Überströmventile – manche bezeichnen sie als historisches Relikt, manche schreiben ihnen eine Minderung des Brennwerteffektes zu, für andere sind sie das einzige Mittel, um Gas-Brennwertgeräten das wünschenswerte Quäntchen Sicherheit mehr zu geben. Richtig sind prinzipiell alle Meinungen. Doch was steckt wirklich hinter dem Überströmventil? Wo wird es wie eingesetzt und welchen Zweck erfüllt es?
Bild: HeizungsJournal-Verlags GmbH
Überströmventile erfüllen primär einen
wichtigen Zweck: Sie begrenzen den
Förderdruck von konventionellen Umwälzpumpen
und halten so die Druckdifferenz
in einer Heizungsanlage konstant. Wichtig
war beziehungsweise ist diese Funktionalität
insbesondere bei ein- und zweistufigen
Pumpen, die sich nicht an den benötigten
Druck in der Anlage anpassen können, wie
dies mittlerweile bei stufenlos geregelten
Umwälzpumpen möglich ist. Gleichzeitig
sichert das Überströmventil auch als Regulierorgan
den Mindest-Wasserumlauf im
Wärmeerzeuger, der besonders bei wandhängenden
Geräten mit geringem Wasserinhalt
wichtig war.
Überströmventile können herstellerseitig
schon im Gerät beziehungsweise in den
Anschlusszubehören integriert sein oder
als bauseitiges Zubehör eingesetzt werden.
Installiert werden sie in der Regel zwischen
Vor- und Rücklauf, bei Wärmeerzeugern
ohne Mischventil ist auch der Einbau zwischen
Druck- und Saugseite parallel zur
Umwälzpumpe möglich. Wenn im jeweils
angeschlossenen Heizkreis nur eine geringe
Wärmeabnahme besteht, öffnet sich
das Differenzdruck-Überströmventil und
begrenzt dadurch den Förderdruck ein-,
beziehungsweise zweistufiger Umwälzpumpen.
Zusätzlich sorgt das Überströmventil
für einen Mindestvolumenstrom im
Kesselkreislauf, um die Wärme abzuführen,
die im Heizverteilnetz aktuell nicht
benötigt wird. Anderenfalls könnte es
kurzfristig ggf. zu einer Überhitzung des
Wärmeerzeugers kommen.
Lesen Sie mehr im neuen
Heft 10, Oktober 2014.
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