Statistisch gönnt sich jeder sechste in Deutschland behagliche Wärme durch eine holzbefeuerte Einzelraumfeuerstätte. Das reduziert die Heizkosten und ist CO2-neutral. Andererseits steigt die Belastung durch gesundheitsschädlichen Feinstaub. Im beheizten Raum kann zudem mangelnde Lüftung zu einem Problem werden und die Holzfeuchte eine effiziente Verbrennung verhindern. Der HLK-Fachmann muss mit entsprechenden Messgeräten diese ‚Nebenwirkungen‘ verhindern.
Wohnkomfort durch Holzöfen – in Deutschland immer beliebter. Bild: BHW-Pressedienst Vierzehn Millionen Mal verbreitet in Deutschland ein Kachelofen wohlige Wärme, prasselt das Holz sinnlich im offenen Kamin und heizt ein Holzofen an kühlen Spätsommerabenden das Wohnzimmer… Rein statistisch gönnt sich also jeder Sechste den Komfort einer – nüchtern ausgedrückt – Einzelraumfeuerstätte. Mit einer solchen Feuerstätte lassen sich zudem die Heizkosten senken, vornehmlich in den Übergangszeiten. Und sie ist klimaneutral, weil mit nachwachsendem Holz befeuert. So überrascht es nicht, dass jährlich etwa 200.000 neue Holzfeuerungen in Betrieb gehen.
Aber, wo viel Licht, respektive Wärme, da ist auch viel Schatten, hier: Feinstaub. In der Summe emittieren die Einzelraumfeuerstätten und die holzbetriebenen Heizkessel in privaten Haushalten und im Kleingewerbe genauso viel gesundheitsschädlichen Feinstaub wie die Motoren aller PKW, LKW und Motorräder! Darauf reagierte der Gesetzgeber: Seit Anfang Januar 2015 gilt für neu zu installierende Einzelraumfeuerstätten der strengere Grenzwert von 0,04g/m³ Feinstaub. Auch für bereits bestehende Öfen und Kamine werden die Grenzwerte schrittweise verschärft.
Sicherzustellen ist außerdem, dass raumluftabhängige Öfen ausreichend mit Verbrennungsluft versorgt werden. Schon ein geringer Unterdruck, verursacht beispielsweise durch eine Dunstabzugshaube, kann Feinstaub und Abgase, vor allem aber das hochgiftige Kohlenmonoxyd in das Zimmer ziehen.
Für eine effiziente Verbrennung soll das zu nutzende Scheitholz laut 1. BImSchV weniger als 25 Prozent Wasser enthalten (bezogen auf das Trockengewicht). Der private Nutzer kann die genaue Holzfeuchte aber so einfach nicht feststellen.
Hier kommt der HLK-Fachmann ins Spiel: Er hilft, diese unerfreulichen Nebenwirkungen des Betriebes von Einzelraumfeuerstätten zu minimieren oder ganz zu vermeiden. Dabei unterstützen ihn idealerweise Messgeräte, die komfortabel über einen TouchScreen zu bedienen sind und mit denen er neben Feinstaub- und CO-Gehalt ein breites Spektrum an Messungen schnell und transparent für den Kunden direkt vor Ort durchführen kann. Mit dem 4-Pa -Test kommt der Fachmann einem möglichen Unterdruck auf die Spur. Und die Holzfeuchte misst er mit einer Einschlagsonde. So generiert er ganz nebenbei ein neues Geschäftsfeld.
Da laut den gesetzlichen Vorschriften Einzelraumfeuerstätten nicht inspiziert werden müssen, neigt der private Nutzer eventuell dazu, regelmäßiges Prüfen und Warten zu vernachlässigen. Das ist eine Chance für den HLK-Fachmann (mit Messgerät), sich als Spezialist zu positionieren: Für behaglichen Wohnkomfort – ohne Risiken und Nebenwirkungen.
http://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/feinstaub/feinstaubemission-aus-kaminen-holzoefen
http://www.umweltbundesamt.de/themen/kamin-co-werden-sauberer-neue-grenzwerte-ab-2015