Der RWE-Konzern, Essen, und SCHOTT Glas, Mainz, wollen ihre führende Stellung im Wachstumsmarkt Solartechnologie weiter ausbauen.
Dazu planen die RWE Solutions AG, Frankfurt am Main, und SCHOTT Glas, ihre sämtlichen Solaraktivitäten auf dem Gebiet der Photovoltaik in ein Gemeinschaftsunternehmen einzubringen. Die neue RWE SCHOTT Solar GmbH, Alzenau, wird voraussichtlich Mitte 2002 operativ an den Start gehen und führt die RWE Solar GmbH, Alzenau, einschließlich der Tochtergesellschaft ASE Americas Inc., Billerica/Boston, und die SCHOTT Applied Power Corporation, Rocklin (Kalifornien/USA) zusammen. Im Joint venture soll SCHOTT die unternehmerische Parität erhalten. Darauf haben sich beide Unternehmen in einem Letter of Intent verständigt.
RWE Solutions-Vorstandsvorsitzender Heinz-Werner Binzel und SCHOTT-Vorstand Dr. Udo Ungeheuer erklären dazu: "Mit dem geplanten Joint venture wollen wir die führende Stellung von RWE SCHOTT Solar in einem dynamischen Markt ausbauen." Dabei sollen die technologische Spitzenstellung der RWE Solutions-Tochter durch das Materialforschungs- und Produktions-Know-how sowie die globale Präsenz des SCHOTT-Konzerns gestärkt werden. Im Joint venture sollen Entwicklung und Produktion von kristallinen Technologien (Wafer, Zellen und Module) und der Dünnschichtproduktion sowie der weltweite Vertrieb dieser Komponenten bis hin zu kompletten Photovoltaiksystemen gebündelt werden.
RWE ist eines der international führenden Multi Utility-Unternehmen. Die Kerngeschäftsfelder sind Strom, Gas, Wasser, Abfall und Recycling . Im Geschäftsjahr 2000/2001 erzielte der Konzern mit rund 170.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 63 Mrd. Euro. Im Rumpfgeschäftsjahr 2001 erreichte der Konzern einen vorläufigen Umsatz von 32 Mrd. Euro. Unter dem Dach der geschäftsführenden Holding sind operative Führungsgesellschaften am Markt tätig.
Die RWE Solar GmbH (ehemals Angewandte Solarenergie - ASE GmbH), ein Unternehmen der RWE Solutions AG, Frankfurt am Main (Umsatz 2,6 Mrd. Euro, 14.000 Mitarbeiter), deckt drei Produktbereiche der Solarstromtechnik ab: Wafer, Solarzellen und Module für den terrestrischen Markt, Dünnschicht-Solarmodule auf der Basis von amorphem Silicium sowie Hochleistungs-Solarzellen für die Raumfahrt. Im Jahr 2001 verzeichnete das Unternehmen mit mehr als 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 96 Mio. Euro.
SCHOTT Glas ist das Stammhaus des internationalen SCHOTT-Konzerns. Im Geschäftsjahr 2001 lag der Umsatz bei rund zwei Mrd. Euro. Der Technologiekonzern beschäftigt auf den Gebieten Home Tech, Display Solutions, Pharmaceutical Systems, Opto Electronics und Advanced Optical Materials and Components weltweit 20.000 Mitarbeiter, davon über 10.000 im Ausland. Schwerpunkte seiner auf zukünftige Wachstumsfelder gerichteten Geschäftspolitik sind neben der Photovoltaik die Kommunikations- und Informationstechnologien, Optische Materialien für die Chipherstellung (Mikrolithographie), die Oberflächentechnik und Spezialwerkstoffe.