Unabhängig davon, ob die Waschmaschine Ladung um Ladung reinigt, oder ob nur das Lieblings-Kleidungsstück für den kommenden Tag durchgespült wurde: Die Wäsche muss nach dem eigentlichen Waschgang getrocknet werden. Viele Maschinen bieten hierzu einen Schleudergang nach Abschluss des eigentlichen Waschvorgangs an. Er presst die meiste Feuchtigkeit aus Hosen, Hemden und Socken hinaus und sorgt dafür, dass die Wäsche weniger Zeit in der Trocknung benötigt.
Leinentrocknung ist nicht immer machbar und sinnvoll. Bild: wikipedia.org © Michael Gäbler (CC BY 3.0)
Diese sollte zeitnah erfolgen, denn wenn die Klamotten zu lange feucht in der Trommel oder in einem Wäschekörbchen verbleiben, können unangenehme Gerüche entstehen. Im schlimmsten Fall machen diese die Wiederholung des Waschgangs notwendig. Durch eine geeignete und vor allem schnelle Trocknung lässt sich das aber umgehen. Viele Menschen in Deutschland hängen dazu im Sommer ihre Wäsche an langen Leinen im Garten auf. Auch aufklappbare Wäscheständer sind beliebt; sie können sowohl drinnen als auch draußen aufgestellt werden. 44 % aller deutschen Haushalte hatten dem Online-Statistikportal Statista zufolge 2010 einen Wäschetrockner in der Wohnung stehen. Die Tendenz hierbei war und ist steigend, sodass davon auszugehen ist, dass der prozentuale Anteil in diesem Jahr noch einmal etwas höher liegt.
Doch welches Trocknungsgerät, also welche Art von Wäschetrockner, ist am besten geeignet? Expertenmeinungen und Anwendererfahrungen gehen hierbei nicht selten auseinander. Ein Vergleich unterschiedlicher Geräte und Technologien zur Wäschetrocknung ist deshalb nicht verkehrt. Er zeigt die größten Stärken und Schwächen auf und kann sowohl bei einem Kaufvorhaben hilfreich sein, als auch den interessierten Leser mit Informationen versorgen.
Wäschetrockner im Vergleich
In Größe, Form und Umfang ähnelt ein gewöhnlicher Wäschetrockner einer Waschmaschine. Er verfügt ebenfalls über eine meistens durchsichtige Tür, die das Beobachten der Wäsche im Inneren ermöglicht. Wäschetrockner ermöglichen es mithilfe von Luft- und Wärmezufuhr, feuchte Wäsche in relativ kurzer Zeit zu trocknen. Ob sie so trocken sein soll, dass sie gleich in den Schrank gehängt werden kann, oder eine gewisse Bügelfeuchte vorhanden sein soll, lässt sich in den meisten Fällen einstellen. Die Geräte sind je nach Bauart, Alter und Hersteller über mehrere Stufen oder stufenlos regelbar. Sie zählen zu den Großelektro-Geräten und sind in verschiedenen Preiskategorien erhältlich; von 300,00 € bis circa 1,100,00 € ist alles möglich und kaufbar.
1. Ablufttrockner
Ablufttrockner werden heutzutage kaum mehr eingesetzt. Nicht nur ihr hoher Energieverbrauch ist der Auslöser dafür, sondern die Abführung ihrer Luft. Diese ist während und nach des Betriebs sehr feuchtigkeitshaltig, da sie die Nässe aus den zu trocknenden Textilien zieht. Sie wird über einen sogenannten Abluftschlauch aus dem Gerät geleitet. Um einen Druckaufbau zu verhindern, ist dieser sehr groß und damit sehr unhandlich. Es bilden sich kleine Wassermengen im Inneren, weshalb er idealweise bis ins Freie gelegt werden sollte, da ansonsten Feuchtigkeit in den Wohnräumen entstehen kann. Vom Markt sind die deshalb so gut wie verschwunden.
2. Klassische Kondensationstrockner
Kondensation beschreibt grob gesagt den Austausch von Wärme. In Zusammenhang mit der Wäschetrocknung bedeutet das, dass die herangeführte Luft gekühlt und entfeuchtet wird. Im Anschluss daran wird die Trockenluft aufgeheizt und kann nun dafür sorgen, dass die Wäsche zeitnah nicht mehr feucht ist. Kondensationstrockner funktionieren nach diesem Prinzip. Sie arbeiten zwar ähnlich wie Ablufttrockner und stoßen auch Luft nach außen aus, allerdings wird dieser Luft vorher Wasser entzogen. Das vereinfacht den Entlüftungsvorgang und das Gerät kann ohne großes Nachdenken positioniert werden, da sowohl eine einfache Luftzufuhr als auch ein Fenster ausreichend sind, um die Luft aus dem Haus zu leiten. Der Luftkreislauf in ihnen ist bis auf den Abluftschlauch geschlossen. Kondensationstrockner sind in Deutschland sehr verbreitet. Pro Trockendurchgang verbrauchen sie circa drei oder mehr Kilowattstunden.
3. Wärmepumpentrockner
Einen optimierten Trocknungsvorgang leisten die Wärmepumpentrockner. Die integrierte Wärmepumpe heizt die zugeführte Luft auf der einen Seite auf und kondensiert die Luftfeuchte der Abluft auf der anderen Seite. Diese Funktionsweise erlaubt es ihnen, sehr energiearm beziehungsweise energieeffizient zu arbeiten. Die
Hannoversche Allgemeine identifizierte diese Geräte in Anlehnung an die Deutsche Energie-Agentur als diejenigen mit der besten Technologie. Sie verbrauchen nur circa 1,5 – 1,8 Kilowattstunden. Damit liegen sie weit unter den Kondensationstrocknern und noch weiter unter älteren Geräten.
4. Gastrockner
Gastrockner werden mit Gas beheizt und haben deshalb eine noch höhere Energieeffizienz als elektronische Geräte. Während sie in der Anschaffung sehr teuer sind, sind sie also im Unterhalt als günstig einzustufen. Im Europäischen Raum und besonders in Deutschland sind sie allerdings kaum verbreitet. Das liegt daran, dass viele Menschen nicht mit Gas arbeiten wollen oder aber über keinen entsprechenden Anschluss verfügen.
5. Waschtrockner Platzsparend: Ein Waschtrockner ist Waschmaschine und Wäschetrockner in einem Gerät. Bild: Wikipedia.org © Sae1962 (CC BY-SA 3.0) | Es ist ein oft geglaubter Irrtum, dass es sich bei einem Waschtrockner um ein Gerät mit eigener Trockentechnologie handelt. Vielmehr bezeichnet ein Waschtrockner die Kombination von Waschmaschine und Trockner zusammen. Das bedeutet, dass in einer Trommel sowohl Wäsche gewaschen als auch getrocknet werden kann. Der Vorteil daran ist, dass diese Geräte platzsparend sind. Zwar liegen sie in ihren Betriebskosten leicht über einem gewöhnlichen Wäschetrockner, allerdings darf hierbei auch nicht vergessen werden, dass auch eine Waschmaschine Teil des Geräts ist. Das beeinflusst die Verbrauchbarkeit. Neben dem geringen benötigten Platz bringen die Waschtrockner noch etwas durchaus Positives mit sich: Einen niedrigen Anschaffungspreis. Er liegt weit unter dem Preis, der für den Kauf einer Waschmaschine und eines Wäschetrockners zu leisten ist. Ein Preisvergleich ist dennoch sinnvoll, denn die auf dem Markt angebotenen Geräte häufen sich, wie ein Blick auf zum Beispiel www.quelle.de zeigt. |
Trockene Wäsche – Knitterfrei und ohne viele Kosten
Leinentrocknung, also das Aufhängen der feuchten Wäsche auf eine Wäscheleine, ist im Sommer sinnvoll. Allerdings verhindert schlechtes Wetter oft, dass die Textilien tatsächlich trocken werden und unbeschädigt beziehungsweise sauber bleiben. Im Herbst und im Winter fällt diese Trocknungsmethode ganz weg. Wäschekeller und Trocknungsböden sind ebenfalls nicht die beste Alternative. Das gilt vor allem dann, wenn viel Wäsche zu waschen ist. Dies ist beispielsweise bei Familien mit vielen Kindern der Fall. Ein Wäschetrockner ist für viele Haushalte die beste Lösung. Aber Trockner ist nicht gleich Trockner, wie die obenstehende Auflistung gezeigt hat. Es gibt Unterschiede, die sich sowohl in der Nutzungskomplexität und den Betriebskosten, aber auch im Anschaffungspreis widerspiegeln.
Da Gastrockner hierzulande oft nicht gewollt werden, bieten sich Wärmepumpentrockner an. Sie verbrauchen wenig und arbeiten effektiv. Soll Platz gespart werden und wird zudem Wert auf niedrige Anschaffungskosten gelegt, macht der Erwerb eines Waschtrockners Sinn. In ihm werden Waschmaschine und Wäschetrockner kombiniert. Die Lösung für optimale Kostenersparnisse und Trocknungsergebnisse bieten
Waschtrockner mit Wärmepumpentechnologie. Sie sind noch recht jung auf dem Markt; verbinden aber alle Vorteile miteinander. In Zukunft werden sie sich einer häufigen Nachfrage erfreuen können.