Vaillant Wärmebarometer: Großer Europavergleich in sieben Ländern / In keinem Land wird mehr gegen die Kälte gekuschelt als in Deutschland / Russen haben es zu Hause gerne am wärmsten, Franzosen und Niederländer am kältesten.
Mehr Männer als Frauen brauchen das Badezimmer mollig-warm.
Die unterschiedlöichen Vorlioeben bei der Raumtemperatur unterscheiden sich deutlich: In Russland hat man es vergleichsweise am wärmsten, gefolgt von Österreich und Deutschland. Dabei ist es in russischen Kinderzimmern mehr al fünf Grad wärmer als in niederländischen. Die kühlsten Räume findet man in den Niederlanden oder in Frankreich. Grafiken: Vaillant
Wenn die Temperaturen sinken, kuschelt fast
die Hälfte der Deutschen am liebsten mit ihrem Partner, um sich warm zu halten.
Damit liegen sie im europäischen Vergleich an der Spitze. Das ist ein Ergebnis
des ersten Vaillant Wärmebarometers, einer repräsentativen Studie, die der Heiztechnikspezialist
in Zusammenarbeit mit TNS Infratest durchgeführt hat.
Eiszeit in deutschen und niederländischen Schlafzimmern
Die Franzosen mögen es gerne kühl, die Russen lieber warm: Die Wohlfühltemperaturen
unterscheiden sich von Land zu Land. Für rund 74 Prozent der Franzosen
liegt die ideale Raumtemperatur bei unter 20 Grad, selbst im Wohnzimmer. Die
Russen hingegen mögen es im Schnitt in allen Zimmern am wärmsten. Im Wohnzimmer
liegt ihre Wohlfühltemperatur bei knapp 22 Grad. Die Deutschen liegen im
Ländervergleich meist in der Mitte, nur zum Schlafen bevorzugen sie deutlich
niedrigere Temperaturen als andere Länder: Mehr als die Hälfte der Befragten
hierzulande gibt an, das Schlafzimmer nicht zu heizen. Nur in den Niederlanden
bleiben noch mehr Schlafräume kalt.
Russische Heizungen im Dauereinsatz
Die Russen mögen es nicht nur am wärmsten, sie heizen auch am längsten, nämlich
von Oktober bis einschließlich April. Deutsche und Österreicher drehen die
Heizung ebenfalls bereits Mitte Oktober auf, Briten, Franzosen, Niederländer und
Italiener warten damit bis November. Im März endet für alle Nationen die Heizsaison
– mit Ausnahme der Russen.
Die Menschen in den einzelnen Ländern setzen auf unterschiedliche Maßnahmen,
um der Kälte zu trotzen. 71 Prozent der Deutschen schwören etwa aufs Einkuscheln
in eine Decke, gefolgt von den Österreichern mit 57 Prozent. Für 70 Prozent
der Deutschen gehört dazu außerdem ein heißes Getränk ebenso wie für die
Russen. Um sich in der Wohnung warm zu halten, schwören Briten, Russen und
Franzosen in erster Linie auf wärmere Kleidung. Für die anderen Nationen ist das
Einschalten und Hochdrehen der Heizung das wichtigste Mittel gegen Kälte.
Im Land der Warmduscher und Samstagsbader
Während es die Franzosen in den Räumen gerne frisch haben, mögen sie in der
Dusche die hohen Temperaturen: Mit 97,5 Prozent ist hier der Anteil der Heiß- und
Warmduscher am höchsten. Auch die Italiener mögen es unter der Dusche sehr
gerne heiß (49,8 Prozent) oder mindestens warm (44,9 Prozent). In Deutschland
dagegen ist der Anteil der Warmduscher (76,8 Prozent) gegenüber den Heiß-
(15,5 Prozent), Wechsel- (7 Prozent) bzw. Kaltduschern (0,3 Prozent) am höchsten.
Die Russen duschen im europäischen Vergleich am längsten: Der Anteil derer,
die länger als 15 Minuten duscht, liegt hier bei 24 Prozent, in Deutschland bei
nur 3,6 Prozent.
Was die Badegewohnheiten angeht, haben die Deutschen mit Österreichern und
Russen etwas gemein: In den drei Ländern ist Samstag der beliebteste Badetag.
Die Befragten in den anderen Ländern lassen sich am liebsten sonntags ihr Badewasser
ein.
Einsame Stoßlüfter in Deutschland und Österreich
Beim Thema Heizkostensparen zeigen sich die sieben europäischen Länder sehr
uneins. Vor allem die Russen gehen hier andere Wege als die übrigen Nationen:
Sie setzen auf Modernisierungsmaßnahmen wie die Verbesserung der Wärme dämmung (60,2 Prozent), Erneuerung der Fenster (53,1 Prozent) und Wartung der
Heizung (20,7 Prozent). Die Deutschen halten das Vermeidung von Dauerlüften
(61,8 Prozent) für das effizienteste Mittel. Damit stehen sie europaweit zusammen
mit den Österreichern (61,1 Prozent) recht einsam da.
Männer heizen länger als Frauen
Die Vorlieben beim Heizen, Baden und Duschen unterscheiden sich nicht nur
nach Ländern, sondern auch nach Geschlechtern. So duschen deutsche Männer
beispielsweise gerne im Warmen: Im Badezimmer wollen es deutlich mehr Männer
(33 Prozent) zwischen 22 und 24 Grad warm haben als Frauen (28 Prozent).
Außerdem interessant: Der Anteil der Männer, die im Mai noch heizen, ist etwa
sieben Prozentpunkte höher als der bei den Frauen. Im Juni sind es immerhin
noch rund drei Prozentpunkte.
Studienergebnisse für die SHK-Branche - Deutsche wollen beim Heizen künftig auf Sonnenenergie setzen
Mehr als die Häfte der Deutschen plant künftig
auf Solarthermie zu setzen. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland damit
auf dem zweiten Platz, nur in Italien ist der Anteil derjenigen, die künftig mit der
Kraft der Sonne heizen wollen, noch höher. Ebenfalls beliebt als künftige Energiequelle
ist die Wärme aus Luft, Erde oder Grundwasser. Das ist eines der Ergebnisse
des ersten Vaillant Wärmebarometers, einer repräsentativen Studie, die der
Heiztechnikspezialist in Zusammenarbeit mit TNS Infratest durchgeführt hat.
Thema Energiesparen: Deutsche schalten ab
Was die Maßnahmen zum Energiesparen betrifft, besteht international zumindest
Einigkeit: In allen Ländern versuchen die meisten Befragten, den Stand-by-Betrieb
von Elektrogeräten zu vermeiden. Auf Platz zwei folgt in Deutschland der Kauf von
regionalen Produkten (rund 36 Prozent). Etwa 31 Prozent würden sich hierzulande
ein sparsameres Auto zulegen, um den persönlichen Energieverbrauch zu reduzieren.
Nur 17,5 Prozent der Deutschen spielen dagegen mit dem Gedanken, sich
zu diesem Zweck eine effizientere Heizung einbauen zu lassen. Nur in den Niederlanden
und Österreich ist diese Maßnahme noch unbeliebter. Dies überrascht,
denn grundsätzlich scheinen die Deutschen nicht an moderner Heiztechnik zu
zweifeln: In keinem anderen Land ist der Anteil derjenigen, die glauben, dass eine neue Heizungsanlage langfristig Ersparnisse bringt, so hoch wie hierzulande (rund
42 Prozent).
Wohl überlegt: Investitionen in neue Heizsysteme
Auffällig ist außerdem, dass europaweit angesichts der Technologievielfalt eine
große Unsicherheit darüber besteht, welches Heizsystem das richtige ist. So wollen
jeweils mehr als die Hälfte der Befragten in Frankreich, Russland und dem
Vereinigten Königreich vor dem Kauf einer neuen Heizung die technischen Entwicklungen
der nächsten Zeit abwarten. In Italien ist dieser Anteil mit rund 58 Prozent
am höchsten. Zwar wohnen in Deutschland am wenigsten Menschen, die bei
der Entscheidung für eine neue Heizung derartig zögern, doch auch hierzulande
trifft dies noch auf rund 42 Prozent der Befragten zu.
Heizkosten senken: Vielfältige Maßnahmen
Um den Betrag auf ihrer nächsten Heizkostenabrechnung zu senken, greifen die
Deutschen zu vielfältigen Maßnahmen. Dabei erfeut sich das Vermeiden von
Dauerlüften größter Beliebtheit, rund 62 Prozent der Menschen hierzulande halten
dies für besonders wirksam. Ebenfalls weit verbreitet ist es, die Heizung möglichst
spät im Jahr anzustellen (58,3 Prozent). Knapp die Hälfte der Deutschen schwört
außerdem darauf, die Heizung so zu programmieren, dass sie nachts nicht heizt.
Immerhin noch mehr als ein Viertel der Befragten gibt an, bestimmte Räume nicht
mehr zu heizen und auf ihre Nutzung zu verzichten, um die Heizkosten im Rahmen
zu halten.
Über das Vaillant Wärmebarometer
Wo wohnen die meisten Warmduscher? Bei welchen Raumtemperaturen fühlen sich Deutsche, Russen oder Franzosen am wohlsten? Und was sind die beliebtesten Maßnahmen gegen Kälte? Für das Wärmebarometer 2012 hat Vaillant in Zusammenarbeit mit TNS Infratest fast 8.000 Menschen in sieben europäischen Ländern befragt. In Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Russland haben die Befragten online zu ihren Gewohnheiten rund um die Themen Heizen, Warmwasser und Energiesparen Auskunft gegeben.
Weitere Informationen zum Vaillant Wärmebarometer finden
Sie unter
www.waermebarometer.de.