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News vom 05.02.2014

Alle vier Sekunden ein Spülkasten vom Band

Im Mittelpunkt der Aktivitäten des Sanitärtechnikherstellers Geberit steht in diesem Jahr das 50-jährige Unterputzspülkasten-Jubiläum. Mit der Entwicklung dieses Meilensteins in der Geschichte der Sanitärtechnik erklärt sich insbesondere der große Erfolg des schweizerischen Unternehmens. Auch für das Jahr 2013 konnte die Geberit-Gruppe erneut ein gesundes Umsatzwachstum vermelden. Bis heute hat der Konzern bereits über 60 Millionen dieser Spülkästen verkauft. Für Geberit bietet das Jubiläum die Möglichkeit allen Marktpartnern für ihre Beteiligung an diesem Erfolg auch einmal „Danke“ zu sagen.

Grund zum Feiern: Sebastian Dorda, Leiter Technik & Marketing, Geberit Vertriebs GmbH & Co. KG, Österreich; Manfred Scharpf, Geschäftsführer Karl Scharpf GmbH & Co. KG; Daniel Scharpf, Geschäftsführer Karl Scharpf GmbH & Co. KG;  Dr. Christian Buhl, Geschäftsführer Geberit Vertriebs GmbH; Siegfried Stehlin, Leiter Qualitätsmanagement Sanitärsysteme Gruppe, Geberit International AG; Egon Renfordt-Sasse, Leiter Marketing Gruppe (vormals Leiter Produktentwicklung Sanitärsysteme), Geberit International AG; Dr. Margit Harsch, Leiterin Materiallabor, Geberit International AG; Robert Lernbecher, Geschäftsführer Produktion, Geberit Produktions GmbH; Thomas Brückle, Bereichsleiter Marketing, Geberit Vertriebs GmbH; und Gerd Hailfinger, Geschäftsführer<br />Gruppenlogistik, Geberit Logistik GmbH.
Grund zum Feiern: Sebastian Dorda, Leiter Technik & Marketing, Geberit Vertriebs GmbH & Co. KG, Österreich; Manfred Scharpf, Geschäftsführer Karl Scharpf GmbH & Co. KG; Daniel Scharpf, Geschäftsführer Karl Scharpf GmbH & Co. KG; Dr. Christian Buhl, Geschäftsführer Geberit Vertriebs GmbH; Siegfried Stehlin, Leiter Qualitätsmanagement Sanitärsysteme Gruppe, Geberit International AG; Egon Renfordt-Sasse, Leiter Marketing Gruppe (vormals Leiter Produktentwicklung Sanitärsysteme), Geberit International AG; Dr. Margit Harsch, Leiterin Materiallabor, Geberit International AG; Robert Lernbecher, Geschäftsführer Produktion, Geberit Produktions GmbH; Thomas Brückle, Bereichsleiter Marketing, Geberit Vertriebs GmbH; und Gerd Hailfinger, Geschäftsführer
Gruppenlogistik, Geberit Logistik GmbH.
Christian Buhl, Geschäftsführer Geberit Vertriebs GmbH, bedankt sich im Jubiläumsjahr bei den Marktpartnern für den großen Erfolg des Geberit Unterputz-Spülkasten.
Christian Buhl, Geschäftsführer Geberit Vertriebs GmbH, bedankt sich im Jubiläumsjahr bei den Marktpartnern für den großen Erfolg des Geberit Unterputz-Spülkasten.
Der Jubilar: Dieser noch immer voll funktionsfähige Spülkasten der ersten Baureihe wurde bei einer Renovierung in einem Schweizer Hotel entdeckt.
Der Jubilar: Dieser noch immer voll funktionsfähige Spülkasten der ersten Baureihe wurde bei einer Renovierung in einem Schweizer Hotel entdeckt.
Gerd Hailfinger, Geschäftsführer<br />Gruppenlogistik, Geberit Logistik GmbH, war der führende Kopf des gravierenden Logistikumbaus bei Geberit.
Gerd Hailfinger, Geschäftsführer
Gruppenlogistik, Geberit Logistik GmbH, war der führende Kopf des gravierenden Logistikumbaus bei Geberit.
Von Pfullendorf aus werden die Unterputz-Spülkästen weltweit in 100 Länder verschickt. Welche Produkte in die jeweilige Verpackungseinheit gehören, teilt ein Computer per Headset mit.
Von Pfullendorf aus werden die Unterputz-Spülkästen weltweit in 100 Länder verschickt. Welche Produkte in die jeweilige Verpackungseinheit gehören, teilt ein Computer per Headset mit.
Qualitätssicherung wird sehr wichtig genommen. Robert Lernbecher, Geschäftsführer Produktion, Geberit Produktions GmbH, erläutert, dass die Dichtigkeit jedes Tanks mit Differenzdruck überprüft wird.
Qualitätssicherung wird sehr wichtig genommen. Robert Lernbecher, Geschäftsführer Produktion, Geberit Produktions GmbH, erläutert, dass die Dichtigkeit jedes Tanks mit Differenzdruck überprüft wird.
Aus 150 Einzelteilen besteht der heutige Geberit Unterputzspülkasten. In der Montage wird vieles bereits vormontiert. Zur weiteren Arbeitserleichterung auf dem Bau haben Installateure immer wieder Ideen, was der vom Hersteller noch weiter vormontieren lassen sollte.
Aus 150 Einzelteilen besteht der heutige Geberit Unterputzspülkasten. In der Montage wird vieles bereits vormontiert. Zur weiteren Arbeitserleichterung auf dem Bau haben Installateure immer wieder Ideen, was der vom Hersteller noch weiter vormontieren lassen sollte.
Die Geberit-Neuheiten 2014 werden ausführlich hier im HaustechnikDialog in lockerer Folge in den nächsten Wochen alle vorgestellt.
Die Geberit-Neuheiten 2014 werden ausführlich hier im HaustechnikDialog in lockerer Folge in den nächsten Wochen alle vorgestellt.

Die Erfolgsstory des Unterputzspülkasten

Im hochmodernen Geberitwerk in Pfullendorf läuft heutzutage alle 4 Sekunden ein fertig verpackter Unterputz-Spülkasten vom Band. Oder in anderen Zahlen ausgedrückt: 4 Millionen Spülkästen, inkl. derer, die mit speziellen Kundenanforderungen gefertigt worden sind, werden pro Jahr in über 100 Länder ausgeliefert. Das heißt in der Logistik, es werden pro Arbeitstag rund 1000 Paletten mit Unterputz-Spülkästen ausgeliefert. Eine beachtliche Leistung der knapp 6000 Mitarbeiter dieses weltweit tätigen Konzerns.

Entwicklungen der Spültechnik

Begonnen hat diese Erfolgsgeschichte 1874 als Spenglerei im schweizerischen Rapperswil, dem heutigen Konzernsitz der weltweit tätigen Geberit AG. 1905 gelang Albert Emil Gebert, ältester Sohn des Geschäftsgründers, die Herstellung des ersten, mit Blei ausgeschlagenen und mit Bleiarmaturen ausgerüsteten Holzspülkastens mit der Markenbezeichnung „Phoenix“. 1909 verlassen die ersten in der Schweiz hergestellten WC-Spülkästen das Rapperswiler Werk. Nach den folgenden vielen schwierigen Jahren hat der rasante Aufschwung 1952 mit der Produktion des ersten Spülkasten aus dem neuen Werkstoff Kunststoff begonnen.

Als Vertreter der dritten Generation seit Firmengründung wagte Heinrich Gebert die Expansion über die Landesgrenze und 1955 wurde die Tochterfirma Geberit GmbH mit einer Verkaufsorganisation und technischen Beratern im süddeutschen Pfullendorf gegründet. Hier wurde 1964 der erste Unterputz-Spülkasten produziert. Heute befindet sich hier in Pfullendorf die Spülkasten-Produktion, das Logistik-Zentrum der Geberit Gruppe und der Hauptsitz der deutschen Vertriebsgesellschaft.

Ein Stück Technik unsichtbar gemacht

Mit dem Unterputzspülkasten wurde ein Stück Technik im Bad unsichtbar gemacht. „Die Idee, den Spülkasten technisch in der Wand verschwinden zu lassen, half mit bei der Entwicklung der Vorwandtechnologie in Deutschland“ berichtet Christian Buhl, Geschäftsführer der Geberit Vertriebs GmbH, auf einer Pressekonferenz anlässlich des Spülkasten-Jubiläums. Und damit wurde ein wesentlicher Anteil der freieren Badgestaltung ermöglicht und Geberit somit einer der Wegbereiter des modernen Bades. Denn infolge der Weiterentwicklung verschiedener Unterputzspülkastenvarianten und Installationssystemen wandelte sich die ehemals rein funktionale „Nasszelle“ hinzu einem Wohlfühlraum mit ästhetischen Ansprüchen.

Weiterentwicklung durch Vertrauen und Anregungen der Marktpartner

Nicht allein der Innovations- und Ausdauerfähigkeit des Unternehmens sind der enorme Erfolg und die Weiterentwicklung der Unterputzvariante geschuldet. „Mehr als die Hälfte der Ideen, Veränderungen und Erweiterungen kamen aus dem Markt“, weiß Buhl zu berichten. „Denn eine Innovation, die nicht beim Kunden ankommt, ist keine Innovation“, so Buhl weiter. Und die neuen Spülkästen erforderten viel Vertrauen in die bahnbrechend veränderte Technologie und den Hersteller: „Denn ein Wassertank hinter der Mauer – dafür musste wirklich Vertrauen da sein“, beschreibt Sebastian Dorda, Leiter Technik & Marketing, Geberit Vertriebs GmbH & Co. KG, Österreich die damaligen Herausforderungen bei der Durchsetzung dieser bedeutsamen Idee.

Präventive Qualitätssicherung

Die Idee zur freieren Gestaltung des Bades, Technik im Bad unsichtbar zu machen und den Spültank sowie auch sichtbare Wasserzu- und –ableitungen hinter die Wand zu verlegen, hat natürlich besondere Qualitätsanforderungen zur Folge. „Die Herausforderung bei der Produktion ist natürlich die 100%-ige Gewährleistung, dass das System dicht ist“, macht Robert Lernbecher, Geschäftsführer Produktion, Geberit Produktions GmbH, deutlich. Eine besondere Bedeutung bekommt daher bereits die Materialauswahl. Die Qualität und die Verarbeitbarkeit eines Werkstoffs werden intensiv geprüft. „Erst wenn das Material nach verschiedensten Tests für gut befunden wurde, geht es nach Pfullendorf in die Produktionsanlagen", erläutert Dr. Margit Harsch, Leiterin Materiallabor, Geberit International AG den Ablauf.

Hilfreich dabei ist sicher auch, dass Geberit beim UP-Spülkasten, er besteht heutzutage immerhin aus 150 Teilen, 95 Prozent der Teile selber fertigt. Denn wenn alle 4 Sekunden ein fertig verpackter Spülkasten vom Band läuft, ist eine präventive Qualitätssicherung unabdingbar. Die Kosten, wenn ein Fehler erst in der Produktion festgestellt würde, wären immens. Und dass die Dichtigkeit jedes Spülkastens, der vom Band kommt, mit einer Differenzdruck-Prüfung sichergestellt wird, zeigt, wie wichtig der Erhalt des Vertrauens der Marktpartner für das Unternehmen ist.

Stetiger Ausbau der Produktion und Logistik

Um diese Anforderungen an die Qualität zu ermöglichen, sind eine enge Verzahnung der Forschungs- und Entwicklungsabteilung am Gruppen-Stammsitz in schweizerischen Rapperswil-Jona mit der Produktion in Deutschland und eine jährliche Investition von neun bis zehn Mio. Euro in die hochautomatisierte Linienfertigung notwendig.

Bis 2005 war die Logistik der Geberit-Gruppe das Anhängsel der Produktion. Die Folge davon war, dass Transporte nicht zentral koordiniert wurden und die Kunden mehrfach pro Tag aus verschiedenen Werken beliefert wurden. Dies fand beim Großhandel immer weniger Akzeptanz und ließ neben anderem auch die Logistikkosten immer weiter steigen. Mit der Erkenntnis die Logistik zur Kernkompetenz machen zu müssen begann ab 2006 der radikale Umbau der Konzernlogistik. Sie wurde zentralisiert und komplett bis ins kleinste Detail, wie bspw. eine selbstentwickelte Sprachsteuerung der IT-Systeme in der Kommissionierung, damit die Mitarbeiter die Hände frei haben, erneuert. Alle Phasen der Wertschöpfungskette von der Produktentwicklung bis zum Kunden wurden überarbeitet. „Auch das Transportmanagement haben wir standardisiert und arbeiten heute bei besser ausgelasteten LKWs mit nur 6 Transportdienstleistern statt früher mit 70 Dienstleistern“, erläutert Gerd Hailfinger, Geschäftsführer Gruppenlogistik, Geberit Logistik GmbH den Logistikumbau.

Als Lohn für dieses mehrjährige Optimierungsprogramm erhielt das Unternehmen nicht nur den deutschen Logistik-Preis 2011, sondern konnte starke Ergebnisse, wie zum Beispiel die Erhöhung der Mitarbeiterproduktivität um 29 Prozent, die Reduzierung der mittleren Durchlaufzeit eines Kundenauftrags um 26 Prozent und die Senkung der totalen Logistikkosten um 15 Prozent, aufweisen.

Zukünftige Anforderungen

Auch für die Zukunft sind natürlich Optimierungen in Produktion und Logistik geplant. Und neben dem „Dankesagen“ an die Marktpartner im Jubiläumsjahr stehen natürlich Neu- und Weiterentwicklungen auf dem Programm. Und dabei ist man, wie in den Jahren zuvor, stets am Feedback aus der Praxis interessiert und angewiesen. Unter dem Motto „Machen wir mehr aus dem WC“ lässt sich ein Teil der Ideen zusammenfassen. Und das Fachhandwerk hat da auch so einige Ideen beizutragen:

„Um unsere Arbeit weiter zu optimieren, wäre es für uns wünschenswert, das Produkt noch weiter vorzumontieren und es bspw. mit bereits integriertem Kabelkanal auszuliefern“, regt Daniel Scharpf, Geschäftsführer Karl Scharpf GmbH & Co. KG, stellvertretend für das Fachhandwerk, an. „Und weil die Trinkwasserhygiene immer wichtiger wird, würden wir uns noch eine in den Spülkasten integrierte automatische Spülfunktion wünschen“, so Scharpf weiter. Doch auch die Rückwärtskompatibilität bei den Produkten darf für die Installateure vom Hersteller natürlich nicht außer Acht gelassen werden. Und zu guter Letzt fordert der Sanitärfachmann von Geberit auch in Zukunft den Blick auf eine noch freundlichere Konstruktion zu legen, um den Installateuren den Einbau noch weiter zu erleichtern.

Das Jubiläumsjahr und die Produktinnovationen 2014

50 Jahre Geberit Unterputzspülkasten werden in diesem Jahr zum Anlass genommen, dieses Jubiläum gebührend zu feiern und sich bei den Kunden und Marktpartnern für ihre Treue und ihren Einsatz zubedanken. 36 Baustellenpartys  werden von Januar bis April 2014 stattfinden, bei denen Geberit mit Handwerkern, Planern und Händlern einen Feierabend der besonderen Art begeht. Produktinnovationen 2014 können exklusiv und hautnah erlebt werden.

Die Neuheiten, wie unter anderem der Unterputz-Spülkasten Omega, die Betätigungsplatte Geberit Sigma70, ein neues Geberit-Duschelement mit vormontiertem Dichtflansch, das Dusch-WC von Matteo Thun auch als Stand-WC und vieles mehr werden hier im HaustechnikDialog in lockerer Folge in den nächsten Wochen alle vorgestellt.

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