
Zu den Veröffentlichungen über Bosch und Buderus vom 07.01.2002 erklärt die Robert Bosch GmbH:
"Es liegt im strategischen Interesse der Bosch-Gruppe, das eigene Portfolio sinnvoll zu ergänzen. Wir streben eine weitere Verbesserung unserer regionalen und sektoralen Umsatzstruktur an. Die Thermotechnik ist aus unserer Sicht ein attraktives Geschäft, das wir weiter entwickeln wollen. Dabei denken wir auch über Akquisitionen nach. Vor diesem Hintergrund hat Bosch mit Buderus Gespräche geführt. Beide Seiten haben Vertraulichkeit vereinbart. Daher geben wir hierzu keine weitere Stellungnahme ab.
Festzuhalten bleibt jedoch, dass wir mit unserem Geschäftsbereich Thermotechnik schon jetzt im internationalen Maßstab über eine starke Marktposition verfügen. So sind wir bei Gas-Warmwasserthermen die Nummer Eins in Europa. Weltweit gehören wir zu den führenden drei Anbietern auf diesem Gebiet. Bei Gas-Heizthermen sind wir sowohl in Europa als auch auf dem Weltmarkt der zweitgrößte Anbieter.
Im Jahr 2000 erzielte der Geschäftsbereich Thermotechnik einen Umsatz von 925 Millionen Euro, davon gut drei Viertel außerhalb Deutschlands. Insgesamt beschäftigt er rund 6200 Mitarbeiter, davon etwa 4700 im Ausland. Auch dies verdeutlicht die internationale Ausrichtung des Geschäftsbereichs.
Bosch vertreibt Thermotechnik auf fünf Kontinenten in 185 Ländern. Wir stellen unsere Erzeugnisse an acht Standorten in sechs Ländern her. In unserer Markenpolitik agieren wir international und regional zugleich. Wir vertreiben unsere Produkte unter Marken, die in den jeweiligen Ländern einen hohen Bekanntheitsgrad aufweisen.
Seine starke Marktstellung verdankt der Geschäftsbereich Thermotechnik nicht zuletzt seiner Innovationskraft. Im Jahr 2000 wendete er rund 65 Millionen DM für Forschung und Entwicklung auf; etwa acht Prozent mehr als im Jahr zuvor. Frühzeitig haben wir auf den Trend zur Brennwerttechnik gesetzt. Schon vor 15 Jahren haben wir begonnen, die ersten Geräte zu entwickeln. Inzwischen bieten wir eine große Palette an Brennwert-Erzeugnissen. Damit kommen wir, nicht nur in Deutschland, dem Kundeninteresse an geringen Verbrauchs- und besonders niedrigen Emissionswerten entgegen."