Das Heizen mit Holzpellets hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Der Umgang mit dem nachwachsenden Energieträger erfordert aus umwelt- und sicherheitstechnischen Gründen besondere Achtsamkeit speziell bei der Lagerung, damit es nicht zu Unfällen zum Beispiel durch erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentrationen oder explosionsfähige Gemische kommt. Ein Expertengremium der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN (KRdL) hat dazu die Richtlinie VDI 3464 erarbeitet. Sie beschreibt die Mechanismen, die für Emissionen verantwortlich sind und wie Pellets sicher angeliefert und gelagert werden.
Neue Richtlinie VDI 3464: Sicher Heizen mit
Holzpellets. Bild: Mall Umweltsysteme GmbH
Die Richtlinie legt Anforderungen an Ausführung und Ausstattung von Pelletlagern bis zu
einem Fassungsvermögen von ca. 100 Tonnen sowie an die Anlieferung der Pellets fest.
Diese Anforderungen dienen zur Vermeidung und Minderung möglicher Emissionen oder
Gefahren im Pelletlager. Sie basieren auf der ausschließlichen Verwendung von Pellets
gemäß DIN EN 14961-2. In Lagerräumen mit Pelletmengen bis zu 10 t ist das Risiko mit
einfachen Maßnahmen zu entschärfen. Für größere Pelletlager (> 10 t bzw. > 40 t) werden
weitergehende Vorschriften empfohlen. Der VDI stellt damit eine einheitliche und rechtssichere
Planungs- und Verhandlungsgrundlage zur Verfügung.
Die Richtlinie richtet sich an
alle Personen, die ein Pelletlager errichten und/oder betreiben beziehungsweise überwachen.
Herausgeber der Richtlinie VDI 3464 „Emissionsminderung; Lagerung von Holzpellets
beim Verbraucher; Anforderungen an das Lager unter Sicherheitsaspekten“ ist die Kommission
Reinhaltung der Luft im VDI und DIN.
Die Richtlinie ist ab September als Entwurf
zum Preis von 70,10 EUR beim Beuth Verlag in Berlin in deutsch/englischer Fassung erhältlich.
Unter der Telefonnummer +49 (0) 30 26 01-22 60 ist der Verlag in Berlin erreichbar.
Weitere Informationen und Onlinebestellungen sind unter
www.vdi.de/richtlinien möglich. Die Einspruchsfrist endet am 31.12.2012.