Landesenergieagentur KEA stellt bisherige Bilanz vor: 3.400 Vorhaben umgesetzt. 76 Millionen Euro Förderung lösten 500 Millionen Euro Investitionen aus. 200.000 Tonnen CO2 jährlich vermieden. Förderung geht auch künftig weiter.
Landesenergieagentur KEA stellt bisherige Bilanz vor: 3.400
Vorhaben umgesetzt. 76 Millionen Euro Förderung lösten 500 Millionen Euro Investitionen aus. 200.000 Tonnen CO2 jährlich vermieden.
Das Umweltministerium Baden-Württemberg fördert mit dem Programm „Klimaschutz-
Plus“ Klimaschutzmaßnahmen an kommunalen, betrieblichen,
kirchlichen und vereinseigenen Nichtwohngebäuden. Zum 10-jährigen Bestehen
hat die Landesenergieagentur KEA jetzt eine Auswertung vorgelegt. Insgesamt
wurden rund 3.400 Vorhaben mit 76 Millionen Euro gefördert. Die
Fördergelder lösten Folgeinvestitionen von einer halben Milliarde Euro aus.
Damit werden in Baden-Württemberg jährlich rund 200.000 Tonnen CO
2 vermieden.
Aktuell laufen verschiedene Programmteile und auch künftig wird das
Programm aufgelegt werden. Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-
Württemberg, die das Programm im Auftrag des Ministeriums umsetzt,
nimmt die Anträge entgegen.
„Der Erfolg zeigt, dass es bei einem Förderprogramm nicht nur auf eine gute
Konzeption ankommt, sondern vor allem auch auf eine verlässliche Förderung
über viele Jahre hinweg“, so Dr. Martin Sawillion von der KEA. „Die bewirkte
CO
2-Minderung ist mit 200.000 Tonnen pro Jahr bereits in der Gesamt-
Emissionsbilanz Baden-Württembergs wahrnehmbar.“ Die durch das Programm
ausgelöste halbe Milliarde an Investitionen komme zu großen Teilen
der regionalen Wirtschaft zugute. Die Ausgaben für fossile Importenergien
würden durch die Maßnahmen gesenkt.
Im dritten Quartal 2002 wurde das Förderprogramm „Klimaschutz-Plus“ erstmals
aufgelegt und seitdem jährlich verlängert. Das Besondere an diesem
Förderprogramm: Der Zuschuss für investive Maßnahmen bemisst sich in erster
Linie an der erzielten CO
2-Einsparung. Pro vermiedene Tonne erhalten die
Antragsteller 50 Euro, die maximale Fördersumme liegt bei 200.000 Euro.
Das Förderprogramm besteht aus drei Bausteinen. Der Kommunale Programmteil
spricht Kommunen, deren Mehrheitsgesellschaften, Gemeindeverbände
und selbständige rechtsfähige kommunale Stiftungen des öffentlichen
Rechts an. Im Allgemeinen Programmteil können kleine und mittlere Unternehmen,
kirchliche Einrichtungen sowie natürliche und juristische Personen
des öffentlichen und privaten Rechts bei der Landesenergieagentur KEA Anträge
stellen. Zeitweise steht ein dritter Programmbaustein speziell für Vereine
zur Verfügung. Alle drei Bausteine sind wiederum in drei Teile aufgeteilt: CO
2-
Minderungsprogramm, Beratungsprogramm und Modellvorhaben.
In den CO
2-Minderungsprogrammen sind Sanierungsmaßnahmen am Gebäude
(Wärmeschutz) oder an den technischen Anlagen sowie die Errichtung von
regenerativen Wärmeerzeugungsanlagen oder Blockheizkraftwerken (BHKW)
förderfähig. In den Beratungsprogrammen werden flankierende Maßnahmen
wie zum Beispiel Energiediagnosen von Gebäuden, Projekte in Schulen oder
die Teilnahme am European Energy Award® (eea) gefördert. In ausgewählten
Fällen werden zudem modellhafte Vorhaben unterstützt, die zwar technisch
ausgereift, aber noch mit Mehrkosten behaftet sind.