Der Bundesverband der Dt. Industrie (BDI) fordert schnellstmöglich ein schlüssiges politisches Gesamtkonzept zur energetischen Gebäudesanierung. Nur so seien die Ziele der Energiewende erreichbar. 40 Prozent des Energieverbrauchs fallen für den Betrieb von Gebäuden an, dabei ständen die technologischen Lösungen bereit.
Holger Lösch - Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim BDI. Bild: BDI
"Wir benötigen schnellstmöglich ein schlüssiges politisches Gesamtkonzept zur flächendeckenden energetischen Sanierung der Gebäude in Deutschland. Sonst sind die Ziele der Energiewende nicht erreichbar." Das sagte Holger Lösch, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, anlässlich einer BDI-Konferenz zur Energieeffizienz bei Gebäuden am 14.09.2012 in Berlin.
"Nur mit einem konsistenten und attraktiven Instrumentenmix wird es gelingen, die enormen Potenziale im Gebäudesektor zu heben", so Lösch. Derzeit entfallen über 40 Prozent der Energieverbräuche in Deutschland und der EU auf den Betrieb von Gebäuden. Lösch weiter: "Die technologischen Lösungen deutscher Unternehmen stehen längst bereit, um den Gebäudebestand bis zum Jahr 2050 nahezu klimaneutral zu gestalten."
Als besonders ärgerlich bezeichnete Lösch das bisherige Fehlen einer verlässlichen Investitionskulisse für Gebäudeeigentümer in Deutschland. "Die Diskussionen der vergangenen Monate etwa um die KfW-Förderung, die Novellierung der Energieeinsparverordnung oder die Schaffung einer steuerlichen Förderung verunsichern Investoren und schaden damit den ambitionierten Einsparzielen", so Lösch.