidung
steht, müssen
viele Vorüberlegungen bereits
abgeschlossen sein.
Genau hier wartet die erste
Hürde. Viele Unternehmer zögern
die Nachfolgeentscheidung
hinaus oder können sich
aufgrund ihrer Aufgabenfülle
nicht noch zusätzlich um eine
gezielte Nachfolge kümmern.
Dabei ist die emotionale Komponente nicht zu unterschätzen:
Oft handelt es sich um das
Lebenswerk des Eigentümers,
in das er seine ganze Kraft und
Energie investiert hat. Ringt sich
der Unternehmer schließlich
zum Verkauf durch, tut er dies
oft ohne Vorbereitung und lässt
sich nur zu gern darauf ein, mit
nur einem Kaufkandidaten zu
verhandeln. Das ist definitiv zu
wenig.
Scheitern die Verhandlungen,
sind schon Monate vergangen
und aus Enttäuschung
sowie infolge hoher Arbeitsbelastung
wirdmeist kein weiterer
Versuch unternommen.
Die zweite große Fehlerquelle
besteht darin, den zweiten Schritt
vor dem ersten zu machen,
denn der Erfolg einer Transaktion
liegt stark in der Vorbereitung.
Aber anstatt ein schlüssiges,
vor allem für den potentiellen
Käufer nachvollziehbares
Angebot und Zukunftskonzept
zu entwickeln, geht der
wenig vorbereitete Unternehmer
bereits mit Inseraten an die
Öffentlichkeit.
Das Verständnis, dass ein
Kaufinteressent oftmals seine
ganzen Ersparnisse für die mögliche
Übernahme investiert und
sich mit dem Unternehmenskauf
seine wirtschaftliche Existenz
entwickeln und sichern
möchte, scheint in vielen Fällen
völlig ausgeblendet zu sein.
Denn im Gegensatz zu den
emotionalen Überlegungen und
Entscheidungen des Verkäufers,
handelt es sich beim Käufer um
höchst rationale Entscheidungen
auf der Grundlage eines nachvollziehbaren
Businessplans.
Ergebnisse dieser Fehler sind
erschreckend, denn aus Unternehmersicht
sind der Erhalt und
die positive Weiterentwicklung
immer das oberste Ziel. Tatsache
ist aber, dass bei jährlich 15 Prozent der Unternehmen,
bei denen die Nachfolge geregelt
werden muss, aufgrund
einer fehlenden Lösung die
Schließung der letzte Ausweg
ist.
Befragungsergebnisse zeigen,
dass mehr als die Hälfte
der Unternehmer, die wenig
vorbereitet die Verkaufsbemühungen
starten, nach einem
Jahr noch keinen Käufer gefunden
haben. Bei lediglich fünf
Prozent der Fälle wird ein Käufer
gefunden, der den im Vorfeld
ermittelten Preis auch letztendlich
bezahlt hat.
Die Ursachen liegen auf der
Hand. Der Verkaufsprozess wird
einfach zu früh und unvorbereitet
gestartet, wichtige Informationen
liegen nicht vor
und der alles entscheidende, realistisch
und nachvollziehbare
bezifferte Unternehmenswert
ist nicht bestimmt.
Wenn sich Unternehmer
dann externe Hilfe suchen, reduziert
sich dies meist auf die
Arbeit von Maklern und damit
auf die reine Vermittlung
von Interessenten, ähnlich wie
man dies vom Immobilienmarkt
kennt. Für eine erfolgreiche
Unternehmenstransaktion sind
derartige Leistungen aber völlig
unzureichend.
Konkrete Unterstützung
holen
Wichtig ist die Erkenntnis, dass
der Verkauf eines Unternehmens,
wie jedes andere Projekt,
einem logischen Prozess folgt,
der aus einer Strategie und Planungsphase,
einer Kontakt- und
Sondierungsphase, dem „Letter
of Intent“ (Absichtserklärung),
einer Analyse- und Verhandlungsphase,
der Abschlussphase
und Nachbereitungsphase besteht.
Der so gemeinsam erarbeitete
„rote Faden“ wird dann
von den Unternehmensberatern
fachlich und methodisch
bei der Vorbereitung, Umsetzung
und Abwicklung des jeweiligen
Verkaufsvorhabens begleitet begleitet
und hilft bei der Bewältigung
des Spagats zwischen
der hochemotionalen Bindung
an das Lebenswerk und der
Veräußerung der Ware Firma,
die einen optimalen Preis erbringen
soll.
Im Detail bedeutet dies, die
Perspektive des Verkäufers und
Käufers gleichermaßen imAuge
zu haben. Deshalb gilt es, so
früh wie möglich professionell
in den Entscheidungsprozess
einzusteigen und die Weichen
bereits in der Orientierungsphase
zu stellen. Die Bewertung
des Unternehmens ist dabei
ein zentraler Punkt.
Neben der Bewertung und
Beurteilung durch einen Wirtschaftsprüfer,
der aufgrundwirtschaftlicher
Kennzahlen meist
nach dem Ertragswertverfahren
den Unternehmenswert bestimmt,
wird auch die Zukunftsfähigkeit
des Unternehmens
bewertet: Erfolgsfaktoren werden
kontrolliert und bewertet,
daraus eine Auf-/Abwertung
entwickelt und so noch einmal
der vom Wirtschaftsprüfer ermittelte
Basiswert nivelliert. Zudem
wird auf Basis dieses Unternehmenschecks
ein Businessplan
für die nächsten drei Geschäftsjahre
erstellt.
Die Vorteile dieser Vorgehensweise
liegen auf der Hand:
Die einmalige Kombination aus
Vergangenheits- und Zukunftsbetrachtung
bei der Unternehmensbewertung
bietet potentiellen
Käufern einen detailreichen
und damit nachvollziehbaren
Fahrplan für die nächste
Zukunft.