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News vom 12.11.2012

Erfolgsfaktoren in der energetischen Gebäudesanierung
Optimale Abstimmung zwischen Bauphysik und innovativer Anlagentechnik

Bei dem folgenden Fachartikel handelt es sich um einen Beitrag, der im Rahmen des 34. Internationalen Uponor Kongresses vorgestellt wurde. Die Veranstaltung vom 18. bis 23. März 2012 stand unter dem Motto „Energetische Sanierung 3.0“. Rund 200 Teilnehmer aus Ingenieur- und Architekturbüros, Anlagenbaubetrieben sowie Vertretern der Wohnungswirtschaft diskutierten im österreichischen St. Christoph am Arlberg die Zukunft der energetischen Gebäudesanierung im Spannungsfeld zwischen politischen und ökologischen Rahmenbedingungen sowie wirtschaftlichen Aspekten.

Informationen, Interviews, Berichte und Fachbeiträge rund um die Wärmeerzeugung und -verteilung. Heizen mit konventionellen und alternativen Energieträgern. Über all diese Themen informiert das neue HeizungsJournal.
Informationen, Interviews, Berichte und Fachbeiträge rund um die Wärmeerzeugung und -verteilung. Heizen mit konventionellen und alternativen Energieträgern. Über all diese Themen informiert das neue HeizungsJournal.
Die Planung anspruchsvoller Sanierungskonzepte steht im Spannungsfeld politischer Rahmenbedingungen, steigender Energiekosten und der Verknappung der Primärenergieträger sowie der Forderung nach einem hohen Nutzungskomfort. Gleichzeitig soll das Sanierungsprojekt auch wirtschaftlich nachhaltig sein. Die Informationsflut, eine breite Auswahl an Sanierungskonzepten und verfügbaren gebäudetechnischen Lösungen sowie persönliche Präferenzen der Projektbeteiligten und vielfältige Erwartungen an das spezielle Projekt machen es zudem schwierig, eine Entscheidung für eine optimale Kombination zu finden.

Dieser Artikel stellt in diesem komplexen Kontext zunächst einige möglichst objektive Eckdaten zusammen und versucht darauf basierend, Grundsätze zur Auswahl von Sanierungsvarianten zu entwickeln. Die Auswahl soll dabei einerseits den energiewirtschaftlichen Grundforderungen Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit folgen. Andererseits sind im Kontext nachhaltigen Bauens in diesem Zusammenhang auch die Aspekte Behaglichkeit und Ressourcenschonung zu berücksichtigen [DGNB 2012]. Eine gemeinsame Bewertung von Gebäude beziehungsweise Bauphysik und Anlagentechnik gelingt mit einer gemeinsamen Darstellung von Komfort (Nutzer), Nutzenergiebedarf (Gebäudestandard) und Primärenergiebedarf (Anlageneffizienz) getrennt für den Heiz- und Kühlfall [Kalz 2010].

Motivation: EnEV 2009
Die Europäische Gemeinschaft fordert in der Richtlinie 2010 / 31 / EU vom 19. Mai 2010 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden EPBD 2010, „den Energieverbrauch in der Union bis 2020 um 20 Prozent zu senken“ und fordert in Artikel 9 konkret, dass „die Mitgliedstaaten gewährleisten, dass bis 31. Dezember 2020 alle neuen Gebäude Niedrigstenergiegebäude sind.“ Als nationale Umsetzung der EPBD fordert das Energieeinsparungsgesetz (aktuelle Fassung: EnEG 2009) einen energiesparenden Wärmeschutz bei zu errichtenden Gebäuden, eine energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden und einen energiesparenden Betrieb von Anlagen, definiert Anforderungen an bestehende Gebäude und führt den Energieausweis ein. Die Energieeinsparverordnung EnEV regelt die praktische Umsetzung dieser politischen Forderung.

Die EnEV löste mit Inkrafttreten die Wärmeschutzverordnung (WSchV) und die Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) ab und fasste sie zusammen. In den beiden Fassungen EnEV 2002 und EnEV 2004 wurde zunächst nur der Primärenergiebedarf für die Heizung begrenzt. Mit Inkrafttreten der EnEV 2007 wurde die primärenergetische Gesamtbilanzierung für Heizung, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung eingeführt. Gleichzeitig wurde das so genannte Referenzgebäudeverfahren eingeführt, um die komplexen Anforderungen aus der Gesamtbilanzierung bewerten zu können. Als Rechenverfahren ist seitdem die DIN V 18599 (aktuelle Fassung vom Dezember 2011) für Wohn- und Nichtwohngebäude und als alter natives Rechenverfahren für Wohngebäude auch die DIN V 4108-6 in Verbindung mit der DIN V 4701- 10 in der Fassung vom Juni bzw. August 2003 vereinbart. Die EnEV 2009 hat die Anforderungen an Gebäude und Anlagentechnik verschärft. Die nächste Fassung EnEV 2012 ist bereits angekündigt und wird der Forderung nach einer weiteren Reduzierung des Energiebedarfs für den Gebäudebetrieb entsprechen.

Mehr dazu lesen Sie im neuen HeizungsJournal (Heft 11, November 2012).

Weitere Beiträge im neuen Heft:

  • Heizöl setzt auf Innovationen – Potenziale bei Brennwerttechnik, Wärmepumpen und Kraft-Wärme-Kopplung
  • Lüftung stärker in Neubau und Sanierung integrieren – 4. Forum Wohnungslüftung fordert Regelung in EnEV 2013
  • Dipl.-Ing. Joachim Plate: „Wissen rund um die Flächentemperierung – Flächenheizung und Flächenkühlung in der Sanierung“
  • TRF 2012 – Übersichtlich handhabbares Regelwerk für Flüssiggasanlagen
  • Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) Andreas Schneider: „Frequently Asked Questions – Fragen und Antworten zur kontrollierten Wohnraumlüftung“
  • Dünnschichtige Warmwasser-Fußbodenheizungen für die Altbausanierung
  • Smarte Prozesse im Handwerk – Kaufmännisch-organisatorische Software für SHK-Fachbetriebe

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