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News vom 08.02.2002

Wärmeversicherung für die Heizung


Regelmäßige Wartung zahlt sich aus

Die jährliche Betriebsdauer einer Heizung entspricht umgerechnet etwa der Fahrleistung von 90.000 Kilometern bei einem Pkw. Wohl kaum ein Autofahrer würde sein Fahrzeug eine solche Strecke absolvieren lassen, ohne die vom Hersteller vorgeschriebenen Inspektions-Intervalle einzuhalten. Doch bei der Heizung sind viele Deutsche weniger pingelig: Sie vergessen sie einfach...

Wer jedoch an der Heizungswartung spart, spart an der falsche Stelle. Denn die jährliche Kontrolle von Kessel, Brenner und Komponenten durch den Heizungsfachmann macht sich in aller Regel bezahlt. Schließlich gewährleistet die regelmäßige Heizungsinspektion eine optimale Energieausnutzung, geringe Emissionen und obendrein die gewünschte Funktionssicherheit der häuslichen Wärmezentrale. Eine in der Pflege stiefmütterlich behandelte Heizung kann dagegen bis zu zehn Prozent mehr verbrauchen als eine gewartete. Somit schont der Service unterm Strich nicht nur Umwelt, Klima und Haushaltsbudget, sondern womöglich auch das Nervenkostüm der Hausbewohner. Denn selbst die beste Heizung bleibt irgendwann unter ihren Möglichkeiten, wenn sie nicht gewartet wird.

Am bequemsten ist der Abschluss eines Wartungsvertrages mit einem örtlichen Heizungsfachbetrieb. Dann kommt der Servicemonteur - nach vorheriger Absprache - "automatisch" ins Haus und erledigt alle notwendigen Wartungsarbeiten zum vereinbarten, vergleichsweise günstigen Pauschalpreis. Die Serviceaufwendungen für die Heizung sind klar kalkulierbar, zumal zum Wartungsvertrag üblicherweise auch die Hilfe im Notfall gehört. Für deren Inanspruchnahme muss dann kein Pfennig extra bezahlt werden.

Wer sich für eine feste Bindung weniger erwärmt, kann die regelmäßige Pflege seiner Ölheizung per Service-Scheck erledigen lassen. Die Kosten werden in diesem Fall nach Aufwand oder ebenfalls pauschal abgerechnet. Ein entsprechendes Scheckheft, gemeinsam vom Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) und dem Heizungshandwerk entwickelt, wird bundesweit von immer mehr Heizungsbauern angeboten, die Ölheizungsexperten sind. Sämtliche Wartungsarbeiten werden auf dem Service-Scheck protokolliert und schriftlich bestätigt. An die Fälligkeit des nächsten Inspektionstermins erinnern ein Eintrag im Serviceheft und ein Aufkleber auf dem Heizkessel.

Übrigens: Die Wartung einer Heizung ist keine Aufgabe für Hobbybastler, auch nicht für einen versierten Heimwerker. Nicht nur, weil heutige High-Tech-Ölbrenner und Regelungen spezielle Messgeräte und Werkzeuge erfordern, sondern weil die Eigenleistung an Kessel und Brenner zu unnötigen Störungen führen kann, die wiederum vom Fachmann gegen entsprechendes Entgelt behoben werden müssen. Der Gesetzgeber sieht das genauso: Er schreibt in der Heizanlagen-Verordnung eine regelmäßige Wartung der Öl- oder Gasheizung vor, und zwar ausschließlich durch einen anerkannten Fachbetrieb.
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