
Mit Prognosen ist das, vor allem wenn sie in die Zukunft gerichtet sind, eine ziemlich unsichere Sache. Dieses Bonmot ist zwar erstens nicht vom Autor, zweitens aber wahr. Dennoch hat die Redaktion des "Heizungsjournals" zum Auftakt des neuen Jahres eine Reihe namhafter Hersteller der Heiz- und Gebäudetechnik gebeten, ihre Einschätzung der aktuellen Entwicklung abzugeben. Das Ergebnis? Ein sicherlich nicht unbedingt repräsentatives, auf jeden Fall aber sehr breites und vielschichtiges Meinungsspektrum einer Branche, die den Willen und die Kraft hat, einer unerfreulichen Konjunkturdelle aktiv gestaltend zu begegnen.
Morgens die überregionale Tageszeitung aufschlagen, den Wirtschaftsteil überfliegen und sich die Frage stellen, wie viel tiefer als tief die Talsohle in der Bauindustrie noch liegen kann, ist seit Wochen eins. Welche Hoffnungen waren schon im Vorfeld in die Energieeinsparverordnung (EnEV) gesetzt worden mit ihren laut Schornsteinfeger-Schätzungen mehr als zwei Millionen auszuwechselnden Heizkesseln! Von einer selbstlaufenden Sonder-Konjunktur sprachen anfangs nicht nur Optimisten - und jeder Fachhandwerker weiß heute genau so wie die Hersteller, dass nicht ein Bruchteil des erhofften Bedarfs entstand.
Um so spannender ist daher die Frage, mit welchen strategischen Hebeln die jeweiligen Hersteller sich der Herausforderung jetzt, im Vorfeld der in 2002 nicht unbedeutenden Regionalmesse "SHK Essen" stellen und welche Antworten sie ihren Marktpartnern, den Fachhandwerkern dort oder ein paar Wochen später in Nürnberg auf entsprechende Befürchtungen und Ängste geben werden.
Trotz unbefriedigender Konjunktur nicht nur Pessimismus in der Branche!
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