Das Wärmetransportmedium Heizungswasser und dessen Kreislauf im Gebäude kann man unter überraschend vielen Aspekten mit dem menschlichen Blutkreislauf vergleichen. In beiden Fällen gilt: Eine nicht die Ursachen bekämpfende, rein medikamentöse Behandlung kann lebensbedrohend sein.
Informationen, Interviews, Berichte und Fachbeiträge rund um die Wärmeerzeugung und -verteilung. Heizen mit konventionellen und alternativen Energieträgern. Über all diese Themen informiert das neue HeizungsJournal.
Ein neuer Beitrag von Dipl.-Ing. Willibald Schodorf im HeizungsJournal beschreibt die ursachenbezogene „Behandlung“
möglicher „Krankheiten“
eines Heizungssystems
unter Berücksichtigung der
anerkannten Regeln der
Technik (VDI 2035, DIN EN
14868) – und verständlicher
natürlicher Abläufe.
Beginnen wir mit der angesprochenen
Analogie: Blut erfüllt im
Körper Aufgaben, die sich im
Heizwasser-Kreislauf durchaus
wiederfinden:
- Es transportiert Sauerstoff
- es führt Kohlendioxid zurück
- es transportiert Nährstoffe, Hormone, Stoffwechsel und Abfallprodukte
- es spielt eine wichtige Rolle bei der Thermoregulierung – die Durchblutung reguliert die Wärmeabgabe über die Haut
Das Blut durchströmt unseren
Körper in einem geschlossenen
System – es ist also immer dasselbe
Blut, das im Kreislauf strömt.
So gesehen ist der menschliche
Kreislauf ein Ver- und Entsorgungssystem
mit dem Herzen
als zentrale Pump- und Verteilungsstation.
Treten Probleme
auf, wird – leider sehr oft – zur
rein medikamentösen Behandlung
gegriffen, anstelle durch
ein Abstellen der Ursachen das
Problem langfristig und sicher
zu lösen.
Ähnlichkeiten beobachten
wir in Heizkreisläufen: Ablagerungen
und Inkrustationen führen
zu Problemen. Steinbildung
und Korrosion – bei älteren Systemen
bislang ein eher untergeordnetes
Problem – machen
sich verstärkt bei neuen Heizsystemen
mit Pufferspeichern bemerkbar (wegen des größeren
Wasserinhalts ist auch eine größere
Menge an Wasserinhaltsstoffen
zu bekämpfen) und auch
beim Austausch von älteren Kesselanlagen
(z. B. von einem NT-Kessel
auf einen hocheffizienten
Brennwertkessel). Nicht selten
sinkt dadurch die Lebensdauer der neuen Kesselanlage
auf einen nicht akzeptablen Wert.
Mehr dazu lesen Sie im neuen HeizungsJournal (Heft 6 / 2012).
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