Ein Artikel in der «Bild»-Zeitung vom 17.08.12 über die Einführung einer Abwrackprämie für alte Öl- und Gasheizkessel als Instrument der Marktbelebung hatte vorübergehend für Aufregung gesorgt. Kurze Zeit später jedoch in Dresden hat Bundesumweltminister Peter Altmaier die „Pläne als überhaupt nicht konkret“ beschrieben.
Andreas Lücke, Geschäftsführer des Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik(BDH, spricht sich für eine Steuerabschreibung bei der energetischen Modernisierung von Gebäuden aus.
In einem kurzen Telefoninterview mit der Redaktion des HaustechnikDialogs warnte Andreas Lücke, Geschäftsführer des Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH), vor dem Strohfeuer Abwrackprämie. Der Verband hält eine solche Abwrackprämie für politisch nicht durchsetzbar und warnt vor den Risiken für den Heizungsmarkt.
„Wir werden nichts fordern, was politisch überhaupt nicht durchsetzbar ist“, so Lücke am 21.08.12 im Interview. Insbesondere die geplante Gegenfinanzierung über eine Erhöhung der Gas- und Ölpreise lehnt der BDH angesichts ohnehin schon hoher Energiepreise vehement ab und hält sie auch nicht für realisierbar.
Ein weiterer Ablehnungsgrund für Lücke liegt darin, dass die Abwrackprämie
ausschließlich eine Erneuerung des Heizkessels vorsieht und andere Komponenten oder auch die Bauhülle nicht berücksichtigt.
Der BDH spricht sich für eine technologieoffene Förderung aus und hält die Steuerabschreibung bei der energetischen Modernisierung von Gebäuden als das geeignete Instrument zur Beseitigung des derzeitigen Modernisierungsstaus.