Der Euro-Krise zum Trotz: Der Haustechnik-Branche geht es gut, die meisten Betriebe haben volle Auftragsbücher und werden in diesem Jahr gute Gewinne machen. Genau der richtige Zeitpunkt, um über Investitionen nachzudenken, sich fit zu machen für die nächste Flaute. Betriebe, die noch keine eigene Homepage haben oder ihren ersten Versuch verbessern wollen, sollten spätestens jetzt über ihre Visitenkarte im Netz nachdenken. Wer bereits im World Wide Web präsent ist, sollte über einfache Webshops und die Einbindung von GooglePlaces nachdenken oder sogar soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter integrieren. Die Möglichkeiten der Online-Präsentation scheinen grenzenlos: Kunden binden und werben, Geschäftskontakte pflegen, Nachwuchs-Fachkräfte auf den eigenen Betrieb aufmerksam machen.
Fünf Tipps für eine gute Homepage
1. Klar und übersichtlich sollte eine Homepage sein: Einfache Formen und dezente Farben mit einer gut lesbaren Schrift. Verspielte Grafiken und versteckte Hinweise lenken nur ab, Ihr Betrieb steht im Mittelpunkt. Unbedingt nötig: Name, Adresse, Telefonnummer und Geschäftszeiten für die Erreichbarkeit. Bieten Sie die Rubrik „Aktuelles“ nur an, wenn Sie mindestens einmal im Monat von einer Baustelle berichten oder ein Kundenlob einbinden wollen. Der Zeitaufwand für die Pflege: etwa 2 Stunden pro Aktualisierung.
2. Alleinstellungsmerkmal betonen – Was können meine Mitarbeiter und ich besonders gut, worauf haben wir uns spezialisiert, welche Tätigkeiten üben wir besonders häufig aus? Das sollte in der Rubrik „Über uns“ stehen. Wichtig: Eine kurze Darstellung der Qualifikationen und mögliche Referenzen beschreiben ihren Betrieb besser als eine seitenlange Historie. Der Hinweis „Familienbetrieb“ vermittelt zudem Vertrauen und Verlässlichkeit.
3. Fotos sind das Salz in der Suppe – Hingucker sorgen für Aufmerksamkeit und Wiedererkennung bei Kunden und Geschäftspartnern. Fotos von aktuellen Baustellen und
Referenzprojekten machen mehr Eindruck als viele Worte. Wichtig: eigene Fotos verwenden, Urheberrechte für Fremdmaterial sind meist kostenpflichtig. Und: für Portraitfotos besser einen Fotografen engagieren – sie wollen doch nicht mit einem „Verbrecherfoto“ für sich werben!
4. Einfach gut - Homepage von der Stange – Die meisten Telekommunikationsanbieter bieten mittlerweile Baukästen an, mit denen auch interessierte Laien eine professionelle Firmen-Homepage mit wenig Aufwand selbst erstellen können und zwar zum Paketpreis. Beispiele sind 1&1 sowie Telekom. Zudem gibt es sogenannte Internet-Baukästen, mit deren Hilfe man unabhängig vom Telefonanbieter eine Firmen-Homepage erstellen kann. Kosten: zwischen 5 € und 50 € im Monat.
5. Die Kunst des Weglassens - Weg mit Ballast. Rubriken, die nicht gepflegt werden, sind schädlich, erwecken schnell den Eindruck der Überforderung. Schaffen Sie es nicht, Mitarbeiterinfos im Netz zu pflegen, konzentrieren Sie sich auf den Chef, die Chefin, den Geschäftsführer oder die Geschäftsführerin. Heben Sie seine oder ihre Leistungen und Qualifizierungen hervor, als Beispiel für ihren Betrieb. Gibt es über Monate hinweg nichts „Aktuelles“, löschen sie die Rubrik, lieber. Sie können sie jederzeit wieder einbinden.
Mit wenig Aufwand Homepage aufpeppen
Alle Nutzungsstudien über das Internet kommen zu dem Schluss: Wenn es um eine vertrauenswürdige Handwerkerleistung geht, stehen lokale Betriebe ganz oben auf der Wunschliste. Und wer im Netz nicht gefunden wird, den gibt es auch nicht! Darum macht es Sinn, über den kostenlosen Unternehmens-Service von Google-Places nachzudenken, ein online-Branchenbuch von Google. Wie’s geht verrät Google mit einer Anleitung im Netz.
In der Google-Suchanzeige erscheinen dann, ihre Informationen über ihren Betrieb: Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Fotos und spezielle Angebote.
Ein Link ist die Ausgangstür ihrer Homepage
Wer andere Internet-Angebote auf seiner Homepage einbinden, also verlinken will, sollte sparsam sein. Erstens ist ein Link die Ausgangstür ihrer Homepage. Und ob der Nutzer den Weg zurück auf ihre Homepage findet, ist sein Geheimnis. Leichter wird’s, wenn der Link auch gleich ein eigenes Fenster aufruft. Zweitens sollten sie nur die Seiten „verlinken“, die für die Darstellung ihrer Arbeit wirklich wichtig sind.
Sogar gefährlich ist hingegen die Einbindung des sogenannten „Gefällt mir“-Buttons von Facebook. Bei diesem Button, kann ein Besucher ihre Homepage allen Facebook-Mitgliedern empfehlen. Klingt gut, hat aber einen Haken. Mit dem Button auf der eigenen Homepage stellt Facebook eine Verbindung zum eigenen Rechenzentrum her und speichert dort personenbezogene Daten der Besucher ihrer Homepage. Ob das datenschutzrechtlich zulässig ist, ist höchstrichterlich noch nicht entschieden.
Wer den „Gefällt mir“-Button dennoch einbinden will, sollte die kostenlose Muster-Datenschutzerklärung in sein Impressum kopieren.
Soziales Netzwerk für Experten
Ungefährlich und sogar ratsam ist dagegen die Nutzung und die Einbindung des Internet-Portals www.haustechnikdialog.de. Denn auch dort gibt es ein „soziales Netzwerk“, ohne die Nachteile der Datensammelwut a la Facebook. Ob Fachkräftesuche, Techniktipps oder Branchennews: das Portal „HaustechnikDialog“ bietet alles, was der Profi zum Thema „Haustechnik“ wissen muss. Die News lassen sich zum Beispiel einfach in ihre Homepage einbinden und signalisieren ihren Besuchern Aktualität.
Vom Handwerker-Stammtisch zum Internet-forum
Profis lernen voneinander, B2B-Kontakte nennen das die Marketing-Strategen etwas großspurig. Dahinter steckt nichts anderes, als dass sich Handwerker untereinander austauschen und zwar mehr oder weniger regelmäßig. Schwierig ist dies am alt ehrwürdigen Stammtisch, schließlich will man die eigenen Schwächen nicht gerade dem größten lokalen Konkurrenten auf die Nase binden. Einfacher und etwas anonymer gelingt der Austausch in Internet-Foren. Vorteil: die weltweite Vernetzung aller deutschsprachigen Experten! Unerreicht ist dabei das Forum des HaustechnikDialogs mit rund 1,8 Millionen Einträgen. Bei einer derart großen Beteiligung kommen echte Experten und Branchenkenner zu Wort, die große Zahl der Nutzer entlarvt Geschwätz ebenso wie offenkundig Falsches. Zum Forum »
Ein Blick auf die Themen des Forums zeigt, hier kommen unterschiedlichste Aspekte des Bereichs Haustechnik zur Sprache: Heizung, Sanitär, Brennwert, Regen- und Grauwassernutzung, betriebswirtschaftliche Fragen oder auch Solar- und Bioenergie – ähnlich, wie beim Stammtisch, nur wesentlich fundierter.
Und so geht’s im Haustechnikforum
Lesen darf jeder, ein Klick auf das Forum der Wahl und schon kann jeder internet-Nutzer die ganze Bandbreite des Haustechnik-Wissens verfolgen. Sich an der Diskussion aktiv beteiligen ist sehr einfach.
Einen Spitznamen, mit dem Sie im Forum angesprochen werden wollen, können sie sich frei wählen, dann die eigene E-Mail-Adresse eintragen, und los geht’s. Zuspruch, Widerspruch oder Fragen stellen – alles ist möglich, solange sie die sogenannten „Netiquette“ beachten, also die allgemeinen guten Umgangsregeln einhalten. Dazu gehört auch, Widerspruch auszuhalten und persönlichen Streit gar nicht erst zu beginnen. Wer mehr als 20 Beiträge schreibt, muss sich registrieren und weitere Details zu seiner Person und Profession angeben.
Neben dem öffentlichen Forum gibt es auch zum Beispiel das Meisterforum. Hier kann man sich als Meister und Betriebsinhaber unter Seinesgleichen austauschen, eine entsprechende Registrierung vorausgesetzt. Damit wird der alte Stammtisch effektiv umgesetzt und Erfahrungsaustausch und Hilfe untereinander bestens organisiert.