Als Teil einer Systemoptimierung ist der hydraulische Abgleich eine einfache und kostengünstig durchführbare Maßnahme zur Minimierung des Energieaufwands in Heizungsanlagen. Ein Satz mit viel Inhalt. Denn damit diese Maßnahme in Millionen von Bestandsgebäuden auch endlich durchgeführt wird, bedarf es an „Wissen“ und „Werkzeugen“.
Informationen, Interviews, Berichte und Fachbeiträge rund um die Wärmeerzeugung und -verteilung. Heizen mit konventionellen und alternativen Energieträgern. Über all diese Themen informiert das neue HeizungsJournal.
In einem zweiteiligen
Fachbeitrag wird Bernd Scheithauer –
Webmaster der Internetseite www.
hydraulischer-abgleich.de – versuchen,
diese viel diskutierte Maßnahme
einmal von zwei anderen Seiten zu
beleuchten.
Immer wieder das gleiche Thema: Wie
kann man als Fachmann schnell und einfach
die Voreinstellwerte der Heizkörperthermostatventile
ermitteln? Eigentlich
weiß man hier ja, worum und wie es geht,
aber das Tagesgeschäft ruft und die Aufgabe
„Berechnung und Dokumentation
des hydraulischen Abgleichs“ muss gelöst
werden. Und das schnell, einfach und
fachmännisch richtig. Wichtig hierbei – gerade
unter dem Aspekt, dass sich das Thema
im wahrsten Sinne des Wortes auch
„rechnen“ muss –, das Verhältnis von Aufwand
zu Nutzen muss stimmen.
Das Motto darf ab sofort also nicht
mehr lauten: Hydraulischer Abgleich „Ja“
oder „Nein“, sondern „einfach und
schnell“ oder „aufwändiger und besser“.
Und damit kommt sofort das Merkmal der „Qualität“ beziehungsweise kommen die
unterschiedlichen Qualitätsstufen des hydraulischen
Abgleichs ins Spiel. Ein Aspekt,
der bei dieser Maßnahme nur selten ernsthaft
beleuchtet wird.
Als Faustregel gilt:
- Je höher der Aufwand, umso besser das Ergebnis und die erzielte Energieeinsparung.
Von der einfachen Voreinstellung am
Heizkörperventil auf der Basis praxisgerechter
Annahmen beziehungsweise Vorgaben
bis hin zur exakten (Raum)Heizlast- und
Rohrnetzberechnung inklusive Systemoptimierung
bietet die Anlagenhydraulik
ein breites Spektrum zur effizienteren
Nutzung thermischer Energie.
Aber: Welcher Weg ist nun der Richtige –
oder: Gibt es den richtigen Weg überhaupt?
Jeder muss individuell herausfinden,
welche Ziele er hat, wie hoch der Anspruch
ist und wie viel Zeit er investieren
möchte. Schlussendlich wird es aber immer
auf ein anzustrebendes Kosten-Nutzen-Verhältnis hinauslaufen, hinter dem sich
die Motive „einfach und schnell“ oder
„aufwändiger und besser“ verbergen.
Mehr dazu lesen Sie im neuen HeizungsJournal (Heft 9, September 2012).
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