Marktführer äussern sich in der Werkstatt + Montagepraxis. Die Sanitärbranche sieht Marktimpulse im laufenden Jahr mehr als gering. 85 Prozent des Geschäftes werden im laufenden Jahr in der Renovation, in Ersatzinvestitionen im Gebäudebestand erzielt. Das behaupten zumindest landauf, landab die Umfrageinstitute.
Aber fast wie in der Politik gilt wohl der Ausspruch: Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast, denn ob sich dieses Potenzial tatsächlich in messbaren Umsätzen niederschlägt, das bleibt nach überwiegender Einschätzung der Führungskräfte der Branche wohl eher abzuwarten, wie eine aktuelle Umfrage der "Werkstatt + Montagepraxis" ergab.
Eigentlich möchte "jeder" ein neues Bad, verschiedene Initiativen auch seitens der Fachverbände versuchen diesen Trend anzukurbeln und das bis zur nachhaltigen Baisse bevorzugt in Aktien und Beteiligungen angelegte Geld der so genannten "Erben-Generation" abzuschöpfen. Zu dumm nur, dass dies zwar alle zu wissen scheinen - außer denjenigen an der Einkaufsfront, die das Portemonnaie aufmachen und ihre unter viel persönlichem "wir gehen jetzt zur Oma zum Geburtstag"-Einsatz erworbenen Tausender über die Ladentheke reichen müssen. Denn entgegen zweckoptimistisch eingefärbter Erwartungen hat sich hier eine Käuferschicht herausgebildet die als "smart shopper" zumindest derzeit noch lieber mit der Nobelkarosse aus Untertürkheim, Stuttgart oder München zu "Aldi" zum Lachs-Kaufen fährt als dem Fachhandwerk um die Ecke den Auftrag zur Badrenovierung zu erteilen.
Es sei denn, man kann sich als Hersteller mit technisch oder designmäßig bestens platzierten Angeboten in einem Marktsegment positionieren, wo nicht der Preis, sondern das "ich will das Besondere" entscheidend ist, wie nicht wenige der Anbieter feststellen. Der sozio-demografischen Entwicklung folgend scheint sie vorbei zu sein, die Zeit der Mittelmäßigkeit. Stattdessen besetzt entweder die Baumarkt-Schiene (zwischen 20 und 40 Prozent macht sie je nach Genre am Branchenumsatz aus) das Feld, oder aber es sind die im Premium-Segment etablierten Hersteller, die noch Markt machen.
Wie es im Überblick aussieht? Führende Köpfe namhafter Hersteller haben der "Werkstatt + Montagepraxis" wie schon dem "Heizungsjournal" exklusiv ihre Meinung mitgeteilt, machen Sie sich Ihr eigenes Bild...
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