Erst am 04.Septmber dieses Jahres ist das Sonderprogramm des hessischen Umweltministeriums in Höhe von 1 Millionen Euro für den Austausch von Heizungsumwälzpumpen in Kraft getreten und bis zum 07.09.2012 sind bereits 1.000 Anträge für "Stromsparende Umwälzpumpen" eingegangen.
Die Hessische Landesregierung fördert in den Jahren 2012 und 2013 den Ersatz von 10.000 Heizungsumwälz- und Trinkwasserzirkulationspumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern durch stromeffiziente Geräte. Dafür stellt das Umweltministerium 1 Millionen Euro bereit. „Mit 100 Euro pro Pumpe helfen wir den Bürgerinnen und Bürgern beim Stromsparen und steigern gleichzeitig die Effizienz der Heizungsanlage“, sagte Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich heute in Wiesbaden. Ab dem 4. September können Hausbesitzer die Förderung beantragen. „Der Antrag kann formlos per Fax, E-Mail oder Telefon an die Hessische Energiesparaktion gestellt werden“, so Puttrich.
Umwälzpumpen in der Heizungsanlage sorgen für die Wasserzirkulation durch Rohre in unsere Heizkörper und Wasserhähne. Alte Pumpen laufen in der Heizperiode 24 Stunden am Tag. Mehr als 5.000 Betriebsstunden kommen so im Jahr zusammen. Für ein normales Einfamilienhaus reicht eine Pumpe mit 3 bis 20 Watt elektrischer Pumpenleistung. Viele Heizungsanlagen sind aber noch mit Pumpen mit einer Leistung von 60 bis 130 Watt ausgestattet. „Die alten Pumpen vergeuden teuren Strom und erzeugen einen unnötig hohen Druck in den Rohrleitungen. Strömungsgeräusche und pfeifende Ventile sind die Folge“, ergänzte Werner Eicke-Hennig, Leiter der „Hessischen Energiesparaktion“. Die Einsparung durch den Einbau einer neuen Stromsparpumpe liegt pro Einfamilienhaus bei 300 bis 400 kWh im Jahr. „Das sind 1.600 Euro über die fünfzehnjährige Lebensdauer“, so Eicke-Hennig.
„Durch die Installation stromeffizienter Umwälzpumpen können erhebliche Stromeinsparpotenziale genutzt werden. In einem Einfamilienhaus lässt sich beispielsweise der Stromverbrauch auf diese Weise um 10 bis 20 Prozent reduzieren“, sagte Puttrich. Über 1 Million zu große Heizungspumpen arbeiten in hessischen Heizungskellern. Diese Stromgroßverbraucher können durch moderne Stromsparpumpen ersetzt werden. Die Stromeinsparung beträgt bis zu 90 Prozent. Die Umrüstkosten machen sich in 4 bis 6 Jahren wieder bezahlt. „Moderne Pumpen haben noch einen Nutzen: Sie können auch das lästige Pfeifen an den Thermostatventilen beseitigen, da sie nachts weniger Druck im Rohrnetz aufbauen“, so die Ministerin
„Je Gebäude kann die Installation von bis zu 2 Umwälzpumpen gefördert werden“, sagte Puttrich. Gefördert wird ausschließlich der Einbau von hocheffizienten Heizungsumwälz- und Trinkwasserzirkulationspumpen. Als besonders effiziente Umwälzpumpen gelten Pumpen, die die Bedingungen des freiwilligen Energielabels der Klasse A der Pumpenhersteller erfüllen. Eine Liste besonders effizienter Pumpen ist unter www.bafa.de (Energie/Erneuerbare Energien/Wärmepumpen) veröffentlicht. Es wird daher nur der Einbau von neuen Pumpen gefördert, die in dieser Liste aufgeführt sind. Die Installation der hocheffizienten Pumpe muss durch einen Fachbetrieb des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks erfolgen. Das Sonderprogramm „10.000 hocheffiziente Heizungsumwälzpumpen“ ist am 4. September 2012 in Kraft getreten. Es endet, wenn die bereitgestellten Fördermittel ausgeschöpft sind, spätestens aber mit Ablauf des 31.12.2013.Weitere Informationen zum Förderprogramm gibt es auf der Seite www.energieland.hessen.de oder auf der Internetseite der Hessischen Energiesparaktion unter www.energiesparaktion.de.
Schon über 1.000 Anträge für "Stromsparende Umwälzpumpen" eingegangen
Das neue Förderprogramm des Umweltministeriums für den Austausch von Heizungsumwälzpumpen ist gut gestartet. Seit Anfang der Woche haben sich bereits über 1.000 Bürger zur Förderung angemeldet. „Das Förderprogramm hat in den ersten Tagen einen rasanten Start hingelegt. Wir sind froh über das positive Feedback der Bürgerinnen und Bürger“, so Umweltministerin Lucia Puttrich heute in Wiesbaden.