Innovatives Messprinzip für hohe Regelgenauigkeit auch bei niedrigen Volumenströmen / 2 bis 8 V Betriebsmodus gestattet vollständiges Schließen und Öffnen des Klappenblattes / Effizienzsignal für energetisch optimierten Betrieb der RLT-Anlage / Beleuchtetes Klartextdisplay erleichtert Kontrolle und Parametrierung vor Ort.
Der elektronische VKE1 Volumenstromregler in eckiger Ausführung zeichnet sich durch eine hohe Regelgenauigkeit, einen neuen 2-8 V Betriebsmodus sowie ein Effizienzsignal zur energetischen Optimierung der RLT-Anlage aus. Bild: Wildeboer Bauteile GmbH
Mit dem neuen elektronischen VKE1 Volumenstromregler in eckiger Ausführung rundet die Wildeboer Bauteile GmbH jetzt ihr Angebot im Bereich variabler Regler ab. Das komplett selbst entwickelte und ab sofort verfügbare Gerät zeichnet sich durch ein neuartiges Differenzdruck-Messverfahren aus, das auch bei niedrigen Luftvolumenströmen eine hohe Regelgenauigkeit zwischen +/-5 % und +/- 15 % bezogen auf den Soll-Volumenstrom erlaubt. Ferner ermöglicht ein neuer variabler Betriebsmodus für die Regelung im Bereich von 2 bis 8 V das zuverlässige, vollständige Schließen und Öffnen des Klappenblattes ohne zusätzliche Zwangssteuerung. Darüber hinaus stellt das Gerät ein Effizienzsignal zur energetischen Optimierung der Lüftungsanlage zur Verfügung und ist mit einem beleuchteten Klartextdisplay für die einfache Bedienung und Kontrolle vor Ort ausgestattet. Der eckige Volumenstromregler eignet sich für Volumenströme zwischen 130 und 13.800 m³/h und arbeitet in einem Regelbereich von 20 bis 1.000 Pa. Für die schnelle und einfache Installation bietet der Hersteller zudem eine werkseitige, kundenspezifische Vorparametrierung.
Seine hohe Regelgenauigkeit erreicht der elektronische Volumenstromregler durch den Einsatz einer hochsensiblen Differenzdruck-Messzelle. Diese wurde anstelle eines separaten Messkreuzes direkt in das zentrisch gelagerte Klappenblatt integriert, was einen großen freien Querschnitt im Kanalgehäuse ermöglicht. Der Druck wird auf beiden Seiten des Klappenblattes erfasst und so der Differenzdruck unter Berücksichtigung der statischen und dynamischen Anteile ermittelt. Die Messgenauigkeit ist somit weniger von der Luftgeschwindigkeit im Kanal abhängig, sondern vielmehr vom durch den Regler verursachten Druckverlust. Auf diese Weise können vor allem niedrige Volumenströme mit nur geringen Abweichungen vom Sollwert geregelt werden. Da die Messzelle zudem nicht nach dem Prinzip der Durchströmung funktioniert, ist der Regler auch deutlich unempfindlicher gegenüber Verunreinigungen in der Luft. Darüber hinaus verlaufen die Sensorleitungen geschützt im Klappenblatt und in der Stellachse, so dass keine außen geführten Kabel die Installation behindern können.
Neben den herkömmlichen Betriebsarten konstant, 4-Punkt und variabel mit 0 10V oder 2-10V, bietet der elektronische Regler für variable Volumenströme zudem den neuen Regelungsmodus 2 bis 8 V. Dieser ermöglicht neben der freien Einstellung des Soll-Volumenstroms innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte darüber hinaus auch das vollständige Schließen und Öffnen des Klappenblattes. So kann beispielsweise kurzzeitig ein maximaler Luftwechsel für einen Konferenzraum realisiert werden, ohne dass dafür eine separate Zwangssteuerung mit eigener Verkabelung gelegt werden muss. Hierzu werden in der Regelung für die Führungssignalstärken 0 bis 2 V (vollständig schließen) und 8 bis 10 V (vollständig öffnen) Einstellungen hinterlegt, die eine eindeutige Ansteuerung ermöglichen.
Den energetisch optimierten Betrieb der RLT-Anlage ermöglicht der Volumenstromregler darüber hinaus mit Hilfe des Effizienzsignals. Mit diesem können die aus der bedarfsgerechten Luftverteilung resultierenden Druckverluste für das gesamte Gebäude auf ein Minimum reduziert werden. Hierzu liefern alle Regler eine Aussage zum eigenen Drosselverhalten an die Gebäudeleittechnik. Diese kann daraufhin die Effizienzsignale vergleichen und daraus erkennen, ob die Ventilatorenleistung des RLT-Gerätes insgesamt reduziert werden kann. Dabei ermittelt jeder Regler den Ist-Volumenstrom sowie die aktuelle Klappenblattstellung und verknüpft diese mit seiner momentanen Drosselung zum Effizienzsignal.