Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte Siemens den Ausstieg aus der Solarsparte bekannt gegeben. Nachdem sich nach 7 Monaten Gesprächen noch immer kein ernsthafter Kaufabschluss abgezeichnet hat, wurde nun die Schließung der Solarsparte beschlossen, wie Siemenssprecher Wolf gegenüber der Redaktion bestätigt hat.
Nach sieben Monaten vergeblicher Suche nach einem Käufer macht der Konzern seine Solarsparte jetzt endgültig dicht. Bild: Siemens
Im Oktober 2012 hatte Siemens–Chef Peter Löscher im Zuge des angekündigten Unternehmensprogramms 2014 bereits über die Änderung von Geschäftsstrategie und Aufstellung bei den Erneuerbaren Energien informiert und die Trennung von der Solarsparte bekannt gegeben.
Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen, geringeren Wachstums und starken Preisdrucks in den Solarmärkten hatten sich laut Siemens die Erwartungen im Bereich Solarenergie nicht erfüllt. Man war von einem Marktvolumen für Solarthermie von etwa vier Gigawatt ausgegangen, welches aber zu dem Zeitpunkt vergangenen Jahres bereits auf etwas über ein Gigawatt zurückgegangen war.
Sieben Monate hatte man erfolglos einen Käufer für das Solargeschäft gesucht. Jetzt bestätigte Siemenssprecher Wolf die Schließung. Von den ehemals 680 Mitarbeitern in der Solarsparte sind zum jetzigen Zeitpunkt noch 280 Mitarbeiter betroffen, davon 230 in Israel - die anderen 50 vor allem in Deutschland und Spanien. Die anderen Mitarbeiter hatten im Zuge des schlechten Solargeschäfts bereits zuvor überwiegend andere Aufgaben bei Siemens übernommen.