Mit einem in mehrfacher Hinsicht „spannenden ISH-Verlauf“ rechnet die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS). So wird die Mitte März 2013 stattfindende internationale Leitmesse nach Meinung des Dachverbandes von Industrie, Fachgroßhandel und Fachhandwerk erste konkrete Hinweise auf die Tendenz der Badkonjunktur im laufenden Jahr liefern. Zwar seien die Chancen für eine Fortsetzung der seit der letzten Veranstaltung per saldo positiven Entwicklung in der Sache durchaus begründet, doch ließen sich z. B. die Auswirkungen des nach wie vor erheblichen Risikopotenzials an den Finanz- und Kapitalmärkten derzeit kaum einschätzen. Zudem dürfte das Frankfurter Forum, wie es in einem Vorbericht heißt, wichtige Branchensignale etwa auf den Feldern Innovation und Profi-Positionierung geben.
Intensität: Ein vielfältiges Informations- und Aktivitätenprogramm kündigt die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) zur „ISH 2013“ an. Dabei fungiere die etablierte, hier in der Entwurfsphase gezeigte „Waterlounge“ in Halle 3.1 wieder als Branchentreffpunkt und Dialogforum gleichermaßen. Sie widme sich anhand konkreter Beispiele in starkem Maße der Dienstleisterfunktion des Dachverbandes.
Bild: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Messe Frankfurt
Die VDS selbst komme mit einem umfangreichen Aktivitätenprogramm in die Mainmetropole und präsentiere sich dort erstmals an zwei Standorten. In Halle 3.1 biete die rund 200 qm große „Waterlounge“ u. a. den Repräsentanten aller drei Vertriebsstufen, Architekten, Planern, Ausstellern und Journalisten wieder eine etablierte Informations- und Dialogbühne. Sie widmet sich, erläutert Geschäftsführer Jens J. Wischmann, in starkem Maße der Dienstleisterfunktion des Verbandes für die Branche. Anhand praktischer Beispiele wolle man den Besuchern das breite Spektrum in den Sektoren Marktforschung (regelmäßige Studien), Marketing („Tag des Bades“, Fach- und Endverbraucherbroschüren, Internet etc.), Qualifizierung („Bad-Akademie“) sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit näher bringen.
In diesem Kontext feiere eine mit dem ZVSHK konzipierte Aufklärungsoffensive zu dem mit Blick auf den demografischen Wandel entscheidenden Kompetenzthema „Barrierefreie Bäder“ Premiere. Ziel sei es, die primär verbraucherorientierte, produkt- und firmenübergreifende Aktion im Rahmen eines mittelfristigen Stufenplanes zu einer festen Institution zu machen. Für die Branche gelte es, hier seriös und dauerhaft Flagge zu zeigen.
Einen anderen VDS-Schwerpunkt zur „ISH“ bilde die in Kooperation mit der Messegesellschaft realisierte und in einem separaten Forumsbereich der Halle 3.0 präsentierte Inszenierung „Pop up my Bathroom“. Bei der inzwischen dritten Auflage des Projektes ging es nach den Worten von Wischmann darum, individuelle Badbedürfnisse zu recherchieren und daraus generelle Tendenzen abzuleiten. Drei unterschiedliche Grundströmungen kristallisierten sich dabei heraus, die jedoch eines verbinde: die Notwendigkeit, dem Bad von morgen mehr Platz zuzubilligen.
„Busy Bathroom“ trage dem Wunsch nach Kommunikation im Bad Rechnung, bestätige aber dennoch, dass Intimität und Gemeinschaftserlebnis kein Widerspruch sein müssen. In dem Konzept „Bathroom Bubble“ avanciere das Bad wie eine abgeschottete Blase innerhalb eines durchlässigen Wohnkokons zu einer privaten Wohlfühlinsel für Entspannung und Kreativität. Schließlich stelle „Bathroom (R)Evolution“ den Menschen und sein Bedürfnis in den Fokus, die Umwelt mit intelligenter Technik nach seinen persönlichen Prioritäten zu formen. Insgesamt sollen die im Übrigen exklusiv fotografierten Denkanstöße zu Fantasie und Diskurs gleichermaßen anregen. Weitere Elemente der „visionären“ Initiative: eine „Trendmappe“, täglich wechselnde Vorträge während der Messe sowie der Internetauftritt
www.pop-up-my-bathroom.de inklusive Social Media-Plattform.
Ferner nutze die zu den „ISH“-Trägern gehörende Dachorganisation den aktuellen Anlass wieder zu einer intensiven Publikums-PR. Das gezielte Aktivitätenpaket decke alle relevanten Mediengruppen ab und beinhalte eine neue forsa-Verbraucherumfrage, vorgefertigte Redaktionsseiten, Hörfunkinterviews mit „Live-Charakter“ und eine systematische Pressearbeit. Und: Dank der Unterstützung der Markenproduzenten Burgbad, Dornbracht, Geberit, Grohe, Keuco und Kludi sowie des ZVSHK und der Messe Frankfurt sei es erstmals möglich, ein 16-seitiges Bad-Special am 11. März und damit einen Tag vor Messebeginn als Beilage in der überregionalen Tageszeitung „Die Welt“ zu publizieren. Davon erhoffe man sich zum einen eine positive bundesweite Aufmerksamkeit für die Branche und zum anderen eine „interne Mobilisierung“ für künftige Gemeinschaftsprojekte. Messe-Extras auf den VDS-Websites und die Veröffentlichung zeitnah erhobener Konjunktur- und Wirtschaftsdaten komplettieren die Tätigkeitsagenda, kündigt Wischmann an.