Techem-Umfrage ergibt: Klare Mehrheit der Deutschen hält das Trink- und Leitungswasser in Deutschland für sicher und schätzt Risiko einer Legionellen-Infektion gering ein / Aufklärungsbedarf bei Maßnahmen zum Schutz vor Legionellen / Höheres Bewusstsein in ostdeutschen Bundesländern
Legionellen sind als meldepflichtige Krankheitserreger in § 7 des Infektionsschutzgesetzes seit Januar 2001 aufgeführt.
Das deutsche Trinkwasser ist sicher. Das glauben zumindest 90 Prozent der Befragten einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Marplan. Doch welche Risiken können vom Trinkwasser ausgehen? Der Energiemanager Techem ließ bundesweit über 1.000 Bürger ab 14 Jahren zu ihrem Kenntnisstand befragen. Hintergrund ist die Novellierung der Trinkwasserverordnung. In deren Rahmen verpflichtet der Gesetzgeber die Inhaber von zentralen Wasserversorgungsanlagen und damit auch die Wohnungswirtschaft, das Trinkwasser alle drei Jahre in Mehrfamilienhäusern auf Legionellen zu prüfen. Dies ist erforderlich bei Trinkwasserspeichern von mehr als 400 Litern oder Wasserleitungen mit einem Volumen von mehr als drei Litern zwischen Trinkwassererwärmung und letzter Entnahmestelle.
Hoher Informationsstand bei einem Großteil der Bevölkerung
Zwar haben mehr als zwei von drei Befragten (71 Prozent) schon einmal von Legionellen im Trinkwasser gehört, Angst vor einer Legionellen-Infektion über das deutsche Trinkwasser haben jedoch weniger als 10 Prozent. Besonders informiert sind die Bewohner in Ost- und Süddeutschland, hier kennen 78 Prozent beziehungsweise 75 Prozent die Gefahr, die von Legionellen ausgehen kann. Ihr Wissensstand ist jedoch eher allgemeiner Natur und bezieht sich vorwiegend auf Legionellen in Zusammenhang mit abgestandenem Wasser (27 Prozent der Befragten) sowie auf Probleme in Krankenhäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen beziehungsweise in Hotels. Nur vier Prozent der Befragten haben von Legionellen in Zusammenhang mit der neuen Trinkwasserverordnung gehört. Während bei den über 60-Jährigen 80 Prozent bereits von Legionellen gehört haben, haben 70 Prozent der unter 30-Jährigen noch nie etwas von diesen Bakterien gehört.
Eigenverantwortung stärken
Viele der Befragten wussten auf Anhieb nicht, wie sie sich am besten vor einer Legionellen-Infektion schützen können. Erst bei der Präsentation von drei möglichen Antworten, gaben zwei von drei Befragten (ca. 65 Prozent) an, dass eine wirksame Maßnahme darin bestehe, nach längerer Abwesenheit das Wasser aus der Leitung eine Weile ablaufen zu lassen und dabei den Raum zu verlassen. Jeder Zweite nannte in diesem Zusammenhang die Reinigung oder den Austausch von Duschköpfen und Perlatoren. „Jeder Bewohner kann mit geringem Aufwand selbst einen Beitrag leisten, um sich vor einer Legionellose zu schützen“, so Lars Leblang von Techem. „Aus ökonomischen und ökologischen Gründen stellen viele Vermieter ihren Warmwasserkessel auf Temperaturen von unter 55 Grad Celsius ein. Allerdings sind Wassertemperaturen zwischen 25 Grad Celsius und 55 Grad Celsius eine ideale Brutstätte für Legionellen. Wir raten daher, den Kessel so einzustellen, dass das Trinkwasser am Kesselausgang dauerhaft eine Temperatur von mindestens 60 Grad Celsius aufweist“, so der Experte.
Der Energiemanager Techem arbeitet seit dem vergangenen Jahr exklusiv mit dem Analyse-Unternehmen SGS Institut Fresenius zusammen und bietet seinen Kunden mit der Techem Legionellenprüfung ein kompaktes Dienstleistungspaket zum Schutz vor Legionellen.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.techem.de/trinkwasserverordnung/de/