Sommer, Sonne, Solaranlage: Wer eine Solarthermieanlage sein Eigen nennt, hat gut lachen. Noch liegt der Schwerpunkt im Süden der Republik – doch andere Bundesländer holen stark auf.
Mit 4,35 Millionen Quadratmetern Kollektorfläche schafft es der Freistaat Bayern auf Platz eins. Kein Bundesland nutzt mehr Sonnenenergie für Heizung und Trinkwassererwärmung. Auf Platz zwei und drei folgen Baden-Württemberg (2,5 Millionen) und Nordrhein-Westfalen (1,28 Millionen). Deutlich Ausbaupotenzial für die Solarwärmenutzung gibt es in allen Bundesländern. „Auch die nördlichen Regionen haben ausreichend Sonneneinstrahlung, um damit hohe Energieeinsparungen und Kostensenkungen zu erreichen“, bestätigt Helmut Jäger, Geschäftsführer des Solarheizsystemherstellers Solvis und Vorstandsmitglied im Bundesverband Solarwirtschaft. „Profitabel sind Solarwärmeanlagen fast immer. Gibt es kein Süddach, kann die Anlage auch auf die Garage montiert werden oder als Sonnenschutz an der Hauswand dienen“, so Jäger. Bis 2020 sollen laut Verband bundesweit rund 14 Millionen Kilowattstunden Wärme durch die Sonne erzeugt werden.
Waschen mit der Sonne
Solarthermieanlagen haben noch mehr zu bieten: Mit dem sonnengewärmten Wasser können zusätzlich Haushaltshelfer wie Waschmaschine und Geschirrspüler betrieben werden. „In Zukunft wird Sonnenwärme eine wachsende Rolle in der privaten Energiewende einnehmen“, so Helmut Jäger von Solvis. Gemeinsam mit Miele hat das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Solar-Wäschetrockner entwickelt. Wer alle Möglichkeiten ausschöpft, reduziert seine Jahresrechnung um bis zu 50 Prozent. Großes Plus: Ab dem 15. August 2012 verbessert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle die Förderung deutlich. Eine Solaranlage ab neun Quadratmetern Kollektorfläche wird dann mit 1.500 Euro bezuschusst, für einen zusätzlich installierten neuen Brennwertheizkessel winken weitere 500 Euro. Dank der Einsparungen und Förderung amortisieren sich die Kosten der Anlage bereits innerhalb von zehn Jahren.
TIPP: Viele Bundesländer und Städte bieten zusätzlich regionale Förderungen an. Mehr Informationen dazu unter www.solvis.de.