GSM steht für "Global System for Mobile Communications", dem weltweit am meisten verbreiteten Standard für volldigitale Mobilfunknetze. ACO Haustechnik, Systemanbieter für technische Gebäudeausrüstung in den Bereichen Entwässern, Abscheiden und Entsorgen, hat ein GSM-Modul entwickelt, mit dem sich die Kontrolle und Wartung von Fettabscheidern, Abwasserhebeanlagen, Rückstauverschlüssen und Anlagen der Verfahrenstechnik erheblich vereinfachen, flexibilisieren und zeitlich verkürzen lässt.
Mit dem GSM-Modul von ACO Haustechnik lässt sich die Kontrolle und Wartung von Fettbabscheidern, Abwasserhebeanlagen, Rückstauverschlüssen und Anlagen der Verfahrenstechnik erheblich vereinfachen, flexibilisieren und zeitlich verkürzen. Bild: ACO
GSM kennt man heutzutage hauptsächlich aus dem Bereich der mobilen Telefonie. In Deutschland wurde GSM Anfang der 90er-Jahre eingeführt. Mittlerweile nutzen knapp 700 Mobilfunknetze in rund 200 Ländern bzw. Gebieten der Welt und damit knapp 80 Prozent aller Mobilfunkkunden GSM. Das neue GSM-Modul ACO MtM Message-to-Mobile dient bei Abwasserhebeanlagen und Rückstauverschlüssen zur Benachrichtigung über Fehlfunktionen, Wartungsintervalle und Rückstauereignisse sowie der Abfrage von Betriebsstunden und Behälterfüllständen. In der Verfahrenstechnik ermöglicht es u. a. die Fernabfrage von Niveau- und Warnzuständen, Wartungsintervallen und Betriebsparametern. Besonders geeignet ist es für Fettabscheideranlagen mit ihren strengen Entleerungsvorgaben. Es ist als Erstbestandteil oder zur Nachrüstung erhältlich.
Nach DIN 4040-100 und DIN EN 1825-2 sind Schlammfang und Abscheider von Fettabscheideranlagen mindestens einmal im Monat, vorzugsweise zweiwöchentlich vollständig zu entleeren und zu reinigen – unabhängig von der tatsächlichen Fettschichtdicke. In Absprache mit der zuständigen Behörde sind jedoch längere Entleerungszyklen möglich, sofern ein geringerer Fett- und Schlammanfall nachgewiesen werden kann. Dieser Nachweis erfolgt durch Dokumentation im Betriebsbuch, dessen Einträge im Zuge der regelmäßigen Überprüfungen erfolgen. Zur Messung von Schlammhöhe und Fettschichtdicke sind Fettabscheider herkömmlicher Bauart mit Schaugläsern zur Sichtkontrolle ausgestattet. Bei modernen Geräten erfolgt die Messung automatisch durch ein Fettschichtdickenmessgerät.
Das Fettschichtdickenmessgerät von ACO Haustechnik besteht aus einem Sensorkopf, einem Sensorträger sowie einer Auswerteeinheit mit Visualisierung des Messergebnisses. Der Sensorkopf erfasst mithilfe unterschiedlich angeordneter Elektroden die Differenz der Leitfähigkeit von Wasser, Fett und Luft. Damit lassen sich die Grenzschichten zwischen Wasserphase und aufschwimmender Fettschicht sowie zwischen Fettschicht und umgebender Luft ermitteln. Leuchtdioden zeigen an, ob der Sensorkopf mit Fett, Wasser oder Luft in Kontakt steht. Die Auswerteeinheit rechnet anschließend die unterschiedlichen Niveaus gemäß der Fettabscheidernenngröße in die jeweilige Fettschichtdicke um. Das Messergebnis wird am Auswertegerät direkt angezeigt.
Der Einbau kann als Nachrüstung erfolgen. Eine flexible Verschraubung mit Höhenjustierung ermöglicht den Einsatz mit unterschiedlichen Fettabscheidertypen. Zur Erleichterung der Montage sind entsprechende Markierungen vorhanden. Die feste Verschraubung gewährleistet die Geruchsdichtheit. Für den Einsatz bei unterschiedlich aushärtenden Fetten verfügt der Sensorkopf über eine integrierte Heizung, die das Fett unmittelbar um die Sensoren herum verflüssigt. Bei Bedarf kann eine Anpassung des Messgerätes an die Leitfähigkeit des Abwassers und des Fettes erfolgen, was seinen Einsatz mit unterschiedlichsten Fettabscheidertypen und unter verschiedensten Einsatzbedingungen möglich macht. Die werksseitige Konfiguration sendet Warnmeldungen beim Erreichen von 50 und 80 Prozent der Fettspeichermenge. Zur Kontrolle und Aufzeichnung der Messergebnisse lässt sich das Auswertegerät mit der Gebäudeleittechnik (GLT/ZLT) koppeln. Das ermöglicht die digitale Erfassung, Kontrolle, Bearbeitung und Weitergabe der Fettschichthöhen ohne permanente Anwesenheit am Aufstellort des Fettabscheiders.
Das GSM-Modul wiederum ermöglicht die Abfrage der Betriebsparameter via Handy und übernimmt die automatische Datenübermittlung, die Benachrichtigung über Entsorgungszyklen und Fehlfunktionen. Seine Montage erfolgt direkt am Sondenstab unterhalb der Auswerteeinheit der Fettschichtdickenmessung. Im GSM-Modul selbst befindet sich die SIM-Karte, deren Speicher Platz für mehrere Rufnummern bietet. So lassen sich beispielsweise der Betreiber der Fettabscheideranlage und/oder der jeweilige Entsorgungsfachbetrieb benachrichtigen, sobald die Fettschichtdicke das definierte Entsorgungsniveau erreicht hat. Umgekehrt funktioniert auch die automatisierte Abfrage der Anlage zu einem beliebigen Zeitpunkt. Sie erfolgt mittels Versand einer vorkonfigurierten SMS an das Gerät, das seinerseits umgehend und automatisch eine aktuelle Statusmeldung zurücksendet.
Die automatisierte Weiterleitung von Stör- und Ereignismeldungen ermöglicht schnellste Reaktion und damit die Vermeidung von Folgeschäden an Gebäuden und Anlagen. ACO MtM Message-to-Mobile zeichnet sich aus durch Multi-User-Fähigkeit (bis zu 5 Empfänger konfigurierbar), Netzunabhängigkeit (Akku-Betrieb bei Stromausfall) sowie durch einfachste Bedienung und Einrichtung per Laptop (lizenzfreie Software mit sehr nutzerfreundlicher Bedienoberfläche). Die Einrichtung kann auf Wunsch durch ACO Haustechnik erfolgen: entweder online oder durch einen technischen Berater vor Ort.