Das Energie- & Umweltzentrum Allgäu (eza!) weist angesichts der aktuellen Berichterstattung ausdrücklich darauf hin, dass die energetische Sanierung von Gebäuden wirtschaftlich ist.
Das Energie- & Umweltzentrum Allgäu (eza!) weist ausdrücklich darauf hin, dass die energetische Sanierung von Gebäuden wirtschaftlich ist.
„Viele Beispiele von sanierten Gebäuden im Allgäu und in anderen Regionen beweisen, dass gut geplante Sanierungen für den Hauseigentümer wirtschaftlich sind“ erläutert eza!-Geschäftsführer Martin Sambale.
Sambale nimmt damit zu der Studie der Prognos AG Stellung, die die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der KfW-Förderungen untersucht hat. In vielen Medien war über diese Studie berichtet worden, meist verkürzt auf den Punkt, dass die volkswirtschaftlichen Gesamtinvestitionen bis 2050 deutlich über den Energiekosteneinsparungen liegen würden. Die Empfehlung der Studie, dass die KfW-Förderung für energetisches Bauen und Sanieren hinsichtlich Wirtschaftswachstum, Beschäftigung, Energie- und CO2-Einsparung durchwegs positive Effekte hat und noch deutlich erhöht werden solle, wurde in der Berichterstattung meist nicht erwähnt. Auch kaum beachtet wurde, dass die Studie von einer Energiepreissteigerung von nur 1,1% pro Jahr für die nächsten 35 Jahre ausgeht und auf diesem Weg sehr niedrige Einsparungen errechnet, während die Energiepreise in den vergangenen 10 Jahren deutlich höhere Steigerungsraten hatten.
Aus dieser Studie könne man aber in keinem Falle Empfehlungen für Hauseigentümer ableiten so Sambale, denn bei der Betrachtung der volkswirtschaftlichen Effekte wurden sämtliche Sanierungskosten mit aufgenommen, auch wenn diese an sich keine Einsparung bringen sondern lediglich der Werterhaltung dienen. Sambale erläutert dies an einem Beispiel: „Wenn an einer Hausfassade der Putz bröckelt und dringend ein neuer Anstrich und Ausbesserungsarbeiten erforderlich sind, dann ist dies der richtige Zeitpunkt für eine Wärmedämmung der Fassade. Die Kosten für das Gerüst und Ausbesserungsarbeiten würden sowieso zur Instandhaltung anfallen, die zusätzlichen Kosten für eine Wärmedämmung mit einer Stärke von 16 – 30 cm hingegen lassen sich über die eingesparte Energie leicht wieder refinanzieren.“