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News vom 09.02.2012

Immer mehr Gebäude werden mit Wärmepumpen beheizt: Über 11.000 Wärmepumpen in NRW 2011 neu installiert!

Auch wenn der Winter erst jetzt richtig kalt wird, ist eines gewiss: Die Öl- und Gaspreise werden in den nächsten Wochen deutlich steigen! Viele Hausbesitzer setzen daher bereits jetzt auf erneuerbare Energien, wie sie die Wärmepumpe nutzt. „Um 100 Prozent Wärme für die Beheizung eines Gebäudes gewinnen zu können, benötigt die Wärmepumpe lediglich zwischen 25 und 35 Prozent Strom als Antriebsenergie“, erklärt Sven Kersten, Leiter des Wärmepumpen-Marktplatzes NRW. „Die restlichen 65 bis 75 Prozent kommen als Umweltwärme aus der Erde, dem Grundwasser oder der Luft.“

Heizungswärmepumpen in NRW von 2005 bis 2011. Grafik: EnergieAgentur.NRW
Heizungswärmepumpen in NRW von 2005 bis 2011. Grafik: EnergieAgentur.NRW
Der Wärmepumpen-Marktplatz NRW der EnergieAgentur.NRW setzt sich im Auftrag des NRW-Klimaschutzministeriums erfolgreich für den zunehmenden Einsatz der Wärmepumpen ein, wie die Zahlen für das Jahr 2011 eindrucksvoll belegen: In Nordrhein-Westfalen wurden letztes Jahr rund 11.400 Wärmepumpen neu installiert. Davon nutzen 40% Erdwärme, 3% Grundwasser und 57% die Außenluft als sich ständig erneuernde Wärmequelle. Die Gesamtzahl der in NRW betriebenen Wärmepumpen beläuft sich nun auf 91.200 Stück.

Im vergangenen Jahr wurden bereits 28 % der in Nordrhein-Westfalen neu gebauten Wohngebäude mit einer Wärmepumpe ausgerüstet.

Durch neue Entwicklungen im Bereich der Kompressoren und der Kältemittel sind die Wärmepumpen aber nicht nur für Neubauten interessant, sondern bieten gerade bei der Sanierung älterer Gebäude viele Vorteile. Denn neben der energetischen Sanierung der Gebäudehülle steckt das größte Einsparungspotential in der Heizungstechnik. Knapp 22 % der in Deutschland durch das Marktanreizprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen geförderten Wärmepumpen wurden 2011 in Nordrhein-Westfalen eingebaut.
 
Auch die Einbindung einer solarthermischen Anlage zur Warmwasserbereitung ist problemlos möglich und hilft, die Effizienz weiter zu steigern. Wer ganz CO2-neutral heizen möchte, kann bei passender Ausrichtung seiner Dachflächen mit einer Photovoltaikanlage im Verlauf eines Jahres mehr Strom selber produzieren, als die Wärmepumpe benötigt.

Auch im Sommer bietet die Wärmepumpe große Vorteile gegenüber allen anderen Heizungstechniken: „Mit einer Wärmepumpe kann man nicht nur heizen, sondern auch effizient und kostengünstig kühlen! Diesen Komfortgewinn nutzen immer mehr Besitzer einer Wärmepumpe und freuen sich in den langen Hitzeperioden über ein angenehmes Wohnraumklima“, so Sven Kersten.
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