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News vom 09.01.2002

Schallschutz bei der Sanitär-Installation


Hansgrohe-Seminar für Architekten, Ingenieure und Badplaner in Berlin

Bei jedem technischen Ausbau muß der Planer unter Termindruck eine Fülle an Detailfragen lösen. Da sind Erfahrungsaustausch und Weiterbildung wichtig, und so fand ein Schallschutz-Seminar großen Anklang, das der Schwarzwälder Brausen- und Armaturenhersteller Hansgrohe in Berlin speziell zur Sanitär-Installation durchführte.

Rund 30 Ingenieure, Architekten und Badplaner folgten an einem November-Wochenende den praxisnahen Tips des Schallschutz-Experten Christian Halbe von der Taubert und Ruhe GmbH, Halstenbek bei Hamburg. Dessen Credo klingt nur vordergründig einfach: "Denken Sie bereits bei der Planung an die Schallentwicklung." Christian Halbe bemängelt, daß Badezimmer immer wieder neben Schlafzimmern geplant werden. Das führt meist zum Verdruß der späteren Bewohner, falls nicht entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Einfache Abhilfe schaffen Pufferräume, und diese sollten nicht nur auf derselben Ebene eingeplant werden, sondern auch von einem Geschoß zum nächsten. Ein kritischer Punkt ist dabei die Rohrführung, besonders von Falleitungen. "Wo fließendes Wasser auftrifft, da regt es das Rohr zu Schallschwingungen an. Das sollte möglichst erst im Keller passieren." Wird das Rohr verzogen - vielleicht weil ein Bad über dem Schlafzimmer liegt -, dann befindet sich die Schallquelle mit dem auftreffenden Wasser unmittelbar in der Wohnung und stört die Mieter oder Eigentümer.

Eine weitere typische Problemzone sind Installationswände. Sind sie zu dünn, dann werden sie vom Schall leicht angeregt. Die DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau" schreibt deshalb eine Mindestmasse von 220 kg/m² für diesen sensiblen Bereich vor. Beim Ausbau bringt die Vorwandinstallation deutliche Vorteile gegenüber anderen gängigen Verfahren. "Geschlitzte Wände bedeuten immer einen Masseverlust. Außerdem ergeben sich dort Körperschallverbindungen. Solche Verbindungen zu vermeiden, ist das A und O beim Schallschutz."

Für eine optimale Vorwandinstallation sollten daher nur Schellen mit einer dicken Gummieinlage verwendet werden und Rohre sollten passende Dämmhülsen haben. Mit diesen Ansätzen erreicht man eine hohe Zufriedenheit des Kunden bei der Sanitärinstallation.

Hansgrohe steuert zum Schallschutz neben Armaturen der Geräuschklasse I vor allem die ibox bei. Dieses Unterputz-Grundset wurde bei der Sanitärmesse ISH 2001 in Frankfurt eingeführt. Das Produkt paßt zu allen Armaturen und Thermostaten der Marken Hansgrohe und Axor und ist mit Gummidichtungen an den konstruktiv relevanten Stellen ausgestattet. Die Einlagen machen die ibox wasserdicht und führen zu einer Schallentkoppelung der wasserführenden Teilen vom Mauerwerk. Auch dies ein wichtiger Beitrag zum ruhigen Wohnen und Arbeiten.
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