Neben Wasserpumpenzange und Rohrabschneider dürfte sich künftig auch der QR-Code mittels Smartphone und Tablet als wichtiges Werkzeug des Fachhandwerkers etablieren. Er vereinfacht den Zugriff auf Informationen und verbindet sofort Gedrucktes mit dem Internet. Die Arbeit direkt auf der Baustelle wird erleichtert, so sind beispielsweise bei der Montage exakt benötigte Herstellerinformationen sofort zur Hand. Bei Störfällen ist der Notdienst schneller zu erreichen. Aber auch die eigene Werbung kann der Handwerker mit dem QR-Code rasanter gestalten.
„Moderne Hieroglyphe“: der QR-Code. Neugierig?
Der Quick-Response-Code (QR-Code) findet sich in Zeitungsanzeigen und auf Visitenkarten, er ist aus dem geschäftlichen Alltag nicht mehr weg zu denken. Ursprünglich entwickelt für die Logistik des Toyota-Konzerns ist er ein genial einfaches Informationsmittel: Als moderne Hieroglyphe erstmal unleserlich, weckt er unweigerlich die Neugier des „Betrachters“ – wichtig für die Werbung. Er ist einfach und kostenlos zu erzeugen (https://www.haustechnikdialog.de/qrcode/Generator.aspx) und per App zu lesen, der Handwerker braucht also keinen IT- oder sonstigen Fachmann.
Inzwischen ist der QR-Code auch ein geschätzter Assistent bei Installation, Montage oder Reparatur sanitärer Armaturen und Installationskomponenten wie Filter oder Pumpen. Mittels Smartphone oder Tablet als „Werkzeug“ hat der Fachhandwerker Zugriff auf Montageanleitungen, Verarbeitungshinweise und technische Besonderheiten, eventuell sogar noch weitaus besser als auf bedrucktem Papier. Falls er direkt auf der Baustelle plötzlich ein Teil nachordern muss, ist das per QR-Code ebenfalls möglich.
Der Armaturenhersteller SYR aus Korschenbroich bietet zum Beispiel diesen Service an: „Der Code wird vom Fachhandwerker nach der Geräteinstallation auf dem Produkt angebracht, so dass per Reader-Funktion des Smartphones oder Tablets die hinterlegten Extras zur Armatur wie Kurzfilme, Prospekte, technische Daten sowie Installationsanleitungen oder Informationen zu Ersatzteilen vor Ort gescannt und ausgewertet werden können,“ erläutert das Unternehmen diese Möglichkeit, das Fachhandwerk zu unterstützen.
Aber auch der an einer installierten Armatur angebrachte QR-Code des Handwerkers selbst kann bei Wartungsarbeiten, besonders aber bei Störungen extrem nützlich sein: Er erspart dem Kunden mit automatisiertem Direktruf das eventuell aufwändige Suchen und Eingeben der Rufnummer.
Überhaupt ist der QR-Code auch ein effizientes Werkzeug speziell für die eigene Vermarktung. Laut einer Forsa-Studie hat aber nur knapp die Hälfte der Handwerker überhaupt eine eigene Webseite. Bei der Suche nach einem Handwerker nutzen allerdings zwei Drittel der potentiellen Kunden gerade das Internet als Infoquelle, beispielsweise die Gelben Seiten. In der Altersgruppe der 18- bis 39jährigen sind es sogar fast 80 Prozent. Was die Nutzung des Netzes zur Werbung angeht, hat das Handwerk also noch deutlich Luft nach oben.
Und hier kommt der QR-Code ins Spiel: Auf Printanzeigen, geschäftlicher Post und Firmenfahrzeugen angebrachte Codes verlinken mit der eigenen Webseite. Das erleichtert die Neukunden-Akquise, aber auch den Kontakt zu Stammkunden per digitaler Visitenkarte (die vCard). Über den QR-Code können Gutscheine, Rabatte, Sonderangebote oder auch Veranstaltungen hinterlegt werden. Das animiert den Kunden zum Mitmachen und erhöht so die Werbewirkung.
Links:
https://www.mittelstand-digital.de/
Hier geht es zum QR-Code Generator des HaustechnikDialogs