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News vom 10.12.2013

Wohnungsbau im Spannungsfeld
Ansprüche an Wohnungsbestand ohne verstärkten Neubau nicht realisierbar

Deutschlands Bevölkerung schrumpft. Seit dem Jahr 2003 sinken die Einwohnerzahlen nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes kontinuierlich. Es erscheint dabei paradox, dass trotz dieser Entwicklung der Wohnungsmarkt schon heute und insbesondere in den kommenden Jahren unter Druck steht.

Bild: HeizungsJournal-Verlags GmbH
Bild: HeizungsJournal-Verlags GmbH
Aber: Veränderte Wohnvorstellungen mit zunehmender Tendenz zum Single-Haushalt und der demografische Wandel mit einer immer älter werdenden Bevölkerung stellen zunehmend höhere Ansprüche an Wohnquantität und –qualität, die die zum Großteil bis weit in die 1970er Jahre gebauten Wohnungen nicht mehr erfüllen können.

Eine Studie des Eduard Pestel Instituts weist darauf hin, dass der Wohnungsbedarf insbesondere in stark nachgefragten City-Lagen bis zum Jahr 2025 deutlich steigt und dieser nicht mehr durch die gegenwärtige Bautätigkeit abzudecken sein wird. Wohnungsknappheiten und ausufernde Mietpreise sind aber inzwischen schon in nahezu allen Großstädten spürbar und fordern daher eine Reaktion der Wohnungswirtschaft.

Zwischen Wohnraumbedarf, Qualitätsansprüchen und Neubautätigkeit klafft in Deutschland eine größer werdende Lücke. Da sind sich wissenschaftliche Institute und Fachexperten der Wohnungswirtschaft einig. Aktuell beziffern sich die Wohnungsdefizite in den großen Zentren wie Hamburg, Köln, Frankfurt oder München auf teils über 90.000 Einheiten. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Wohnungsüberhänge, beispielsweise in weiten Teilen Ostdeutschlands, in Südniedersachsen, Nordhessen oder im zentralen Ruhrgebiet, die sich inzwischen auf eine knappe Million Einheiten aufsummiert haben. Ein Ungleichgewicht, das in der Summe soweit nicht dramatisch erscheint. Aber so leicht geht diese Rechnung nicht auf: Denn ein einfacher Ausgleich des Überhangs ist nicht realistisch, da die Bevölkerung in aller Regel an wirtschaftlich attraktive Zentren mit guter Arbeitsplatzdichte gebunden bleiben möchte.

Besonders in städtischen Gebieten ist daher ein vermehrter Wanderungsdruck mit einhergehendem Wohnraumanspruch spürbar: Seit Mitte der 1990er Jahre verzeichnen urbane Zentren nämlich wieder vermehrt Zuwanderungsgewinne aus ländlichen Regionen.

Der Prozess der „Reurbanisierung“ nach dem Motto „hinein in die Stadt“ sorgt für steigende Mieten und Kaufpreise für Wohnimmobilen in den City-Lagen. Parallel dazu sank die Attraktivität des Wohneigentums im ländlichen Raum. Leerstände sind dort die bittere Folge.

Veränderte Wohnansprüche

Der vorhandene Wohnraum ist also nicht dort, wo er benötigt wird. Ein Hauptgrund: In den letzten 20 Jahren haben sich gerade innerhalb der jüngeren Bevölkerung die Wohnvorstellungen sehr gewandelt. Besonders der Weg zum Arbeitsplatz wird aufgrund stetig steigender Mobilitätskosten zu einem wesentlichen Faktor bei der Wahl des Wohnortes. Ein kontinuierlich zunehmendes Qualifikationsniveau der Erwerbspersonen, die Notwendigkeit räumlicher Mobilität mit teils oftmals wechselnden Arbeitsstellen oder die Abnahme der Eigentumsförderung; vor allem diese Faktoren haben zu einer merklichen Aufwertung des Wohnens zur Miete in der Stadt geführt. Dazu kommt eine ausgeprägte Bereitschaft zum Wohnungswechsel in nahezu allen Bevölkerungsschichten, wie die repräsentative Studie „Wohntrends Deutschland – Status und Wünsche 2025“ der Sition Property Marketing GmbH sowie der INNOFACT AG belegt. Demnach gehen 59 Prozent der Befragten davon aus, dass sie in zwölf Jahren woanders leben als heute.

Lesen Sie mehr im neuen Heft 6, Dezember 2013.

Weitere Beiträge im neuen Heft:

  • Markus Käfer: „Spezialarmaturen für die Pflege finden den Weg ins Privatbad“
  • Dr.-Ing. Heinz Rötlich: „Hygiene in der Trinkwasser-Installation – Die Neufassung der VDI/DVGW 6023“
  • Bernd Ishorst: „Die neue Norm DIN 1986-30 – Instandhaltung von Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke“
  • Bade- und Duschvergnügen ohne Grenzen – Sichere Reinigung in jeder Lebenslage
  • „Hier ist die Lösung!“ – Otto Haas vereinfacht den Installationsalltag
  • Gesellschaftstrends bestimmen die Zukunft der Wohnungswirtschaft – Dipl.-Oek. Neitzel (InWIS) beschreibt fünf zentrale Entwicklungen
  • „Energiewende zum Anfassen“ im Bestandsobjekt – Vom Altbau zum Plus-Energie-Haus: RWE Zukunftshaus in Bottrop zeigt klimagerechten Stadtumbau
  • Resort im laufenden Betrieb sukzessive saniert – Mit Viega-Systemtechnik für alle Aufgaben gerüstet

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Remmi Demmi schrieb: ... die neuen sind eben voreinstellbar und wohl zwingend erforderlich...
Subusi schrieb: Suche korrekte Modbus-Registertabelle für Deye SUN-10K-SG05LP3-EU-SM2 Hallo...
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