Ende des Jahres ist es soweit: Spätestens bis 31. Dezember 2013 müssen Trinkwasseranlagen für Warmwasser in Mehrfamilienhäusern zum ersten Mal auf Legionellen untersucht werden. Von diesem Zeitpunkt an ist alle drei Jahre eine Prüfung vorgeschrieben. Wie exakt die Messwerte sind, hängt nicht nur von den Probenehmern und Laboren ab. Auch die Beschaffenheit der Entnahmestellen beeinflusst die Qualität der Prüfung. Vermieter und Eigentümer sollten sich also rechtzeitig um die Installation geeigneter Ventile kümmern, denn nur desinfizierte und keimfreie Entnahmestellen im Haus garantieren valide Ergebnisse.
Die speziellen Probeentnahmeventile aus Metall (links)haben einen langen Auslauf aus Edelstahl und eignen sich zur thermischenn Desinfektion – ohne Schäden an Ventil oder Isolation der Rohrleitung zu verursachen. Herkömmliche Ventile (rechts) sind dafür ungeeignet. Bild: Minol
Gemäß der Trinkwasserverordnung ist die Probenentnahme an mindestens drei Stellen im Gebäude vorgeschrieben: an der Warmwasserleitung kurz nach dem Warmwasserspeicher, an der Zirkulationsleitung kurz vor dem Warmwasserspeicher und in der Wohnung am Ende eines Strangs. Eine wesentliche Voraussetzung für exakte Probeergebnisse sind keimfreie Entnahmestellen. Dazu desinfizieren Probenehmer die Ventile zunächst thermisch durch das Abflammen der Ventile. Das tötet Keime und Bakterien ab. Allerdings besitzen Standardventile meist brennbare Kunststoffelemente und einen sehr kurzen Auslauf, weshalb sie sich schlecht desinfizieren lassen und für Probeentnahmen ungeeignet sind. Vermieter sollten sie gegen spezielle Probeentnahmeventile austauschen lassen. Diese haben einen langen Auslauf aus Metall und lassen sich thermisch desinfizieren, ohne dass Schäden am Ventil oder der Isolation der Rohrleitung entstehen. „Am besten geeignet sind Ventile mit einem Auslauf aus Edelstahl. Sie lassen sich aufgrund ihrer glatten Oberfläche besser reinigen und vermeiden so, dass Bakterien in die Probe gelangen und die Analyse im Labor verfälschen“, erklärt Uwe Wenzel, der Kunden von Minol bei der technischen Umsetzung der Legionellenprüfung berät.
Entnahmestellen in der Wohnung flammen Probenehmer meist nicht ab, um die Armaturen nicht zu beschädigen. Stattdessen desinfizieren sie diese chemisch mit einem Desinfektionsspray. Sind die Armaturen allerdings in die Jahre gekommen, können Kalkablagerungen und Schmutz die Probeentnahme erschweren oder die Wasserprobe verunreinigen. „Probenahmeventile, die nicht regelmäßig in Gebrauch sind, sollten zwei- bis dreimal jährlich durchgespült werden. Das verlängert die Lebensdauer und entfernt darüber hinaus Schmutz und Kalkablagerungen“, sagt Uwe Wenzel. Ist die Armatur bereits verunreinigt, hilft nur noch ein Austausch.
Minol bietet alle wichtigen Leistungen rund um die Legionellenprüfung aus einer Hand und arbeitet nur mit akkreditierten Probenehmern und Laboren zusammen. Für Vermieter oder Eigentümer, die unsicher sind, ob sich für die thermische Desinfektion geeignete Ventile an den vorgeschriebenen Stellen befinden, bietet Minol eine Gebäudebegehung mit Besichtigung der Entnahmestellen und Beratung an. Ist ein Austausch oder eine Nachrüstung notwendig, erhalten Vermieter die geeigneten Ventile direkt bei Minol. Bei Bedarf installieren Monteure die fehlenden Probeentnahmeventile auf geeignete Absperrventile.