Das außergewöhnlich kalte und anhaltende Winterwetter schlägt sich im März weiter in einem relativ hohen Pelletpreis nieder. Ein Kilogramm Holzpellets kostet in Deutschland durchschnittlich 27,20 Cent, eine Kilowattstunde (kWh) Wärme aus Pellets 5,55 Cent. Wie der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) berichtet, liegt der Preis für eine Tonne aktuell bei 272,02 EUR, was 1 Prozent mehr ist als im Vormonat. Der Preisvorteil zu Heizöl beträgt im März 32 Prozent.
Die Produktionsmengen in Deutschland stiegen auch 2012. Deutschland bleibt laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes Nettoexporteur von Holzpellets.
Der lang andauernde Winter verlängert die Heizzeit in diesem Jahr deutlich. Für Betreiber
einer Pelletheizung ergeben sich laut Deutschem Energieholz- und Pellet-Verband
hieraus zwei wesentliche Ratschläge. „Erstens sollten Heizungsbesitzer den Pelletkauf in
den Sommermonaten tätigen, denn dann sind Pellets zu den günstigsten Konditionen
erhältlich. Zweitens sollten sie auf ENplus-ausgezeichnete Ware zurückgreifen, denn
diese Pellets müssen strengeren Anforderungen bei Produktion und Handel standhalten.
Bei Nichteinhalten ergeben sich für den Verbraucher Regressansprüche“, sagte der geschäftsführende
DEPV-Vorsitzende Martin Bentele.
Beim DEPV sind in der Winterzeit einige Kundenanfragen zu minderwertige Pellets und
daraus resultierenden Heizungsproblemen eingegangen. „Aus diesem Grund empfehlen
wir Verbrauchern nachdrücklich, nur zertifizierte Holzpellets mit dem ENplus-Siegel zu
kaufen. Wer am falschen Ende spart, sitzt im schlimmsten Fall im Kalten“, so Bentele
weiter. Qualitätspellets nach ENplus werden streng geprüft – u.a. auf ihren Ascheerweichungspunkt
– und auch der jeweilige Händler muss hohen Anforderungen bei Transport
und Anlieferung genügen. Zertifizierte Händler, die hochwertige ENplus-Pellets
verkaufen dürfen, sind unter www.enplus-pellets.de nach Postleitzahlen aufgeführt.
Auch im Jahr 2012 bleibt Deutschland Nettoexporteur von Holzpellets. Dem Export von
780.468 Tonnen (t) der kleinen Presslinge steht ein Import von 308.904 Tonnen gegenüber.
Damit verbunden weisen die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes einen
Handelsüberschuss von mehr als 92 Millionen EUR aus, dessen Wertschöpfung fast
ausschließlich im Inland stattgefunden hat. Vom Waldarbeiter über das Säge- und Pelletwerk
bis hin zur Logistik sichert die Pelletbranche damit heimische Arbeitsplätze. Insgesamt
wurden im letzten Jahr rd. 2,2 Mio. Tonnen Pellets in Deutschland produziert. Jeweils
mehr als 100.000 Tonnen Holzpellets aus deutscher Produktion gingen nach Dänemark,
Österreich und Italien. Mehr als 50.000 Tonnen wurde nach Polen, Schweden
und Großbritannien exportiert. Die Importe erfolgten zum größten Teil aus Dänemark
(83.000 t) und Österreich (30.900 t).
DEPV-Index
Der DEPV-Index ist der Durchschnittspreis für Holzpellets in Deutschland. Er liegt im
März bei 272,02 EUR/t. Regional ergeben sich unterschiedliche Preise: In Nord- und Ostdeutschland
liegt der Preis für Pellets bei der Abnahme von 6 t bei 260,22 EUR pro Tonne.
Pelletheizer in der Mitte der Republik zahlen für Qualitätspellets bei dieser Abnahmemenge
durchschnittlich 274,99 EUR pro Tonne, in Süddeutschland 273,43 EUR/t.
Größere Mengen (26 t) wurden im März 2013 zu folgenden Konditionen gehandelt:
Nord/Ost: 246,63 EUR/t, Mitte: 257,74 EUR/t, Süd: 259,43 EUR/t.
Der DEPV-Preisindex wird seit Jahresbeginn 2011 im Monatsrhythmus veröffentlicht. Er
bezeichnet den Durchschnittspreis in Deutschland für eine Tonne Pellets der Qualitätsklasse
ENplus A1 bzw. DINplus (Abnahme 6 t lose eingeblasen, Lieferung im Umkreis 50
km, inkl. aller Nebenkosten und MwSt.). Für den DEPV erhebt das Deutsche Pelletinstitut
(DEPI) den Pelletpreis nach Regionen sowie nach Verkaufsmenge.
DEPV-Index März 2013: 272,02 EUR
(Abnahme 6 t Pellets lose eingeblasen, Lieferung im Umkreis 50 km, inkl. aller Nebenkosten
und MwSt.).
Differenzierte Preise für Holzpellets (Quelle: DEPI)
für 3 t, 6 t und 26 t, sortiert nach Süd-, Mittel- und Nordostdeutschland