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News vom 17.04.2013

Immobilienbesitzer würden der Handwerkerempfehlung ihres Versicherers vertrauen

82 Prozent der Immobilienbesitzer in Deutschland wissen, an wen sie sich wenden müssen, wenn mit ihrer Heizung etwas nicht stimmt. Wesentlich schlechter vorbereitet sind sie bei anderen Gewerken. So greift etwa bei Fensterarbeiten weniger als die Hälfte der Haus- oder Wohnungseigentümer auf einen Stammhandwerker zurück, bei Maurerarbeiten sogar nur jeder Dritte. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Studie "Handwerkerservices in der Sachversicherung" unter Immobilienbesitzern in Deutschland, die im Auftrag von hnw consulting durchgeführt wurde.

82 Prozent der Immobilienbesitzer in Deutschland wissen, an wen sie sich wenden müssen, wenn mit ihrer Heizung etwas nicht stimmt. Bei anderen Gewerken ist das nicht unbedingt der Fall.
82 Prozent der Immobilienbesitzer in Deutschland wissen, an wen sie sich wenden müssen, wenn mit ihrer Heizung etwas nicht stimmt. Bei anderen Gewerken ist das nicht unbedingt der Fall.
Der Heizungsinstallateur ist der am häufigsten beauftragte Handwerker. Fast jeder zweite Haus- oder Wohnungseigentümer hatte in den vergangenen zwei Jahren mit einem zu tun. Es verwundert also nicht, dass vier von fünf einen Heizungsspezialisten ihres Vertrauens kennen. Auch bei Problemen mit Gas- oder Wasserleitungen, dies war bei vier von zehn Immobilienbesitzern in den letzten 24 Monaten akut, haben 72 Prozent einen Kontakt parat. Doch wenn ein Maurer gebraucht wird, wissen zwei Drittel nicht, wen sie anrufen sollen. Noch schlechter sieht es aus, wenn die Immobilie trocken gelegt oder saniert werden muss: Dann stehen mehr als 80 Prozent der Befragten ohne Ansprechpartner da.

Für Carsten Nyhuis, Partner bei hnw consulting, ist das eine Lücke, die von der Gebäude- oder Hausratversicherung geschlossen werden kann. "Immobilienbesitzer schätzen eine besondere Bindung zu ihren Handwerkern", sagt Nyhuis. "Sie achten bei der Auswahl eines Handwerkers sehr viel mehr auf die Qualifikationen als auf den Preis und würden einen guten Handwerker in 94 Prozent der Fälle immer wieder beauftragen." Qualität, Zuverlässigkeit und Vertrauen sind dabei für mehr als 80 Prozent die wichtigsten Entscheidungskriterien. Nur für 48 Prozent der Immobilienbesitzer gehört der Preis zu den entscheidenden Merkmalen.

Deshalb folgen die meisten Immobilienbesitzer bei der Auswahl eines Handwerkers im Schadenfall am liebsten einer Empfehlung. 40 Prozent vertrauen dem Tipp von Freunden und Bekannten. An zweiter Stelle folgt für 31 Prozent der Vorschlag ihrer Gebäude- und Hausratversicherung. 24 Prozent wenden sich an die Handwerker-Innung und gerade einmal fünf Prozent informieren sich über Internetportale.

"Hier verbirgt sich ein großes Potenzial für die Versicherer", sagt Carsten Nyhuis. Das zusätzliche Angebot von Handwerkerservices kann innerhalb einer Gebäude- oder Hausratpolice einen wichtigen Beitrag zur Kundenbindung leisten. Dafür empfiehlt es sich, als Versicherer ein Netzwerk aus qualitätsgesicherten Handwerkern zu den wichtigsten Gewerken für den Kunden zur Verfügung zu haben und ihm dieses auch zu kommunizieren. "Es wirkt sich positiv auf die Kundenbindung aus, wenn er weiß, dass er sich jederzeit an seinen Versicherer oder seine Agentur wenden kann, wenn er einen Handwerker - auch im Nicht-Schadenfall - benötigt," so Nyhuis.


Hintergrundinformationen 
Die Studie "Handwerker-Services in der Sachversicherung" stellt die Ergebnisse einer repräsentativen Online-Befragung unter deutschen Haus- und Wohnungseigentümern im Auftrag von hnw consulting dar. Thema der Befragung waren Handwerkerservice und Versicherungsschutz aus der Sicht des Haus- oder Wohnungseigentümers. Mit der Studie wurde die Akzeptanz sowie die generelle Bereitschaft zur Annahme von Produkten und Services im Bereich von Handwerkerleistungen hinterfragt, so dass Versicherer und Dienstleister Aufschlüsse über Handlungsoptionen zur weiteren Entwicklung ihrer Geschäftsmodelle erhalten. Wissenschaftlicher Kooperationspartner der Studie war das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung. Erhebungszeitraum: Juli 2012.

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