Offene Kamine verursachen große Mengen Feinstaub und dürfen schon heute nur noch bedingt angeheizt werden. Ab 2014 gelten strengere Grenzwerte. Die Nutzung der veralteten Feuerstätten ist dann noch deutlicher eingeschränkt. Besitzer sollten jetzt handeln.
Thermonett bietet umfassenden Service rund um Kaminkassetten der Marke Stromboli. Die Experten für wohlige Wärme aus dem Heizkamin beraten Hausbesitzer bei der Auswahl der richtigen Ausführung seit 1985 unverbindlich und individuell. Bild: Thermonett
Heimeliges Flackern und kuschelige Wärme – heizen mit Holz liegt im Trend. Statistisch besitzt jeder sechste Deutsche eine so genannte Einzelraumfeuerungsanlage. Häufig – besonders in älteren Häusern – handelt es sich dabei noch um einen offenen Kamin. Deren Besitzer sollten jetzt aktiv werden und ihren Kamin mit geeigneten Maßnahmen zukunftssicher machen. Nur dann können sie auch im nächsten Winter das gemütliche Knistern der Holzscheite genießen.
Denn schon 2014 enden wichtige Übergangsfristen der Bundesimmissionsschutzverordnung. Strenge Grenzwerte für Einzelraumfeuerungsanlagen schränken das Anfeuern offener Kamine dann noch deutlicher ein als bisher. Grund ist der gesundheitsgefährdende Feinstaub, den diese in großen Mengen ausstoßen. Laut Ministerium belasteten 2009 rund 25.000 Tonnen Feinstaub aus Kleinfeuerungsanlagen die Luft in Städten und Gemeinden. Zum Vergleich: Diesel-Pkw und -Lkw haben im Vergleichsjahr „nur“ etwa 14.000 Tonnen verursacht. Mit strengeren Grenzwerten will der Gesetzgeber jetzt für bessere Luft sorgen.
Kurz gesagt: Klassische offene Kaminfeuer sind einfach nicht mehr aktueller Stand der Technik. Neben den verheerenden Feinstaubwerten weisen sie einen sehr schlechten Wirkungsgrad auf – ein Großteil der Wärme entweicht einfach durch den Schornstein.
Klimaschutz mit feurigem Flair
Dabei ist das Heizen mit Holz auch für private Verbraucher grundsätzlich eine sehr sinnvolle Wärmegewinnung. Denn Holz ist eine regenerative Energiequelle, und Kaminbesitzer – wenn sie auf ein modernes Kaminsystem setzen – schützen aktiv das Klima. Beim Heizen mit Holz entsteht nämlich immer nur so viel Kohlendioxid wie der Baum während seiner Wachstumsphase aufgenommen hat. Auch der regionale Aspekt bringt Vorteile: Kurze Transportwege, wie sie bei heimischem Holz möglich sind, sparen Energie und sichern Arbeitsplätze. Nicht zuletzt punktet auch das Argument der Nachhaltigkeit: In Deutschland wachsen jährlich mehr Bäume nach, als abgeholzt werden.
Schöne, wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative
Wie aber lässt sich auf Basis der veränderten Bestimmungen die Wärme durch Holz umweltfreundlich genießen? Eine erlaubte – und gleichzeitig optisch schöne sowie wirtschaftliche – Lösung für Freunde des offenen Feuers sind bereits seit einigen Jahren so genannte Kaminkassetten. Diese maßgeschneiderten Einsätze machen aus jedem offenen Kamin einen effektiven, geschlossenen Heizkamin. „Kaminkassetten sind durch ihre Funktionsweise wesentlich umweltfreundlicher als offene Kamine“, berichtet Ute Fochler-Schilke, Geschäftsführerin beim Kaminkassettenspezialisten Thermonett. „Sie sind geschlossene thermische Anlagen mit einer präzise regelbaren Luftzufuhr. So können sie nachweislich bessere Emissionswerte erreichen.“
Die Wärme einer Kaminkassette bleibt im Raum, sodass mit weniger Holz wesentlich effektiver geheizt werden kann. Möglich machen das spezielle Konvektionsluftkammern im Innern der Kassette. Raumluft wird durch thermische Effekte angesaugt, durch die Kaminkassette um den mit Stahl oder Vermikulit ausgekleideten Feuerraum geführt und dabei erwärmt. Die erwärmte Luft strömt dann zurück in den Raum. So ergibt sich bei Kaminkassetten des Herstellers Stromboli ein geprüfter Wirkungsgrad von 79 Prozent.
Selbstverständlich sollten Kaminfreunde bei der Entscheidung für eine Kaminkassette auf Qualität und Verarbeitung achten. Wie solide sind die Scharniere? Sind Tür und Verstellhebel leichtgängig? Stören scharfe Kanten? Liegt eine Typbescheinigung vor, die die Einhaltung der Grenzwerte belegt?
Beratungsangebot nutzen – Kaufentscheidung abwägen
Hausbesitzer sollten auch nicht vergessen: Jede Kaminkassette wird als individuelles Einzelstück für ihren Kamin angefertigt. Das exakte Ausmessen der Kaminöffnung ist also entscheidend für die Passform. Darum sollte man es besser dem Profi überlassen. Auf eine Beratung am eigenen Kamin sollte man nicht verzichten. Dennoch muss die Investition in eine Kaminkassette keine teure Sache sein. Die exakten Kosten – entsprechend der individuellen Wünsche und Anforderungen – lassen sich am besten im persönlichen Gespräch klären.
Auch auf einen umfassenden, kompetenten Service sollten Interessenten achten. Der Kontakt zum zuständigen Bezirksschornsteinfeger, ein schneller, fachmännischer Einbau zum Wunschtermin sowie unbürokratische Hilfe in Garantiefällen gehören unbedingt dazu.
Häufig müssen neben den aktuellen und zukünftigen Normen auch regionale Auflagen beachtet werden. Die Münchener oder Regensburger Norm sowie die Schweizer Richtlinien sind z. B. besonders streng. Und immer mehr Städte und Gemeinden orientieren sich daran. „Käufer achten am besten auf die strenge DIN plus-Zertifizierung. So gekennzeichnete Kaminkassetten erfüllen höchste Anforderungen bezüglich der Emissionswerte, der Energieeffizienz sowie der Wärmeleistung und der Brandsicherheit“, erläutert Fochler-Schilke. Damit können sich Kaminbesitzer garantiert auch noch die nächsten Jahrzehnte an ihrem Schmuckstück erfreuen.