Wenn es einen Ort auf der Welt gibt, an dem sich jeder voll und ganz sicher fühlen soll und will, dann ist das wohl das eigene Zuhause. Aber leider weiß mittlerweile jeder ebenso gut, dass das Eigenheim nicht unbedingt sicher ist.
In den letzten Jahren ist die Einbruchsrate immer wieder gestiegen, im Jahr 2013 war sie laut der
Polizeilichen Kriminalstatistik so hoch wie in den letzten 15 Jahren nicht mehr. In den letzten fünf Jahren ist die Rate zudem um ein Drittel gestiegen. Vor allem sind größere Städte betroffen – was eventuell an der Anonymität der Großstadt liegen könnte: Kaum jemand achtet noch darauf, was im oder am Haus des Nachbarn geschieht und so können Einbrecher auch tagsüber unbemerkt ihr Unwesen treiben. Aber auch die Landbevölkerung bleibt von Einbrüchen nicht verschont – hier könnte dies mit der Abgelegenheit der entsprechenden Häuser erklärt werden. Wo auch immer das Eigenheim nun aber auch stehen mag: Keiner möchte, dass Fremde ins Haus eindringen und Wertgegenstände entwenden oder gar das leibliche Wohl bedrohen.
Kleine Abschreckungen, die Wunder wirken können Wenn ein Einbrecher in ein Haus will, dann schafft er es auch irgendwie. So hieß es zumindest noch vor einiger Zeit. Sicherlich trifft das in gewisser Weise zu, je nachdem, wie gut der Einbrecher sein „Handwerk“ versteht. Aber in der heutigen Zeit gibt es Mittel und Wege, die einem Einbrecher seine Tat deutlich erschweren, wenn nicht sogar unmöglich machen. | Bild: pixabay.com © PDPics (CC0 1.0) |
Im Gegensatz zu früher ist dabei dank modernster Technik viel mehr. Dennoch gibt es ein paar abschreckende Maßnahmen, die gar nicht einmal so teuer sind und manchmal wahrlich Wunder bewirken können. Ein ungeübter Einbrecher überlegt es sich dann vielleicht zweimal und lässt von seinem Objekt der Begierde wieder ab.
- Warnung vor dem Hund
An unzähligen Häusern sind Schilder wie diese zu finden. Ob dahinter dann auch wirklich ein „gefährlicher“ oder „bissiger“ Hund steckt, ist natürlich eine andere Frage, aber wenn ein Einbrecher dieses Schild sieht und dazu eventuell noch einen Hund bellen hört, dann wird er sich wahrscheinlich ein anderes Opfer suchen. Es lohnt sich für Hundebesitzer bisweilen also, ein entsprechendes Schild am Gartentor zu befestigen.
- Sicherheitsschlösser
Im Bereich Sicherheitsschlösser gibt es unzählige verschiedene Variationen. Sicherheitszylinder beispielsweise machen es Einbrechern schwerer, eine Tür aufzubrechen. Wenn Einbrecher zu lange brauchen, geben sie es wieder auf – das Entdeckungsrisiko ist einfach zu hoch und genau an diesem Punkt sollten Hausbesitzer ansetzen.
- Attrappen
Wer sich kein teures Sicherheitssystem leisten kann oder möchte, der kann zumindest mit Attrappen für ein bisschen Abschreckung sorgen. Eine nicht angeschlossene Kamera zum Beispiel: Der Einbrecher weiß nicht, dass sie gar nicht aufzeichnet, hat aber Angst, eventuell doch erkannt zu werden.
- Bewegungsmelder
Auch ein Bewegungsmelder kann schon Wunder bewirken. Wenn ein Einbruch nachts ausgeführt wird, möchte der Einbrecher den Schutz der Dunkelheit für sich nutzen. Steht er dann aber an der Tür plötzlich in hellem Licht, ist er natürlich sehr auffällig und wird gerade bei einer belebten Nachbarschaft meist die Flucht antreten.
Moderne Technik zur Einbruchsabwehr
| Die oben genannten Möglichkeiten dienen zur ersten Abschreckung, werden professionelle Einbrecher aber eher weniger von ihrer Tat abhalten. Wer da als Hausbesitzer auf Nummer sicher gehen möchte, greift gerne etwas tiefer in die Tasche und lässt sich moderne Sicherheitssysteme installieren. Der Trend bei Neubauten geht eh immer mehr in Richtung „Smart Home“, da sollte die Sicherheitstechnik dann ebenfalls auf dem neuesten Stand sein. In diesem Bereich ist vieles denkbar, von den altbekannten Videoüberwachungen und Alarmanlagen bis hin zur biometrischen Zugangskontrolle. | Ob offen sichtbar oder versteckt: Moderne Überwachungssysteme helfen beim Schutz des Eigenheims. Bild: pixabay.com © Nemo (CC0 1.0) |
- Bewegungsmelder
Auch ein Bewegungsmelder kann schon Wunder bewirken. Wenn ein Einbruch nachts ausgeführt wird, möchte der Einbrecher den Schutz der Dunkelheit für sich nutzen. Steht er dann aber an der Tür plötzlich in hellem Licht, ist er natürlich sehr auffällig und wird gerade bei einer belebten Nachbarschaft meist die Flucht antreten.
- Alarmanlage
Je nach Budget stehen in diesem Bereich die unterschiedlichsten Ausführungen zur Auswahl. Dies beginnt bei der einfachen Alarmanlage, die ein sirenenartiges Geräusch von sich gibt, wenn eine Tür oder ein Fenster geöffnet wird, während die Alarmanlage aktiv ist. Andere Alarmanlagen senden hingegen ein stilles Signal an eine mit der Anlage verbundene Sicherheitsfirma oder direkt an die Polizei. Aber die hochmodernen Alarmanlagen können beispielsweise auch per Handy gesteuert werden, sodass im Falle eines Einbruchs der Einbrecher gehört oder sogar über die Alarmanlage direkt angesprochen werden kann.
- Überwachungskamera
Auch im Bereich Überwachungskamera gibt es unterschiedliche Variationen. Die einen Kameras zeichnen beispielsweise gar nicht auf, sondern übertragen lediglich ein Bild auf den Bildschirm, andere machen nur Fotos und wiederum andere zeichnen in eher schlechter Qualität auf. Moderne Kameras hingegen bringen dem Besitzer hochwertige Aufnahmen in Farbe, auf denen auch Details gut zu erkennen sind.
- "Belebtes Haus"-Simulation
Dank moderner Technik ist es heutzutage möglich, Einbrechern vorzugaukeln, dass das Haus belebt ist. So gibt es die Möglichkeit von Zeitschaltuhren, die den Fernseher steuern oder das Licht zu einer bestimmten Zeit angehen lassen. Auch simuliertes Hundegebell ist möglich. Da Einbrecher aber oftmals ein Haus ein paar Tage lang auskundschaften, merken sie schnell, dass das Haus gar nicht belebt ist, wenn täglich zur selben Zeit das Licht angeht. Per Zufallsprinzip ist es aber auch möglich, Licht zu völlig unterschiedlichen Zeitpunkten ein und aus zu schalten. Ebenso gibt es ganz nach aktueller Smart Home Manier die Möglichkeit, elektrische Geräte im Haus per App aus der Ferne zu steuern.
- Gegensprechanlagen
Es muss nicht immer ein Einbrecher sein, der einem Hausbesitzer Angst macht. Auch andere ungebetene Gäste möchte nicht jeder in seinem Haus haben. Wenn es an der Tür klingelt, ist es da ganz praktisch zu wissen, wer vor der Tür steht. Wird eine übliche Gegensprechanlage genutzt, weiß der andere allerdings, dass der Bewohner zu Hause ist. Viel praktischer ist da eine visuelle Variante, die von Profis installiert und gewartet wird – Interessenten können dafür zum Beispiel einen Avitec Berater für Video-Türsprechanlagen kontaktieren, damit ein spezialisierter Experte nicht nur für Fragen bereitsteht, sondern gleichermaßen die entsprechende Garantie und Absicherung gewährleistet.
Zukunftsmusik
Was noch ein bisschen wie Science Fiction klingt, wird immer mehr Realität. So ist es durchaus möglich, das eigene Haus mittels Biometrie zu sichern. Soll heißen, dass wirklich nur derjenige, der dazu befugt ist, beispielsweise eine Tür öffnen kann. Biometrische Charakteristika wären dabei der Fingerabdruck (ein Verfahren, dass in der Sicherheitsbranche bereits Einzug gehalten hat) oder auch die Stimme und die Iris.