Neue Impulse für mehr Energieeffizienz und Energieeinsparung in Kommunen setzen das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und die KfW mit dem neuen Zuschussprogramm "Energetische Stadtsanierung". Die Mittel werden aus dem Sondervermögen "Energie- und Klimafonds" zur Verfügung gestellt. Kommunen, die die Energieeffizienz in ihren Stadtquartieren verbessern wollen, erhalten Zuschüsse für die Erstellung integrierter Sanierungskonzepte.
Das neue Förderprogramm ermöglicht Zuschüsse für integrierte energetische Stadtkonzepte und für Sanierungsmanager seit dem 15.11.2011.
Außerdem werden auch die Kosten für einen
Sanierungsmanager, der die Umsetzung solcher Konzepte begleitet und
koordiniert, bezuschusst. "Integrierte Konzepte sind die Grundlage
einer intelligenten energetischen Sanierungspolitik. Damit solche
Konzepte umgesetzt werden, braucht es letztlich auch Menschen, die
die Umsetzung in die Hand nehmen und mit den Betroffenen
vorantreiben. Wir fördern beides und stellen die Weichen für
energieeffiziente und CO
2-arme Kommunen", sagt Detlev Kalischer,
Bereichsleiter der KfW Kommunalbank. Das Programm ist ein Bestandteil
des Energiekonzepts der Bundesregierung zur Erreichung der
Klimaschutzziele für 2020 bzw. 2050. Es startet zum 15.11.2011 mit
einer Pilotphase in enger Zusammenarbeit mit den Bundesländern.
Antragsteller bei der KfW sind die Kommunen. Die Förderung nutzen
können aber auch Stadtwerke, Wohnungsgesellschaften und
Wohnungseigentümer oder Eigentümerstandortgemeinschaften, die ein
Interesse an der energetischen Aufwertung ihres Quartiers haben.
Ab heute können Kommunen Anträge in Abstimmung mit den
Landesministerien an die KfW richten. Ab dem 01. Februar 2012 können
Kommunen die Zuschüsse dann auch direkt bei der KfW beantragen.
Mit dem neuen Programm sollen im Stadtquartier Synergien erschlossen
werden, indem der Sanierungsprozess über Einzelgebäude hinaus auf
eine breitere städtebauliche Grundlage gestellt wird. Der
Förderansatz zielt auf eine Verbesserung der Effizienz im gesamten
Stadtwinkel ab. Er berücksichtigt auch die Wechselwirkungen
energetischer Maßnahmen - etwa zwischen dem Grad der Gebäudesanierung
und daraus resultierenden Anpassungserfordernissen in der Wärme- und
Stromversorgung.
Mit der Zuschussförderung starten BMVBS und KfW die erste Stufe eines
KfW-Programms zur Energetischen Stadtsanierung. Dieses wird in der
Folgezeit um Darlehenskomponenten zur Finanzierung investiver
Maßnahmen erweitert. Schon jetzt können die Akteure im Stadtwinkel
zur Finanzierung der geplanten Investitionen auf die bestehenden
kommunalen, wohnwirtschaftlichen oder gewerblichen Förderprogramme
der KfW zurückgreifen, wie z. B. Energieeffizient Sanieren oder
Energieeffiziente Stadtbeleuchtung.
Detaillierte Informationen zu dem Förderprogramm finden Sie
hier im Internet.