Der Preis, der zur Leistung passt, das qualitativ sehr gute und das schnell verfügbare Produkt: das ist SHK-Installateuren am wichtigsten bei der Wahl eines Markenherstellers. Eine deutlich geringere Rolle spielt hingegen, wie bekannt und vertraut eine Marke ist. Das ist kurz zusammengefasst das Ergebnis von zwei aktuellen Umfragen unter HLK- und SHK-Fachbetrieben aus sechs europäischen Ländern. Darin wurde die Bedeutung der Markenhersteller für das Handwerk hinterfragt und ein Blick auf künftige Herausforderungen geworfen.
Umfrage unter 88 SHK-Installateuren: die wichtigen Aspekte einer Marke im Überblick. Grafik: BauInfoConsult
Fachmessen: Hier treffen die Marken und ihre Zielgruppe(n) frontal aufeinander – und es lässt sich dann sehr gut nachvollziehen, wo die Präferenzen liegen… Bild: martin marketing Die Beratungsfirma BauInfoConsult interviewte 88 SHK-Installateure in Deutschland zu den diversen Aspekten ihrer Produktwahl. Die Umfrage erlaubte Mehrfachantworten und unterschied zwischen „Interesse an“, „Verwendung eines“ und der „Treue zu“ einem Markenprodukt.
Der ‚European Mechanical Installation Monitor‘ wird, mit einer ähnlichen Fragestellung, vierteljährlich von der niederländischen USP Marketing Consultancy bv unter 1.200 HLK-Betrieben in sechs europäischen Ländern erhoben.
Preis, Leistung, Qualität
Mit jeweils 51 bis 62 Prozent Zustimmung sind das Preis-Leistungs-Verhältnis, die hohe Qualität und die schnelle Verfügbarkeit eines Markenproduktes die drei wichtigsten Auswahlkriterien der befragten SHK-Installateure. Ein Hersteller etabliert sich dann als dauerhafte Lieblingsmarke, wenn sich seine Produkte gut verarbeiten lassen und die Zusammenarbeit ebenfalls entsprechend abläuft. Das meinen je 24 bis 40 Prozent der Fachleute. Für ein Viertel der Befragten zählen das Vertrauen und die Bekanntheit einer Marke. Dauerhaft gute Erfahrungen mit Außen- und Innendienst fördern übrigens ganz klar die Bevorzugung eines bestimmten Herstellers.
Für fünf Prozent der Befragten spielen umweltfreundliche Produkte und Leistungen eine wichtige Rolle. Allerdings erwarten 51 Prozent der deutschen HLK-Betriebe laut USP-Monitor von nachhaltigen Produkten zugleich auch mehr Aufträge und ein vertrauenswürdigeres Ansehen. Das ist im europäischen Vergleich ein Spitzenwert.
Spezialisierung und Kostendruck
Die europäischen HLK-Betriebe werden laut USP-Monitor insbesondere mit zwei großen Herausforderungen konfrontiert: Die erste ist der zunehmende Mangel an qualifizierten und erfahrenen Arbeitskräften. Drei Viertel aller deutschen Betriebe befürchten diese Tendenz, nicht ganz so zahlreich rechnen die Kollegen in Großbritannien, Polen und den Niederlanden mit dem Problem. Zweite große Herausforderung ist der sich künftig verschärfende preisliche Wettbewerb. Eine mögliche Antwort des Fachmannes ist die Spezialisierung, so die Einschätzung. Durch die Vertiefung der Kenntnisse und Erfahrungen in einem bestimmten Marktsegment nach dem Motto ‚Mehr Tiefe als Breite‘ etabliere er sich als zertifizierter Experte und entgehe zumindest teilweise dem preislichen Wettbewerb. Mit einem umfassenden Bildungsangebot an webbasierten und Präsenzseminaren können die Hersteller diesen Prozess begleiten. Das fördert wiederum die Bindung an die Marke, eine klassische Win-win-Situation.
Links:
www.bauinfoconsult.de
http://www.usp-mc.co.uk/
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