Der Deutsche Logistik-Preis 2011 geht an Geberit. Am 19. Oktober nahm der CEO der Geberit Gruppe, Albert Baehny, den von der Bundesvereinigung Logistik ausgeschriebenen Preis im Rahmen eines Festaktes auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin entgegen. Gewürdigt wurde Geberit mit dem Projekt „Der radikale Umbau einer Konzernlogistik“, durch das das Unternehmen seine Kosten drastisch gesenkt und gleichzeitig Durchlaufzeiten und Lieferservice deutlich verbessert hat.
(von links nach rechts) Prof. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung, BVL; Prof. Bernd Gottschalk, Vorsitzender der Jury; Albert Baehny, CEO, Geberit International AG; Dr. Michael Reinhard, Mitglied der Konzernleitung, Geberit International AG; Gerd Hailfinger, Geschäftsführer, Geberit Logistik GmbH; Ralf Braun, Leiter Logistik, Geberit Logistik GmbH; Josef Lehmann, Head of Logistics & Manufacturing Applications IT, Geberit International AG; Prof. Raimund Klinkner, Vorsitzender des Vorstands, BVL. Bild: Geberit
Als überzeugend beurteilte die Jury laut dem Vorsitzenden Prof. Bernd
Gottschalk, wie das Projekt wirklich radikal angegangen wurde. Es stellt nach
Einschätzung der Jurymitglieder eine integrierte Gesamtlösung dar, die in ihrer
Systematik auch auf andere Unternehmen übertragbar ist.
Reaktion auf Internationalisierung und wachsende Kundenwünsche
„Immer komplexere und individuellere Ansprüche auf der einen Seite und
starkes Wachstum sowie die Internationalisierung auf der anderen Seite“, das
waren laut Geschäftsführer der Geberit Logistik GmbH, Gerd Hailfinger, die
treibenden Kräfte für den Umbau der Geberit Konzernlogistik. 2005 war diese
dezentral und eher als Anhängsel der Produktionsstandorte organisiert. Im
Rahmen eines auf fünf Jahre angelegten Masterplans wurden die logistischen
Kernprozesse optimiert. Als zentraler Standort aus Sicht aller europäischen
Geberit Kunden wurde Pfullendorf dabei zum wichtigen Distributionszentrum für
die Geberit Gruppe. Seinen vorläufigen Abschluss fand das Projekt mit der
Gründung einer eigenständigen Geberit Logistik GmbH.
Hohe Effizienz durch Zentralisierung und neu gestaltete Prozesse
Die Zentralisierung und Neustrukturierung am Standort in Pfullendorf, Baden-
Württemberg, hat sich gelohnt. So konnten die Lagerbestände um 28 Prozent
reduziert werden, die Logistikkosten sanken von 2009 auf 2010 um 15 Prozent,
und die mittlere Durchlaufzeit eines Kundenauftrags reduzierte sich in Europa
um gut ein Viertel - von 4,3 auf 3,2 Tage.
Ziele im Zeitplan erreicht
„Nur durch ein
stimmiges Gesamtkonzept konnten wir unsere hoch gesteckten
Ziele genau im Zeitplan erreichen“, erläutert Hailfinger. „Dass die
Neustrukrurierung der Logistik und die Inbetriebnahme unseres neu gebauten
Zentrallagers reibungslos und ohne Einschränkungen für die Kunden über die
Bühne gebracht werden konnte, das verdanken wir dem hohen Engagement
unserer Mitarbeiter“, so Hailfinger.
Heute spielt die Logistik eine wesentliche und fest definierte Rolle in allen
Bereichen entlang der gesamten Supply Chain des Unternehmens.
Diese beginnt bereits im Produktentwicklungsprozess und geht über Einkauf,
Produktion, Distributionslogistik und Transportmanagement bis hin zu den
Geberit Kunden.
Weitere Informationen zu Geberits Logistikkonzept finden sich hier im Internet.