Der Umsatz der Hersteller von Gebäudearmaturen blieb im Jahr 2001 mit -3% (preisbereinigt) hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Verantwortlich für dieses negative Ergebnis war die schwache Inlandsnachfrage, die mit -7% deutlich unter dem Niveau des Vorjahres lag und die durch den gleichzeitigen Anstieg des Auslandsumsatzes um lediglich +2% nur unzureichend aufgefangen werden konnte. Das schlechte Ergebnis im Inland ist im wesentlichen auf die unverändert schwache Verfassung des Wohnungsbaus sowie auf die zu geringen Impulse im Modernisierungs- und Renovierungsbereich zurück zu führen. Anders als im Vorjahr konnte
das unbefriedigende Inlandsgeschäft 2001 nicht durch kräftige Zuwächse im Export ausgeglichen werden. In den meisten Ländern hat die allgemein nachlassende konjunkturelle Dynamik auch zu Bremsspuren in der Bauwirtschaft geführt. So hat EUROCONSTRUCT, der Zusammenschluss der europäischen Bau-Forschungsinstitute, die Prognosen für die westeuropäischen Baumärkte bei der letztjährigen Dezemberkonferenz durchweg nach unten korrigiert.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Zahlen des Statistischen Bundesamtes wider: In den ersten drei Quartalen 2001 stieg die deutsche Ausfuhr von Gebäudearmaturen zwar um 4,8 % auf 786 Mio. EURO; die Exporte in die Länder der EU gingen jedoch um 1,6 % auf 453 Mio. EURO zurück. Damit verringerte sich der Anteil deutscher Ausfuhren in diese Region von 61 % auf 58 %. Die Baumärkte Mittel- und Osteuropas befinden sich zur Zeit tendenziell in einer besseren Verfassung. Hier konnten die deutschen Hersteller ihre Absatzchancen nutzen und den Export in den ersten drei Quartalen kräftig um 34 % auf 84 Mio. EURO ausweiten. Für 2002 erwartet der Fachverband Armaturen keine Belebung der Nachfrage, vielmehr scheint ein weiterer Rückgang des Gesamtumsatzes um ca. 2 % wahrscheinlich.